U-Bahn Implerstraße (Bild: J-Cornelius / Flickr)

Die Landschaft zieht an dir vorüber, du kannst die Gespräche der Mitreisenden verfolgen und an jeder Haltestation warten fremde Menschen, neue Erlebnisse und frische Eindrücke.

 

Öffentliche Verkehrsmittel, vor allem die Bahn, können als kreative Orte interessant werden.

 

Auf Schienen gleitest du dahin und es gibt für dich nichts besseres zu tun, als die Gedanken schweifen zu lassen und gute Ideen aufzuschreiben.

 

An einem Laptop mit guter Akkulaufzeit kann über Stunden hinweg an Textprojekten gearbeitet werden. Ein UMTS-Stick macht sogar den Zugriff auf das Internet möglich.

 

Vielleicht verzichtest du unterwegs bewusst auf das Internet, weil die Gefahr zu groß ist, dass du dich in den Weiten des Netzes verlierst, dich ablenken lässt und am Ende nichts schaffst.

 

Besonders lohnend ist das rollende Büro mit toller Aussicht für alle, denen keine Zusatzkosten entstehen, weil sie bereits über ein Ticket verfügen: Studenten mit Semesterticket, Pendler mit Monatskarte usw. Manche Dauerkarteninhaber dürfen ihre Karte an andere übertragen. Wer so jemanden in seinem Bekanntenkreis hat, der kann womöglich kostenlos im rollenden Büro Platz nehmen.

 

Ein Sitzplatz sollte unbedingt ergattert werden, ansonsten ist effektives Arbeiten kaum möglich. Daher sollten Stoßzeiten vermieden werden. Überfüllt sind die Züge vor allem, wenn Pendler zum Arbeitsplatz, Schüler zur Schule oder Fans zu einem Sportereignis unterwegs sind.

 

Wer selbst Pendler ist, sollte einmal darüber nachdenken, das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit den Öffis zu fahren, um dort kreativ schreiben zu können. Die Fahrtzeit im Auto ist verschwendet. In Bus oder Zug ist die Fahrtzeit dagegen nicht verloren, wenn du währenddessen etwas zu Papier bringst.

Kreative Orte: Bahn / öffentliche Verkehrsmittel

Die Ausrüstung

Mobiles Schreibgerät

 

Auch wenn du ein Technikjunkie bist und dich am liebsten mit dem neuesten Gerät umgibst: Denk darüber nach, dir für das Schreiben unterwegs ein mageres Netbook oder Subnotebook zuzulegen. Der Neidfaktor ist damit geringer und du läufst nicht Gefahr, von unzufriedenen Personen aus sozialen Randgruppen angepöbelt oder gar bestohlen zu werden.

 

Kleine mobile Geräte sind praktisch, weil sie sich fast überall mit hin nehmen lassen und nicht besonders schwer sind. Bevor du dir aber das allerkleinste verfügbare Gerät kaufst solltest du zwei Aspekte beachten.

 

  1. Netbooks sind vor allem darauf ausgelegt, im Internet zu surfen. Manche Tastaturen sind gerade dazu geeignet, Internetadressen einzutippen. Für Vielschreiber kann es sehr unangenehm sein, lange auf Minitastaturen zu tippen.
  2. In den öffentlichen Verkehrsmitteln steht dir fast nie ein Tisch zur Verfügung. Du balancierst demzufolge den Rechner im Sitzen auf deinen Oberschenkeln. Ich habe schon große Menschen sehr unbequem mit aneinander gepressten Knien im Zug sitzen sehen, weil ihnen sonst das Netbook herunter gefallen wäre.

Daher finde ich Notebooks mit 12 oder 13 Zoll Display empfehlenswert. Sie bilden einen guten Kompromiss zwischen Gewicht, Akkulaufzeit und einer zum Arbeiten geeigneten Bildschirmgröße. Die Grundfläche entspricht der eines Papierblattes in DIN A 4. Größere Laptops sind in der Regel zu unhandlich und energieverfressen. Kleinere bereiten Vielschreibern Fingerschmerzen sowie Augenweh, weil die Textdokumente entweder stark verkleinert oder nur ausschnittsweise auf das kleine Display passen.

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Extra Energie

 

Ein Zweitakku ist sehr empfehlenswert, denn du verdoppelst damit die Zeit, die du mobil an deinem Laptop arbeiten kannst. Kaum etwas ist nerviger, als unterwegs auf der Suche nach einer Steckdose zu sein.

 

 

Gut verpackt

 

Eine eng anliegende Neoprenhülle trägt zu einem langen Leben des Notebooks bei. Kratzern und Stoßschäden ist damit gut entgegengewirkt. In einer solchen Hülle sicher verpackt, kann das Notebook in nahezu jeder Tasche verstaut werden, ohne Schäden befürchten zu müssen.

Büro für unterwegs

 

Der Rucksack ist der ideale mobile Begleiter. Die Hände bleiben frei, Gewicht der mitgenommenen Gegenstände verteilt sich kaum spürbar auf Schulter und Rücken. Dieses Modell sorgt außerdem dafür, dass der Rücken stets belüftet wird und sich selbst im Sommer keine Schwitzflecken auf deinem Rücken bilden. Unterwegs sollst du viel Trinken - Getränkeflaschen befestigst du an der Seite und gehst damit auf Nummer sicher, weil auslaufende Flüssigkeiten nicht deine wertvollen Habseligkeiten unter Wasser setzen.

Flexibel mobil

 

Ein zusammengefaltetes Klapprad kann als Gepäckstück in den meisten Öffis kostenlos mitgenommen werden. Am Zielort können mittlere Strecken schnell und flexibel zurückgelegt. Ohne nervige Parkplatzsuche oder Taxikosten kann auf eigene Faust die nähere Umgebung erkundet werden. Mit dem Fahrrad kannst du dich lässig durch den Großstadtverkehr mogeln, bist nicht im Stau gefangen und schiebst elegant durch Fußgängerzonen.

Noch ein kreativer Ort:

IKEA

Mehr über kreative Orte und das Schreiben im Zug:

Kreativ in vollen Zügen

textpressi, am 29.04.2010

Kommentare


mia30 am 28.01.2011
Ich nehme im Zug gern nur ein Notizblock mit, es ist sehr interessant die Mitreisenden zu beobachten. Zu sehen wie unterschiedlich die Menschen doch reagiern... da kommt so manche lustige Begegnung & Geschichte bei heraus.
Inforitter am 14.06.2010
Hab das Letztens mal ausprobiert. Also im Zug via UMTS im Netz unterwegs. Fazit: Man kann sich daran gewöhnen. ;-) Jedoch gab es wirklich ab und an Verbindungsabbrüche. Also größere Dateien verschicken ist da nicht ratsam. Um im Zug längere Texte zu schreiben ist mein kleines Netbook doch ungeeignet. Es ist zu klein, als dass es stabil auf dem Schoß liegen kann. Ein Tisch im Strassencafé ist da schon besser ;-)
textpressi am 30.04.2010
Vielen Dank für eure Kommentare. Das vorherige Bild war in der Tat nicht das best geeignete für diesen Text. Versucht es mit der Bahn einfach mal aus. Fast alle meiner auf Pagewizz veröffentlichten Texte sind in der Bahn entstanden. Der Zeitdruck, in 30 Minuten am Zielbahnhof einzurollen, übt genug kreativen Druck aus, schnell zu schreiben. Der Knoblauchkaugummitext wäre ohne eine gewisse Erfahrung in der S-Bahn gar nicht erst entstanden. Wenn ich die Bahnfahrt nicht derartig nutzen würde, dann hätte ich zu wenig Zeit zum Schreiben. Mehr über das Schreiben im Zug steht auch in diesem Blogeintrag: http://www.typeer.de/beitrag/Leben-um-zu-schreiben--schreiben-um-zu-leben/Kreativ-in-vollen-Zuegen/48537/
Inforitter am 30.04.2010
Ja also die U-Bahnen in Shanghai oder Hongkong sind wirklich extrem. Aber hier in Deutschland, dem Land der Autoverliebten, kann man noch relativ stressfrei U-Bahn fahren. Die Mobilfunknetze sind übrigens nicht für den kontinuierlichen Datenaustausch bei höheren Geschwindigkeiten ausgelegt. Das kennt sicherlich jeder, der schonmal aus dem Zug, Auto, Bus usw telefoniert hat. Und bei UMTS ist das teilweise noch schlimmer, u.a. weil es noch nicht lückenlos (in DE) vorhanden ist. Und woran die wenigsten wohl denken ist, dass so ein Handy in Bewegung mit voller Leistung "strahlt", um die nächste Funkzelle rechtzeitig zu erreichen. Olaf
Klaus_Radloff am 30.04.2010
Die U-Bahn in Shanghai bietet sich natürlich kaum zum Betreiben eines mobilen Offices an, weil es entgegen der hier gezeigten Aufnahme dort nicht nur voll, sondern "wundervoll" ist. Platz zum Atmen ist eben noch vorhanden aber für ein Notebook auf den Knien ... Dazu kommt, dass die Stationen in chinesischen Radikalen (Schriftzeichen), nicht aber mit europäischen Buchstaben angeschrieben sind. Stress pur, und dabei sollte ich an Files und Konzepten sinnvoll weiter arbeiten oder entspannt Musik hören können? Mache ich dann lieber später im Büro oder zu Hause mit einer vernünftigen Tastatur und brauchbarem Bildschirm, und den während der Bahnfahrt angestellten Überlegungen. Dazu kommt, dass das Internet für mich als Bewohner eines sog. Dritten Weltlandes kaum sicher erreichbar ist. Wenn überhaupt, dann mit stündlich mindestens 3 Unterbrechungen und maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten von 75 kbyte/s. Kreativität ja, aber besser auf dem WC als in öffentlichen Verkehrsmitteln. Klaus
Inforitter am 29.04.2010
Die Vorstellung mein EeePC würde mir vom Schoß fallen...Horror Aber hab schon Leute gesehen, die inner U-Bahn unbedingt was schreiben mussten. Ich lese lieber und/oder hör' Musike beim Bahnfahren. Olaf


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