E-Books zu Kulturgeschichte von Wolfgang Schwerdt

Seit rund drei Jahren publiziert der Journalist und Buchautor auf verschiedenen Online-Plattformen, Magazinen und Blogs seine populärwissenschaftlichen Sachartikel zu Archäologie, Kultur- und Schifffahrtsgeschichte. Obwohl der Sache nach zeitlos, haben die inzwischen mehr als 500 Beiträge in der Regel aktuelle Aufhänger wie Ausstellungseröffnungen, Buchneuerscheinungen, neue archäologische Funde oder beispielsweise Veranstaltungen des Jubiläumsjahres zur Varusschlacht 2009. Aus eben diesem Grunde und wegen der onlinespezifischen Vermeidung des double contents - also dem veröffentlichen identischer Inhalte auf verschiedenen Onlineportalen – stehen die Online-Artikel zu gemeinsamen inhaltlichen Schwerpunkten meist in keinem strukturierten Zusammenhang. Die Online-Lösung dieses Problems besteht häufig in einer endlosen Ansammlung von Teasern mit weiterführenden Links – eine für Publizist und Leser außerordentlich ermüdende Angelegenheit.

 

Schwerdts Kulturgeschichtliche E-Books sind keine Printbooks in E

Mit seinen Kindle E-Books "Kulturgeschichtliche Aspekte zu... " geht Wolfgang Schwerdt nun einen anderen, möglicherweise sogar ein wenig innovativen Weg, um seine Artikel in inhaltlichem Zusammenhang zu präsentieren und damit vor dem Untergang im World Wide Web zu bewahren, das zwar nichts vergisst, aber Vieles in den Tiefen seiner virtuellen Strukturen beinahe unauffindbar herumirren lässt. Die Entscheidung für das E-Book-Experiment basiert auf mehreren Aspekten:

- Es ist eine preisgünstige Publikationsform sowohl für den Publizisten als auch für den Leser.

- Es kann bei Bedarf aktualisiert und überarbeitet werden, ohne dass – wie im Printbereich - eine Neuauflage erforderlich ist. Einmal gekauft, kann es (in der Zukunft automatisch, derzeit noch manuell) kostenlos updatet werden.

- Eingefügte Links als Quelle oder Vertiefung können direkt aus der Buchlektüre heraus aktiviert werden.

Für die Artikel von Schwerdt ergeben sich noch andere, vor allem inhaltliche Aspekte, die eine E-Book-Publikation außerordentlich reizvoll machen.

 

Kulturgeschichtliche E-Books als Experiment

Viele kulturgeschichtliche, archäologische oder schifffahrtsgeschichtliche Inhalte vermittelt Schwerdt über seine Rezensionen zu populärwissenschaftlichen Büchern, Ausstellungskatalogen oder über Ausstellungsberichte. Seine Rezensionen sind also ganz bewusst immer auch kulturgeschichtliche Sachartikel, die auch ohne das rezensierte Buch existieren können. Andererseits schöpft Schwerdt bei seinen normalen Sachartikeln natürlich aus dem Wissen, das er sich bei der Lektüre der allein in den letzten drei Jahren beinahe 200 rezensierten Sach- und Fachbücher angeeignet hat. Durch die Aufnahme der Rezensionen und das Einfügen von interessanten Links zum jeweiligen Thema, erspart sich der Autor, der mit "Andre Zeiten, andre Drachen" und dem im Herbst erscheinenden "Vampire, Wiedergänger und Untote" (beide im Vergangenheitsverlag) auch im Printbereich kulturgeschichtliche Sachbücher publiziert, bei seiner E-Book-Konzeption einen aufwändigen Quellen- und Literaturanhang. Für ein gedrucktes Buch ohne Update-Möglichkeit ist die Aufnahme von Buchbesprechungen (abgesehen von der Verlagskonkurrenz) oder Ausstellungsbeschreibungen nur bedingt eine Option.

 

Artikel, Rezensionen, Ausstellungsberichte – wider das mediale Vergessen

Dabei, so die Überzeugung Schwerdts, verlieren beispielsweise selbst längst vergangene Ausstellungsprojekte auch nach dem meist schnellen Verlust der medialen Aufmerksamkeit nicht ihre inhaltliche Bedeutung. So haben die zahlreichen Bücher, Veranstaltungen und Artikel, die 2009 anlässlich des 2000 jährigen Jubiläums der Varusschlacht erschienen sind, nichts von ihrem Informationsgehalt verloren. Obwohl inzwischen im öffentlichen Bewusstsein längst von den spektakulären Mittelalterausstellungen (und Publikationen) zu AufRuhr 1225, den Staufern, den Saliern und aktuell dem Naumburger Meister abgelöst, sind die Römer in Germanien kulturgeschichtlich ja nicht in die Bedeutungslosigkeit gefallen. Mit den populärwissenschaftlichen Kindle-E-Books wagt Schwerdt durchaus ein Experiment. Denn natürlich stellt sich die Frage: wer liest so was auf einem E-Book. Ist das E-Book nicht eher etwas für Belletristik, für die "kleine literarische Ablenkung zwischendurch?" Oder zeigt sich, dass gerade die kommunikativen Optionen, die so ein elektronisches Buch mit Update- und onlinerecherchemöglichkeiten über direkte Links bietet, für populärwissenschaftliche Sachbücher besonders attraktiv werden können.

 

Bislang hat Schwerdt "Kulturgeschichtliche Aspekte" zu folgenden Themen publiziert:

- Zum Mittelalter I

- zum Pferd

- Zur Dampfschifffahrt

- zur Schifffahrt des 16. Bis 19. Jahrhunderts.

Die Kulturgeschichtlichen Aspekte zu den "Römern in Germanien" und zur "Archäologie" sind bereits in Vorbereitung.

Hinweis: Der Autor dieses Artikels und der E-Book-Autor sind tatsächlich identisch und keine Namensvettern

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