Kennen Sie das? Sie kaufen sich ein paar schicke, teure Lederschuhe und die Verkäuferin möchte Ihnen am liebsten gleich noch einen ganzen Sack mit Produkten für die Lederpflege verkaufen. Wenn Sie dies nun bei jeder Tasche, jeder Jacke und jedem Schuh auch kaufen, sind Sie schnell ein kleines Vermögen los. Doch vieles, was Sie da zu kaufen bekommen, ist unnötig. Was brauchen Sie wirklich?
Lederpflege - Leder will gepflegt werden, wie die eigene Haut
von AlphaBeta
Eine richtige Lederpflege kann völlig unkompliziert sein, wenn man sich bewusst macht, dass Leder ein Naturprodukt ist und ähnlich wie unsere eigene Haut reagiert.
Lederpflege im Sommer - unkompliziert und natürlich
Pflege nasser Lederbekleidung
Egal ob Tasche, Schuhe oder Jacke – echtes Leder sollte gepflegt werden, sonst haben Sie nicht lange Freude daran. Im Sommer reicht es vollkommen, wenn Sie nass gewordene Lederkleidung bei Zimmertemperatur langsam trocknen lassen (Lederjacken auf einem Formbügel) und danach leicht mit Fett einreiben. Dazu muss es nicht das teure Lederfett zur Lederpflege sein. Sehr gut funktioniert es, Taschen oder Jacken mit Vaseline einzufetten – die kostet fast gar nichts. Auch farblose Schuhcreme eignet sich hervorragend, um Leder weich und geschmeidig zu halten. Achten Sie beim Trocknen nasser Lederstücke immer darauf, dass dies langsam geschieht, sonst wird das Leder schnell trocken und brüchig.
Lederschuhe richtig trocknen lassen
Lederpflege & Sonnenschutz
Im Winter braucht Leder eine Sonderbehandlung
Im Winter sollten Sie dann allerdings, gerade bei Lederschuhen, doch zu einem Lederpflege-Produkt greifen – und zwar zu einem guten Imprägnierspray. Dieses hält aggressives Streusalz von den teuren Schuhen ab, wenn Sie sie regelmäßig damit pflegen und verlängert die Lebensdauer enorm. Beachten Sie dazu die Anweisungen auf Ihrem jeweiligen Produkt. Wildlederschuhe brauchen eine besondere Behandlung –rauen Sie diese mit einer speziellen Wildlederbürste auf und besprühen Sie sie dann erst mit einem speziellen Imprägnierspray für Wildleder oder auch für Textilien.
Flecken entfernen - da darf nur Wasser ran
Flecken, welche auf Leder ja meist nur oberflächlich haften, entfernen Sie einfach mit einem feuchten Tuch. Bei Produkten aus Wildleder bürsten Sie die Flecken mit einer Spezialbürste in Strichrichtung aus.
Vermeiden Sie es, zu dolle zu rubbeln, denn dies zerstört die Struktur. Versuchen Sie keinesfalls mit irgendwelchen Fleckenentfernern zu arbeiten - danach können Sie das Teil mit ziemlicher Sicherheit wegschmeißen. Sollten Sie nicht weiterkommen, dann bringen Sie das Kleidungsstück zu einem Reinigungsservice, welcher sich auf Lederpflege spezialisiert hat.
Lederpflege ähnelt der Hautpflege
Prinzipiell lässt sich bei der Lederpflege also sagen, alles, was unserer Haut gut tut, schadet auch Leder nicht. Pflegen Sie Leder wie Ihre eigene Haut und Sie werden viel Freude daran haben. Im Gegenzug sind alle schädlichen Einflüsse für unsere Haut auch für Leder ungesund. Auch teure Ledersofas oder viel beanspruchte Autositze lassen sich mit diesen Tipps gut pflegen




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Kommentare
Super Tipps!
Freut mich, wenn ich helfen konnte :-)
Wir haben uns kürzlich noch über Lederpflege unterhalten. Da kommt Dein Artikel mit den Tipps gerade recht.
LG Elga
Danke für diesen super Tipp!
Rehleder, das steif geworden ist, wird wieder ganz zart und weich, wenn man es in einer Mischung aus 2,5 l Wasser und einem Teelöffel Olivenöl gut durchspült.
Ein Tipp aus den 50er Jahren als man noch keine Kleidung aus Plastik kannte ...
Danke *knicks*
Wieder mal prima altagstaugliche Tipps. Einen polierten Daumen nach oben.
LG Efes