Der Riesenmammutbaum - Sequoiadendron giganteum

Der Bergmammutbaum kann über 80 Meter groß werden und einen Stammdurchmesser von mehr als 12 Metern ausbilden. Bergmammutbäume gelten als winterhart und können Temperaturen bis zu -30°C standhalten. Allerdings ist das Wurzelwerk sehr empfindlich und sollte bei extremen Minusgraden entsprechend geschützt sein.

Als Zierbaum wird der Mammutbaum erfolgreich in Süd- und Westeuropa, in großen Teilen Nordamerikas, Südostaustralien, Neuseeland sowie in Südchile angepflanzt. In Deutschland sind Bergmammutbäume von Rügen bis Bayern zu finden. Der mit 55 Metern Höhe größte Mammutbaum Europas wächst in Auerbach bei Bensheim.

Der Riesenmammutbaum

Aufzucht

MammutbaumsamenDie Idee zur Aufzucht von Mammutbäumen hatte ich, als mir meine Schwester von ihrer Amerika Reise einige Mammutbaumzapfen aus dem Sequoia Nationalpark mitbrachte. Die 5 Zapfen enthielten etwas mehr als 20 Samen, die zunächst für ca. eine Woche in den Kühlschrank mussten um die Keimhemmung aufzuheben. Danach wurden sie für 2 Tage zum Vorquellen in warmes Wasser gelegt und anschließend in Anzuchterde ausgesät.

Nach ungefähr 2 bis 4 Wochen stecken die Sprößling ihre Köpfe aus der Erde. Da die Mammutbäume ein schnelles Wachstum aufweisen, waren einige der Sprößlinge bereits nach 2 Monaten ca. 10 cm hoch. Das Umtopfen in Seramis hat bis jetzt auch wunderbar geklappt, obwohl in einigen Fachzeitschriften davon abgeraten wird. Wichtig ist bei der Aufzucht vor allem, daß die Sprößlinge gut feucht gehalten werden, sich dabei aber auf keinen Fall Staunässe bilden darf. Falls die Nadeln anfangen zu "vertrocknen" kann es auch sein, daß die Wurzeln durch zu viel Nässe absterben...

Nachtrag

Die Fachzeitschriften haben recht: Seramis hemmt wohl das Wachstum der Sequioas so sehr, dass nach gut einem halben Jahr alle Mammutbäume, die in das Seramis umgepflanzt wurden, Minibäumchen blieben, während die anderen - in normaler Pflanzenerde - ein unglaubliches Wachstum an den Tag legten und immer noch hervorragend wachsen.

Kleiner Tipp bei Trauermückenbefall

Werden die Pflanzen von Trauermücken befallen, dann ist es ratsam, die Pflanzenerde mit einer ein bis zwei Zentimeter dicken Schicht Quarzsand abzudecken, den es in jedem Baumarkt fast zum Nulltarif sackweise zu kaufen gibt.

Die Trauermücken selbst sind kleine schwarze Fliegen und an sich nicht schädlich sind. Den Schaden richten die Larven an, die sich von abgestorbenen Holz- und Pflanzenresten so wie von den jungen Wurzeln ernähren. Die Quarzsandschicht verhindert, dass die Trauermücken ihre Eier in die Erde legen und die Larven schlüpfen können. Falls von unten her ein Zugang zur Pflanze besteht, kann man zusätzlich im unteren Teil des Topfes eine Schicht Seramis oder Kies verteilen.

Mammutbaumzapfen

Natürliche Vorkommen des Riesenmammutbaums

Küstenmammutbaum - Sequoia sempervirens

Der Küstenmammutbaum ist in den Küstengebieten Nordkaliforniens und im Süden Oregons heimisch. Er wächst dort in einem rund 750 Kilometer langen und zwischen 8 und 56 Kilometer breiten Streifen an der Pazifik-Küste.

Küstenmammutbäume können über 110 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von über 7 Metern erreichen. Das höchste lebende Exemplar ist der "Hyperion" mit einer Stammlänge von 115,55 Metern, womit er der höchste bekannte Baum der Welt ist. Er wächst im Redwood-Nationalpark im Nordwesten Kaliforniens.

Die Frostresistenz für erwachsene Küstenmammutbäume wird mit -10 °C für die Blätter, -15 °C für die Knospen und -20 °C für die Zweige angegeben. Deshalb werden die Bäume vornehmlich in Südeuropa, auf den britischen Inseln (wo es 50 Meter hohe Exemplare gibt) oder in Australien und Neuseeland kultiviert.

Der einzige kleine Redwood-Hain auf dem europäischen Festland nördlich der Alpen steht in der Sequoiafarm Kaldenkirchen am Niederrhein.

Natürliche Vorkommen des Küstenmammutbaums

Urweltmammutbaum - Metasequoia glyptostroboides

Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), auch Chinesisches Rotholz, Metasequoie oder Wassertanne genannt, gilt als lebendes Fossil. Er wurde erst im Jahre 1941 in einer unzugänglichen Bergregion in China entdeckt und war zuvor nur durch Fossilienfunde bekannt.

Der Urweltmammutbaum wird in Regel 30 bis 35 Meter hoch, kann in Einzelfällen aber auch Höhen von bis zu 50 Metern und einen Stammdurchmesser von bis zu 2,2 Metern erreichen.

Der Urweltmammutbaum kommt natürlicherweise nur noch in kleinen Restpopulationen im Bezirk Shizhu im östlichen Sichuan, im Bezirk Lichuan im westlichen Hubei sowie im Bezirk Longshan und im Bezirk Sangzhi im nordwestlichen Hunan in China vor. Seit seiner Entdeckung wird er weltweit in Parks und Gärten als  Zierbaum angepflanzt und kann Temperaturen bis -32°C standhalten.

Natürliche Vorkommen des Urweltmammutbaums
Wer Interesse hat, an weiteren besonderen Bäumen, sollte sich die Wollemi Pinie etwas näher anschauen. Die Wollemi Pinie wurde erst im Jahr 1994 entdeckt und gilt als botanisches Wunder.
Hans, am 12.08.2009
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