Mobbing in der Schule
von Kiki
Mobbing ist längst aus der Erwachsenenwelt in die Welt der Kinder getreten
Sensible Psyche von Kindern
Mannigfaltige Anforderungen an unsere Kinder
Die Psyche von Kindern ist besonders sensibel eingestellt. Deshalb sind gerade die Eltern dazu verpfllichtet, diese zu schützen, um eine gesunde Entwicklung ihres Kindes zu gewährleisten. Gerade im Schulalltag werden die Kleinen und Großen mit unzähligen Anfroderungen konfrontiert. Lehrer fordern Leistungen. Die Eltern erwarten gute Ergebnisse, damit aus ihrem Sprößling etwas wird. Oftmals ist es gerade in ländlichen Gegenden dann noch so, dass die Kinder einen weiten Schulweg haben, d.h. sie müssen morgens sehr zeitig das Haus verlassen und kommen erst am späten Nachmittag zurück. Dann sollen sie aber auch noch für die Schule arbeiten. Im Haushalt gibt es aber auch noch ab einem bestimmten Alter Aufgaben zu erfüllen. Sie leisten oft mehr als ein Erwachsener, der nach seinen acht Arbeitsstunden in seine Freizeit startet. Es sollte nämlich dabei nicht vergessen werden, dass die Kinder bei der Erfüllung ihrer schulischen Aufgaben sich immer im Bereich der geistigen Arbeit befinden. Der Erholungsprozess bei dieser Art von Arbeit benötigt eine viel längere Zeit, als dies der Fall bei körperlicher Arbeit ist. Nicht vergessen sollte man auch die Probleme, die die Kinder in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen haben. Sie stellen häufig eine extrem hohe Belastung für sie dar.
Normale Auseinandersetzungen oder Mobbing
Wann kann man von Mobbing sprechen
Schon unsere Eltern haben den Grundsatz vertreten, dass Kinder ihre Ausienandersetzungen selbst klären müssen. Nur so können sie auch später in der Welt bestehen. Sie müssen sich selbst verteidgen können. Erwachsene sollten sich da nicht einmischen.
Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Dennoch sollten Eltern ein Feingefühl dafür entwickeln, wann ihr Kind in Not ist und die elterliche Hilfe dringend benötigt. In unserer Gesellschaft ist auch bei Kindern die Hemmschwelle für Mobbing drastisch abgesunken, manchmal mag man meinen sie tendiere gen Null.
Ab wann spricht man aber nun von Mobbing bei Kindern. Sie sind mal Freund, dann wieder nicht, schimpfen über Mitschüler. Das alles ist im Rahmen des Normalen. Doch kommt es bei einem Kind zu Veränderungen, sollten die Eltern sich um ihr Kind verstärkt kümmern. Ein Kind, ganz gleich welchen Alters, das immer fröhlich war, wirkt mehr und mehr bedrückt. Hier sollten die Erziehungsberechtigten feinfühlig den Grund dieser Veränderung erfragen.Dabei wird ein Kind, das sich so verändert, nie offen mit seinen Problemen sich jemanden anvertrauen. Im Gegenteil, es wird vielleicht sogar aggressiv reagieren und alles herunterspielen wollen. Hilfreich ist auch, sich mit den Lehrern in Verbindung zusetzen. Denn eine solche Veränderung vollzieht sich nicht nur im familiären Bereich, sondern auch im schulischen Bereich. Hier ist dann die so gern gepriesene Zusammenarbeit von Eltern und Schule gefragt. In den meisten Fällen vollzieht sich diese Veränderung bei Mobbingopfern jedoch nicht unmittelbar, sondern das Ganze ist ein sich langsam vollziehender Prozess. Je mehr die Opfer aber in die Enge getrieben werden, umso schneller verändern sie ihr Verhalten.
Hilfe für gemobbte Kinder und deren Eltern
Hilfsangebote suchen und annehmen
Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind sich in einer solch ausweglosen Situation befindet, sollten sie, nachdem sie auch in der Schule mit den Lehrern gesprochen haben, ihrem Kind hilfreich zur Seite stehen. Die meisten Eltern sind damit jedoch überfordert. Damit sie ihrem Kind trotzdem einen Ausweg aus dieser Situation geben können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Erst einmal muss das familiäre Umfeld so sein, dass die Kinder ihre Familie als Schutzwall gegen äußere Angriffen erkennen. Ein offenes Ohr, auch nach einem anstrengendem Arbeitstag, feste Familienrituale sind ein erster Schritt. Vertrauen schaffen zwischen Eltern und Kind oder auch zwischen den Geschwistern unabdingbar.
Doch je nachdem wie weit sich das Opfer in einer Ausnahmesituation befindet, ist eine professionelle Hilfe von nöten. In diesem Fall bieten diakonische Einrichtungen ein gut fundiertes Hilfsangebot. Hier arbeiten ausgebildete Psychologen, die meist noch eher an die Kinder herankommen als die Eltern. Das Problem ist nur, dass man das Kind erst einmal dazu bewegen muss, dorthin zu gehen. Die Hilfe dort ist - und das ist für viele Eltern wichtig - kostenfrei.
Viele der Hilfesuchenden haben mit den diakonischen Einrichtungen gute Erfahrungen gemacht. Bei den Sitzungen jedoch sind die Eltern nicht dabei. Dafür gibt es dann Sondersitzungen, wo natürlich die Eltern über die Probleme und die Lösungsansätze informiert werden, um gemeinsam die Kinder aus ihrer Leidenssituation herauszuholen.




Bücher im multimedialen Zeitalteram 24.04.2012
"Die Dolmetscherin" - Ein Politthriller made by Sydney Pollackam 22.01.2012
Mode und Millionenam 19.01.2012
Stricken, Häkeln, Nähen - Nur was für Omis oder?am 05.01.2012




Kommentare
Der Rückhalt von Familie und Freunden ist besonders wichtig und darauf kann man wirklich stolz sein. Nein, von der Gesellschaft ist wenig Hilfe zu erwarten, denn jeder hat Angst, irgendetwas zu verlieren, den Arbeitsplatz, Freunde oder auch sein "Gesicht".
Schön, dass ihr es gemeinsam geschafft habt.
LG Kerstin
ja ich weiß, wovon Sie reden, ich stand sowohl auf der einen wie auf der anderen seite. und selbst die lehrer, die helfen wollen, werden dann zum mobbingopfer in der schule, oder man bezeichnet als störenfried, lässt sie wissen, dass sie nicht in das schema passen, echt traurig, aber deswegen gibt es ja solche seiten, wo man seine erfahrungen mitteilen kann um auch anderen zu helfen, denn auf die gesellschaft sollte man sich nicht mehr verlassen
ich hätte mein kind fast verloren, das tut verdammt weh, doch ich konnte sie auffangen, denn ich war stark für uns zwei und mein sohn hat mir den rücken gestärkt und auch der kleinen, ich bin stolz auf das, was ich meine familie nenne
herzlichst
kerstin
Leider rennen Eltern, die sehen, was los ist, oft gegen Wände aus Beton. Die sogenannte "Zusammenarbeit" zwischen Elternhaus und Schule sieht in der Regel ganz anders aus. In dieser Gesellschaft wird erst dann eingegriffen, wenn etwas Dramatisches passiert. Die Kinder, die Opfer sind, werden als solche nicht gesehen - im Gegenteil, die Schuld wird ihnen oder den Eltern gegeben. In der Familie wird stets zuerst nach dem Auslöser gesucht, auch wenn eindeutig ist, dass jener im Umfeld der Schule zu sehen ist.
LG Kerstin
Ja ganz genau, aber am schlimmsten ist es dann, wenn die kinder nach hause kommen und sagen: "wenn ich morgen wieder in diese schule muss, dann springe ich von der G... brücke". Wenn man dann als Eltern in die schule geht und um ein gespräch bittet und man wird als übermutter abgewimmelt, dann hört bei mir alles verständnis auf. Und als Pädagogin muss ich sagen, diese lehrer sind fehl in ihrem beruf.
danke für den kommentar
herzlichst
kerstin (ja genau so)
Ein sehr wichtiges Thema, was trotz Aktualität immer noch nicht offen ausdiskutiert wird. Mobbing gilt als "Modeerscheinung" und selbst gewisse Lehrer wollen es nicht sehen, wenn Eltern mit den Verdacht an sie herantreten, dass ihr Kind gemobbt wird. Zudem steht die Schulpflicht über dem Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen. Kinder, die in der Schule gemobbt werden entwickeln jedoch eine Schulangst, und damit beginnt das Martyrium für betroffene Kinder und deren Eltern.
http://pagewizz.com/schulangst-und-ih...
LG Kerstin