Krebs erregende Substanzen in Sonnencremes

In den Medien gab es immer wieder Meldungen über möglicherweise Krebs erregende Inhaltsstoffe in Sonnenschutzprodukten. Egal ob die teure Sonnencreme aus der Parfümerie oder die preiswerte Marke aus dem Drogeriemarkt - normale Sonnenschutzprodukte enthalten immer verschiedene Chemikalien zum Beispiel zur Konservierung oder auch für den Sonnenschutz selbst. Dies gilt in gewisser Weise sogar für Naturkosmetik, auch hier kommt oft Chemie zum Einsatz. Konservierungsstoffe, Lösungsmittel, Erdölprodukte, künstliche Duftstoffe und chemische UV-Filter machen den Sonnenschutz umstritten. Kritische Stimmen behaupten sogar, dass nicht die Sonne Hautkrebs fördert, sondern der Sonnenschutz. Tatsächlich reagieren einige Chemikalien bei Sonneneinstrahlung und verändern sich. Die Auswirkungen sind noch nicht hinreichend erforscht. Es gibt also viele gute Gründe, auf einen natürlichen Sonnenschutz zu setzen. Die Ureinwohner des Amazonas schützen ihre Haut mit Pflanzensäften vor der Sonne. Auch Pflanzenöle haben einen natürlichen Lichtschutzfaktor, der unsere Haut zuverlässig schützen kann.

Pflanzenöle haben einen natürlichen Lichtschutzfaktor

Pflanzenöle haben von Natur aus einen gewissen Lichtschutzfaktor, der die Haut vor den schädlichen UV-Strahlen schützt. Jedes Öl blockiert ca. 30 % der Sonnenstrahlung, einige Öle schaffen aber sogar noch mehr. Bis zu einem Lichtschutzfaktor von vier kann die natürliche Schutzwirkung gehen.

Dies bedeutet, dass man sich mit einem solchen Öl viermal länger in der Sonne aufhalten kann, als ganz ohne Sonnenschutz. Ob ein Lichtschutzfaktor von vier ausreichend ist, hängt vom eigenen Hauttyp ab. Wer empfindliche, helle Haut hat, braucht möglicherweise einen höheren Schutz. Doch Bedenken Sie: der Sonnenschutzfaktor gibt nur die maximale Zeit an, die man länger in der Sonne bleiben kann, als ohne Schutz. Selbst mit sehr heller Haut kann auf chemische Sonnenschutzmittel verzichtet werden, dann sollte allerdings rechtzeitig der Schatten aufgesucht werden. Mit einem Lichtschutzfaktor vier durch ein Pflanzenöl wäre dies bereits nach 30-40 Minuten spätestens der Fall.

Wer langsam eine gesunde Bräune aufbaut, kann dann auch länger in der Sonne bleiben. Menschen mit dunkler oder bereits vorgebräunter Haut können sich ausschließlich mit Öl vor der Sonne schützen. Aber auch hier sollte man vorsichtig sein und lieber zu früh aus der Sonne gehen, als zu spät.

Der Lichtschutzfaktor verschiedener Pflanzenöle - Diese Öle sind zum Sonnenbaden besonders gut geeignet

  • Walnussöl färbt die Haut leicht braun, es bietet einen Lichtschutzfaktor von 3-4.
  • Sesamöl hat den höchsten Lichtschutzfaktor, er beträgt 4-5.
  • Auch Jojobaöl schützt die Haut mit dem Faktor 4
  • Avocadoöl hat den Faktor 3
  • Himbeerkernöl wird auf bis zu 8 geschätzt (UVB) und sogar über 20 für UVA
  • Alle anderen Pflanzenöle wie Kokosöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Rapsöl haben mindestens den Schutzfaktor 2.

Kinder brauchen mehr Schutz

Damit Kinder unbeschwert am Strand spielen können, ist ein höherer Schutzfaktor nötig. Naturkosmetik mit Titandioxid und Sheabutter ist eine gute Alternative, diese Cremes färben zwar die Haut kalkweiß, schützen aber sehr viel stärker. Leichte Kleidung und ein Sonnenhut sind ebenfalls unverzichtbar.

Angela Michel

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