Die Macht der Gewohnheit - Hier ein Kippchen und da ein Kippchen

Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich an vieles. So auch an das Rauchen. Bei dem einen geht die Zigarette an, wenn die Augen gerade auf sind, bei einem anderen gehört die Zigarette ebenso zum Frühstück, wie der geliebte Kaffee. Nach dem essen wird sowieso geraucht und auch über den Tag verteilt gibt es genügend Situationen, in denen man einfach Rauchen "muss".

 

Das essen schmeckt erst dann gut, wenn danach gepflegt ein Kippchen geraucht wird, und natürlich geht auch das Telefonat mit der besten Freundin oder dem besten Freund nur, wenn dabei gequalmt wird. Nach einer Weile gibt es eigentlich keine Gelegenheit mehr, zu der nicht geraucht wird.

 

Deswegen ist es wichtig, dass alte Gewohnheiten abgelegt werden. Denn nur, wer in seine gesamten Tagesablauf etwas ändert, kann auch sein Rauchverhalten ändern.

Den Anfang machen – Einschränkung ist das Zauberwort

Sicherlich nicht leicht, aber diesmal muss man den inneren Schweinehund besiegen, und sich selbst in die Schranken weisen. Dazu ist es aber nötig, das eigene Rauchverhalten zuerst einmal ehrlich, und damit meine ich auch wirklich ehrlich, zu betrachten und auf Papier zu bringen.

 

Am besten macht man über zwei oder drei Tage einen Plan, und für jede Kippe die geraucht wird kommt ein Strich auf das Papier.Wer hierbei nicht ehrlich ist, hat gelitten! Auf diesem Plan baut das Einschränken vom eigenen Zigarettenkonsum auf.

 

Kommt man nach zwei Tagen auf einen Durchschnitt von 30, 40 oder auch mehr Kippen, dann gibt es ab sofort zehn Glimmstengel weniger. Liegt man darunter, dann kürzt man nur um fünf Glimmstengel. Damit ist der erste Schritt und auch das erste Einschränken geschafft, und es kann los gehen.

elektro-zigarette (Bild: fRandi-Shooters / Flickr)

Einteilen – der Tag ist lang

Damit man nicht schon am Nachmittag ins schwitzen kommt, weil alles aufgeraucht ist, sollte man sich die tägliche Ration Zigaretten gut auf. Und einteilen. Sicherlich hat jeder einen ganz besonderen Tagesablauf, der aber irgendwie immer gleich gestaltet ist.

 

Vor der Arbeit, während der Arbeit, Pausen, der Nachmittag zu Hause, abends vor dem Fernseher usw. Am besten teilt man sich die Kippen sinnvoll für den ganzen Tag ein und hat immer noch einen Zettel bereit. Für jeden Tag eine Spalte, und pro gerauchter Zigarette wird ein Strich gemacht. So wird einem selbst oft erst bewusst, wie viel man wirklich qualmt.

 

Gewonnen hat nun der, der es schafft bei der reduzierten Menge zu bleiben und nach einer Woche immer noch nicht mehr als ausgerechnet raucht. Dann kommt nach einer Woche die nächste Einschränkung. Auch wenn alles gut klappt, sollte diese Woche eingehalten werden, damit sich der Körper leichte entwöhnen kann, und der Entzug möglichst nicht so stark ist.

 

Ein Zimmer ohne Qualm und Rauch

Das ist der nächste Schritt, der zusätzlich zu der reduzierten Zigarettenmenge hinzu kommt. Ein Zimmer in Ihrer Wohnung, in dem ab sofort nicht mehr geraucht wird. Ist das aus Platzgründen nicht möglich, dann muss man sich anders einschränken. Zum Beispiel wird in der Küche nicht mehr geraucht oder man verzichtet beim TV auf das Rauchen. Sinn macht das natürlich nur, wenn wirklich ein Zimmer oder ein Ort gewählt wird, an den man sich auch oft genug aufhält.

 

Das reduziert das Ganze noch einmal, bzw. macht es das Rauchen etwas umständlicher. Läuft nämlich der Film auf den man sich seit tagen freut, dann wird man sehr wahrscheinlich nicht die Hälfte davon verpassen wollen, wenn man vor der Glotze nicht mehr raucht. Hat auch das für eine Woche geklappt und die Kippenmenge ist noch schön reduziert, kommt die nächste Stufe.

 

Weniger ist manchmal mehr – wir reduzieren noch einmal

Nachdem zwei Wochen mit weniger Kippen und weniger Qualm ganz gut geklappt haben, wird ab sofort wöchentlich gekürzt. Diesmal aber nicht wie zu beginn in 10er- Schritten, sondern nur fünf Zigaretten pro Woche. Dies allerdings jede Woche. Und immer noch ist der Plan gültig, auf dem für jede gerauchte Kippe pro Tag ein Strich gemacht wird.

 

Wer zu Beginn 30 Zigaretten hatte, die Ration dann wie beschrieben gedrosselt hat und nun nochmals fünf davon abzieht, kann sich gratulieren. Warum? Er raucht nur noch die Hälfte. Und das in einem Zeitraum von gerade mal zwei Wochen.

 

AlexandraMuders, am 21.04.2012

Kommentare


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AlexandraMuders am 30.10.2012

Glückwunsch ;-)

Merlin am 24.10.2012

25 Jahre nikotinfrei! Gott sei dank!



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