Die Spitzenverdiener unter den Fußball-Profis - Viele richten die Wahl ihres Arbeitsortes nach dem Steuersatz

Zu welchem Ergebnis führt es, wenn man Spitzenverdienern zu hohe Steuersätze aufbrummt? Sie suchen ganz einfach das Weite.

Diese Möglichkeit nutzen zumindest Fußball-Profis, denn sie können auch in anderen Ländern kicken, um einen steuerlichen Vorteil zu nutzen.

 

"Beckham-Gesetz"

Fußball-Größen wie Beckham oder Ronaldo machen die Wahl ihres Arbeitsortes davon abhängig. So müssen Spaniens Fußball-Millionäre einen nahezu lächerlichen Steuersatz bezahlen, wovon die Klubs wiederum profitieren.

Grund für die niedrige Besteuerung ist die wohl eher sportliche Einstellung des spanischen Parlaments.

Auch wenn es kurzfristig im Gespräch war die Reichensteuer anzuheben, ließ man aber auch genau so schnell wieder von diesem Gedanken ab.

Grund dafür war nicht minder die Drohung der katalanischen Nationalisten den Jahreshaushalt kippen zu wollen, falls die Reform der Ökolinken wirklich greifen sollte.

Dies reichte wohl als Druckmittel aus.

Seit Ende 2003 werden Fußballprofis nach einem Gesetz gehandelt, (dem sog. "Beckham-Gesetz") welches besagt, dass ausländische Spitzenkräfte, die von spanischen Unternehmen verpflichtet werden, lediglich einen Höchstsatz von 25 Prozent auf ihr Einkommen zahlen müssen. Und dies für einen Zeitraum von sechs Jahren. 

Aber als wäre dies nicht schon genug Vorteil, machen sich die Profis auch noch weitere zunutzen. So müssen z. B. in Spanien gehaltene Vermögen überhaupt nicht versteuert werden. Auch brauchen die Star-Kicker Werbe-Auftritte außerhalb von Spanien nicht zu versteuern.

Schon beachtenswert, welche Vorzüge Spitzenverdiener unter gewissen Umständen genießen dürfen, wenn man bedenkt, wie die Normalsterblichen allerorts zur Kasse gebeten werden.

Da bekommt die Aussage "sein Hobby zum Beruf" zu machen gleich noch einen ganz anderen Blickwinkel.

Aber ich schätze für die meisten Menschen unter uns ist es nun zu spät, noch eine Fußball-Karriere anzustreben.

Daher ist es umso wichtiger, wenigstens den nötigen Spaß bei seiner Arbeit zu haben. Denn glücklich bei dem zu sein, was man tut, ist auch eine Art von Reichtum.  

Saramis, am 20.02.2011
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