Die Ähnlichkeit der beiden Angebote ist verblüffend. Da stellt sich die Frage: Wer hat denn von wem kopiert? Oder wie es in der Ricola Werbung so schön heißt: "Wer hat's erfunden? - Die Schweizer!!" Nein, es waren natürlich die Amerikaner und zwar mit Squidoo.com und HubPages.com. Dabei ähnelt Pagewizz vorwiegend HubPages und Pageballs erinnert sehr deutlich an Squidoo. Beide US Portale sind nur in Englisch verfügbar, was letztlich die Daseinsberechtigung für die deutschen Analogons ist. Tatsächlich trat Pagewizz früher auf die deutsche Bühne, jedoch nur mit wenigen Monaten Vorsprung.

Gemeinsamkeiten

Auf beiden Plattformen können "normale Internetnutzer" als Autoren eigene, persönliche Artikel über nahezu beliebige Themen verfassen und werden an den erzielten Werbeeinnahmen beteiligt.

Die Artikel werden dabei aus verschiedenen Bausteinen, wie z.B. Texten, Bildern und Videos zusammengesetzt, wodurch technisch gesehen die Erstellung sehr einfach ist.

Einnahmen und Bezahlung

1. Pageballs

50% Beteiligung: Dabei wird von Pageballs anhand der Seitenabrufe ermittelt, wie hoch die Einnahmen einer Seite sind. Nach erreichen der Auszahlungsgrenze (mind. 10 EUR, fair) wird per PayPal überwiesen.

Vorteile:
1. Nach der Anmeldung bei Pageballs kann sofort Geld verdient werden und es ist keine Anmeldung bei Dritten Werbepartnern notwendig.
2. Für jeden Artikel sind die Einnahmen bereits intern einzeln ersichtlich
(s. auch Nachteile, Punkt 2)

Nachteile:
1. Die Verteilung der Einnahmen ist undurchsichtig und kann vom Autor nicht nachvollzogen/kontrolliert werden.
2. Einnahmen aus AdSense werden bei Pageballs vermutlich anhand von Seitenbesuchern verteilt. Allerdings bedeuten hohe Besucherzahlen in der realen Welt nicht unbedingt höhere Einnahmen. Dies hängt stark vom Themengebiet und dem Seiteninhalt ab.

 

2. Pagewizz

50% Beteiligung: Autoren müssen sich für Einnahmen zunächst bei Google AdSense bzw. Amazon anmelden, so dass Pagewizz die Partner-ID auf den erstellten Seiten des Autors integrieren kann. Einnahmen werden dadurch direkt von Google und Amazon gutgeschrieben und ausbezahlt.
Zusätzlich kann auf Pagewizz Mitgliederwerbung betrieben werden, wodurch weitere dauerhafte Einnahmen erzielt werden (mehr dazu auf der Hilfeseite Pagewizz - Einnahmequellen)

Vorteile:
1. Die Einnahmen sind transparent und können anhand von Links bzw. im HTML-Code der Seiten vom Autor kontrolliert werden. Außerdem steht Google Analytics für Autoren zur Verfügung, womit detaillierteste informationen sowohl zu Besuchern als auch entsprechenden Einnahmen erhalten werden.
2. Korrekte und faire Zuordnung der Werbeeinnahmen: Ein erfahrener Autor mit gut platzierter Werbung bzw. entsprechenden Inhalten verdient mehr, als ein Autor mit ungeschickt eingesetzter Werbung oder (finanziell) ungeeigneten Themen.
3. Google AdSense kann auch auf weiteren Websites, wie z.B. Blogs eingesetzt werden bzw. bereits angemeldete AdSense Nutzer können ihre vorhandene ID auch auf Pagewizz nutzen.

Nachteil:
Es ist eine extra Anmeldung bei Dritten (Google und Amazon) notwendig, bevor Geld verdient werden kann.

Seitenerstellung - Bausteine bearbeiten

Beide Projekte bedienen sich einem leicht zu bedienenden Baustein-Prinzip, dennoch gibt es gravierende Unterschiede.


1. Pageballs

Vorteil:
Leicht, verständlich und überschaubar

Nachteile:

1. Beim Bearbeiten ist häufig ein vollständiges Neuladen der ganzen Seite notwendig, was das Arbeiten mühsam und langsam gestaltet.
2. Es gibt aktuell nur 4 Bausteine (Text, Bilder, Amazon, Flickr)... mehr sind möglichwerweise in der Entwicklung. Die Bedienung der Bausteine ist zwar einfach, jedoch sind nur sehr wenige Optionen verfügbar.
3. Abgesehen vom Intro-Bild kein Hochladen von eigenen Bildern möglich

 

2. Pagewizz

Vorteile:
1. Flüssiges und angenehmes Bearbeiten der Artikel ohne Seiten-Reloads
2. Es stehen 20 Bausteine zur Verfügung: Texte, Bilder, Videos, Flickr, Abstimmungen, Link-Listen, Google Maps, Wikipedia, Feeds, Blogs, Dateien-Downloads usw.
3. Insbesondere der Amazon-Baustein (der ja maßgeblich zu den Einnahmen beiträgt) besitzt viele Darstellungsoptionen, um möglichst effizient produkte im Artikel vorzustellen
4. Bilder-Hochladen sowohl im Text- als auch im Bilder-Baustein möglich.
5. Zweispaltiges Layout bietet mehr Freiheit

Community

Auf Pageballs geht es vorwiegend um die Artikel selbst, die für Suchmaschinen exzellent optimiert sind und dadurch ständig neue Besucher anziehen.

Pagewizz setzt neben herausragender Suchmaschinenoptimierung zusätzlich Gewichtung auf eine aktive Community. Es können Fan-Gemeinschaften gebildet werden und jeder Autor erhält einen eigenen Feed für neue Veröffentlichungen. Die Autoren werden insgesamt mehr in der Vordergrund gerückt, wodurch teils intensives Feedback über Bewertungen, Kommentare und private Nachrichten bei neuen Artikeln zustande kommt.
Eure Meinung?

Fazit

Pageballs und Pagewizz basieren auf dem selben Konzept und die möglichen Einnahmequellen sind vergleichbar: Pagewizz bietet diesbzgl. mehr Transparenz und Flexibilität, wohingegen bei Pageballs keine Zusätzliche Anmeldung bei Google oder Amazon notwendig ist.


Solider Nebenverdienst als Hobby-Autor auf Pagewizz 
Persönlich bevorzuge ich Pagewizz, da dort die Seitenerstellung deutlich komfortabler abläuft. In diesem Punkt steckt Pageballs derzeit sicher noch in den Kinderschuhen und wir sind gespannt auf kommende Entwicklungen.


So, und wer jetzt Lust bekommen hat um eigene Artikel zu schreiben, dem wünsche ich viel Vergnügen beim Ausprobieren - wo auch immer!
Simon, am 06.08.2010
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Bildquelle:
M. Steininger - Die Persönliche Note (Die Kommentarfunktion effektiv nutzen: Durch passende Kommentare ei...)

Autor seit 5 Jahren
27 Seiten
Pagewizz auf Facebook
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