Die einzelnen Berufsbezeichnungen

  • Fußpfleger/in
  • Med. Fußpfleger/in
  • Kosmetische Fußpflege
  • Podologie
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Bei Fehlstellungen der Füße schleichen sich sehr schnell Knie-, Hüft- und Wirbelsäulenschäden ein. (von Alma)

Fußpflege

  • Fußpfleger/in

Der Beruf ist nicht geschützt. Jeder, der sich berufen fühlt, darf sich einen Gewerbeschein holen und mit der Fußpflegebehandlung beginnen. Eine Ausbildung ist nicht notwendig. Es besteht aber die Möglichkeit, in kurzer Zeit die Grundkenntnisse der Fußpflege in Kursen zu erlernen.

Die medizinische Fußpflege


  • Die medizinische Fußpflege ist genau wie die Fußpflege, ein ungeschützter Beruf. 
Ein Fußpflegekurs ist erforderlich. Die Dauer und Strukturierung des Kursus liegt im ermessen des Kursleiters. Es können Kurse belegt werden von einer Woche, einige Wochenenden oder im günstigsten Fall, vier volle Wochen oder etwas länger. Danach wird eine Prüfung abgelegt in Anwesenheit eines Arztes, der auch das Zertifikat unterschreiben muss.

Diese Kurse werden kaum noch angeboten, da die Bezeichnung medizinische Fußpflege seit einigen Jahren gesetzlich verboten ist. Eine Weiterbildung für medizinische Fußpfleger/innen zum Podologen ist jedoch möglich, und kann daher, bei der medizinische Fußpflege zusätzlich mit angegeben werden.

Kosmetische Fußpflege

 

  • Die kosmetische Fußpflege bedarf keiner Erklärung. Das liegt im kosmetischen Bereich und keiner medizinischer Betreuung.

Podologie - Die Bezeichnung ,Podologie´ ist kaum bekannt. Aufklärung tut not

Die Podologie zählt zu den medizinischen Fachberufen und ist ein examinierter Beruf. Je nach Bundesland ist ein unterschiedlich hohes Schulgeld zu zahlen und kann über BAföG gefördert werden.


1980 eröffnete in Braunschweig die erste Schule für Podologie. Inzwischen ist die Nachfrage für den interessanten Beruf gestiegen, sowie auch die Podologieschulen. 

Die Ausbildung, staatlich anerkannte Podologen, dauert zwei Jahre in Vollzeit oder drei Jahre berufsbegleitend. Podologie umfasst eine intensive Ausbildung von 2000 Unterrichtsstunden. Dazu kommen weitere 1000 Stunden in verschiedenen Praktika. 

Die wöchentlichen Unterrichtsstunden von 32 bis 38 Stunden richten sich nach dem bundesweit gültigen Podologengesetz mit Ausbildungs- / Prüfungsverordnung.

Aufgaben des Podologen

  • Schneiden der Nägel
  • Behandlung eingewachsener Nägel
  • Nagelpilz
  • verdickter Nägel
  • Entfernen von Hühneraugen 
  • Behandeln von Fußwarzen
  • Anfertigung spezieller Nagelspangen 

              (Bei eingewachsenen Nägeln)

  • Anfertigen Druckentlastungspolster, (Orthesen)
  • Beratung von Diabetikern

Die Unterrichtsfächer der Podologie

  • Anatomie
  • Psychologie 
  • Hygiene
  • Arbeitsrecht
  • Praxisablauf
  • Anfertigen von Orthesen
  • Organisation
  • Dokumentation
  • Erkennen von Fußfehlstellungen
  • Deformitäten am Fuß und Nagel
  • Arzneimittellehre, sofern es für die Behandlung am Fuß notwendig ist.

Der ausgebildete Podologe ist im medizinischen Bereich tätig

Podologen erkennen pathologische Veränderungen und krankheitsbedingte Probleme am Fuß. Sie arbeiten eng mit Ärzten, Hautärzten, Orthopäden und Physiotherapeuten zusammen. Der ausgebildete Podologe ist im medizinischen Bereich tätig und kann daher seine Leistungen mit der Krankenkasse abrechnen, sofern diese vom Arzt verordnet werden. Der diabetische Fuß, in einem fortgeschrittenen Stadium, darf nur von Podologen behandelt werden, sofern dieses vom Arzt verordnet wird. Häufig arbeiten Podologen in diabetologischen Schwerpunktpraxen. 

Die Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannter Podologe" ist gesetzlich geschützt, und darf nur von Personen mit einer staatlichen Anerkennung geführt werden.
Alma, am 01.02.2012

Kommentare


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Alma am 01.02.2012
Das ist ja kaum bekannt, was sich hinter der Berufsbezeichnung verbirgt. Deshalb fand ich das sehr wichtig, einmal darüber zu schreiben. Danke für dein Kommentar.
Heischu am 01.02.2012
Danke Alma, jetzt weiß ich, dass ich mich lieber einem Podologen anvertrauen sollte, wenn sich jeder Fußpfleger nennen darf. LG Heike


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mitp-Verlag (Basiswissen Consulting – Der Elch auf dem Tisch und andere Beratung...)
Konstantin Gastmann /pixelio.de (12 überraschende Anzeichen dafür, dass Sie ein Unternehmertyp sein ...)

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