Schade ich bin Erwachsen!
von oktoneuner
Die einfache und unvoreingenommene Art mit anderen umzugehen verliert sich je älter man wird.
Hallo !
Ich habe mir nur mal Gedanken gemacht , welche Nachteile sich durch das Erwachsenwerden ergeben.
Als Kind freut man sich darauf endlich groß zu sein, um endlich machen zu können was man will. Aber macht man das dann auch? Wie einfach war es Jemanden kennen zu lernen. Im Sandkasten sich daneben gesetzt und die frage; kann ich mitspielen ?, hat alles geklärt.
Im Sandkasten sitzt man nun selten und spielen tut man auch weniger. Also ist das finden von neuen Freunden sehr viel schwieriger. Stellt euch vor man wird im Supermarkt angesprochen mit der Frage," kann ich mitmachen ?". Na jeder guckt gleich ob das Portmonee noch da ist.. Oder beim Spaziergang kommt jemand und fragt kann ich mitkommen. Ist sicherlich keine schlaue Art Kontakte zu knüpfen, aber so war es nunmal als Kind.
Eigentlich verbaut man sich selbst die Chance interessante Leute kennen zu lernen. Die Organisation des Alltags hat uns fest im Griff. Man nimmt sich kaum Zeit für den Menschen neben sich. Ich bin überzeugt das nicht immer die schlechten Erfahrungen Schuld sind. Auch ist es der Verhaltenskodex. Man macht das nicht. Man fühlt sich schnell belästigt. Jeder spult sein Programm ab und alles, was dazwischen kommt, stört.
So ist man in seinem Alltag gefangen,mit Ketten die man sich selbst anlegt. Schade.



Kommentare
Hallo Oktoneuner,
das ist ein Teil meiner Erfahrung die ich während meiner Arbeit mit Jugendlichen gemacht habe. Teilweise trifft das auch auf Erwachsene zu. Manchmal genügt ein kleines Wort, und eine Barriere kann überwunden werden.
LG
Petra
Hallo Stehlampen-Petra
Das finde ich eine gute Idee, das "Mitmachen " wollen auch zu sehen und Mut zu zusprechen. Keiner muss abseits stehen nur weil er schüchtern ist.
Schöner Artikel,
das Wichtigste scheint mir zu sein die Augen nicht zu verschließen und zu sehen wenn jemand "Mitmachen" möchte.
Vermutlich muss jeder seinen Weg finden um die Ketten zu sprengen, aber Dein Vorschlag einfach offen durch die Welt zu gehen, gefällt mir :)
Hallo oktoneuner,
ja, ich finde du hast Recht - man sollte wirklich mit mehr Aufmerksamkeit durch die Straßen gehen. Nur wenn man nicht durch die Menschen durchschaut, kann man Chancen entdecken mit wem man einen netten Dialog - wenn auch nur kurz - führen kann. Sei es im Kaffeehaus, im Supermarkt oder beim Spazierengehen im Park. Ich persönlich finde es auch total interessant in einem Straßencafé zu sitzen und einfach die Menschen zu beobachten. Deswegen freue ich mich jetzt schon wenn das schöne Wetter wieder kommt - dann kann ich das wieder mal am WE machen!
LG
Sunelly
Hallo WizzLord
Eine Lösung die Ketten zu sprengen habe ich nur für mich gefunden. Ich gehe nicht mit dem Blick nach unten durch die Gegend und sehe den Mitmenschen ins Gesicht. An der Reaktion von meinem Gegenüber merke ich dann ob er seine Ruhe haben will,er oder sie wendet sich ab,oder ein nettes Gespräch und wenn es nur übers Wetter ist entsteht. Es klappt wirklich.
Probier es aus,nur Mut !
Hallo oktoneuner,
hast Du einen Lösungsvorschlag, um die Ketten zu brechen?
Ein - wie ich finde - wichtiges und nützliches Thema.
Hallo oktoneuner,
als Kind bekommt man ja auch bei Zeiten bei gebracht: "Mach dies nicht! Sei leise! Pass auf, dass Du nicht aus dem Rahmen fällst! Das kannst Du noch nicht! Dafür bist Du noch zu klein, schon zu alt ...!" So wachsen viele Kinder heran und wenn sie Erwachsene sind, haben sie kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl und trauen sich nichts zu. Wirklich Schade!
Liebe Grüße
Achatnia