Schlaf fördert das Wachsein

von Rena

Gedanken und Informationen zum Thema Schlaf

Schäfchen zählen
Schäfchen zählen
Chris / pixelio.de

Schlafprobleme - weit verbreitet

Jede Unterhaltung erfährt durch das Thema Schlaf neuen Auftrieb.Das Wort Schlaf löst sofort eine Kette von Assoziationen aus. Schlafschwierigkeiten, hauptsächlich das Einschlafen betreffend, werden auf die verschiedensten Arten bekämpft: Durch Schäfchenzählen - eher für den visuellen Typ geeignet, Zählen ohne Schäfchen - eher langweilig, aber gerade dadurch vielleicht wirksam, Rückwärtszählen - für Anspruchsvolle. Auch verschiedene Getränke werden als probates Einschlafmittel genannt: Das klassische Bier - wegen des Hopfengehaltes - ist in Verruf geraten, da Alkohol vor dem Schlafen zwar das Einschlafen fördern, jedoch das Durchschlafen behindern soll. Unliebsamer Nebeneffekt ist zudem die harntreibende Wirkung, die zusätzlich das Durchschlafen stört. Dies trifft natürlich auch auf nichtalkoholische Getränke zu. Die Befolgung der - aus medizinischer Sicht sinnvollen - Empfehlung, zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich zu nehmen, kann daher mit dem Wunsch nach einem ununterbrochenen Schlaf kollidieren.

Komplizierter werden Schlafprobleme, wenn man das Glück hat, mit einem geliebten Menschen im selben Raum und im selben Bett zu schlafen. Die Probleme können sich verdoppeln, denn jetzt hindert nicht nur die eigene Unruhe am Ein- oder Durchschlafen, sondern die des Partners überträgt sich ebenfalls durch dessen Umherwerfen und Aufstehen. Hier kommt auch noch das Thema Schlafstörung durch Schnarchen hinzu,  denn als Störung wirkt sich nur das Schnarchen eines anderen Menschen aus.  ... Weiterlesen auf pagewizz,

Antikels doppelbild
Antikels doppelbild
Gabi eder / pixelio.de

Die biologische Funktion des Schlafes

Ein Zeitungsartikel regt Gedanken über die Bedeutung des Themas an.

Ein sehr lesenswerter Artikel im 'Tagessgpiegel' vom 11.01.2112 hat unter der Überschrift  'Der Sinn des Schlafs' die Forschungsergebnisse bezüglich der Notwendigkeit des Schlafs für Lebewesen zum Inhalt. Der Autor, der Wissenschaftsjournalist Frank Ufen, fasst einige Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit zusammen. Danach gibt es bisher wenig gesicherte Erkenntnisse über die unterschiedliche Schlafdauer der einzelnen Lebewesen. Darüber, dass dem Schlaf eine biologische Schlüsselfunktion zukommt, gibt es jedoch kaum noch Zweifel.

Doch welche Aufgabe genau hat die Evolution dem Schlaf zugedacht?1

Neben der ökologische Theorie2, mit deren Für und Wider sich Frank Ufen in seinem Artikel auseinandersetzt, existieren noch andere Theorien. Die beiden Theorien, die für Laien am plausibelsten zu sein scheinen, sind die regenerative und die psychische Hypothese.

Die regenerative Hypothese

Sie geht davon aus, dass die Stoffwechselrate während des Schlafs abnimmt, die Ausschüttung einiger Hormone jedoch zunimmt. Zellen wachsen und  erneuern sich, Stoffwechselschlacken werden abgebaut. All diese während des Schlafs ablaufenden Prozesse sind durch Untersuchungen belegt, können aber auch von den meisten Menschen durch eigene Erfahrung bestätigt werden. Sie fühlen sich nach dem Schlafen erholt und ausgeruht. Manche erkennen dessen wohltuende Wirkung auch im Spiegel. Diese regenerativen Prozesse während des Schlafes sind auch bekannt unter dem Namen 'Schönheitsschlaf'. ... Weiterlesen bei Wikipedia.

Die psychische Hypothese (Verarbeitung von Erinnerung)

Die Berechtigung des alten Ratschlags für Schüler vor einer Lateinarbeit "leg' dir das Vokabelheft unter's Kopfkissen" ist längst wissenschaftlch belegt und wird von Frank Ufen an einem hübschen Beispiel illustriert. Zwei Forscher aus Chikago haben das Lernverhalten der Zebrafinken untersucht. Zebrafinken erlernen das Singen durch Zuhören und Einprägen der Melodien. Die beiden Forscher fanden heraus, dass die Zebrafinken die größten Lernfortschritte beim Schlafen machten. "Wir glauben, dass die Vögel vom Singen träumen. Sie können anscheinend speichern, welche Nervenzellen tagsüber beim Singen aktiv sind, und proben dann nachts."3

Die  psychische Hypothese wird von den meisten Menschen ebenfalls durch eigene Erfahrung bestätigt. Die nächtliche Verarbeitung der Tagesereignisse führt zu einer Art Entschlackung des Gedächtnisses. Überflüssige Informationen werden gelöscht, andere eingeordnet. Erlebnisse werden im Traum verarbeitet.

Allerdings stimmen in diesem Punkt  die subjektive Erfahrung und  Wissenschaft nicht immer überein. "Warum bekomme ich den Geburtstag von Tante Frieda nicht aus dem Kopf? Ich habe sie nie leiden können, und sie ist lange tot." Doch für derartige Besonderheiten dürften wahrscheinlich  - uns auch tagsüber -  unbewusste Emotionen verantwortlich sein.

Viele Menschen haben schon die Erfahrung gemacht, dass sie für ein Problem am Abend keine Lösung fanden, jedoch am Morgen mit der Lösung im Kopf aufwachten. Die Richtigkeit dieser Hypothese hat  Volksmund schon längst geahnt.. - Da muss ich erst 'mal drüber schlafen. - Das bringt mich um den Schlaf.

Ebenfalls durch Untersuchungen belegt ist die Erfahrung, dass ein Einfluss des Schlafes auf das Arbeitsgedächtnis besteht. Mangelnder Schlaf - wieviel Schlaf benötigt wird, ist allerdings individuell verschieden - führt zu einer Beeinträchtigung der Funktionen des Arbeitsgedächtnisses, also des Erinnerns, Speicherns von Informationen und Erfahrungen, aber auch des inhaltlichen Aufnehmens. ... Weiterlesen bei Wikipedia

Schlaf
Schlaf
Andrea Damm / pixelio.de

Anmerkungen

1 Frank Ufen: Der Sinn des Schlafs. 'Der Tagesspiegel' vom 11.01.2011

2 ebd.

 3ebd.

empfohlene Literatur:

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Rena, am 11.01.2012
 
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Kommentare


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Krimifreundin am 11.01.2012

Toller Artikel. Daumen hoch!

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