Das Schönste beim Tauchen ist das Gefühl der Schwerelosigkeit

Ohne das Jacket wird es schwierig, den Schwebezustand in der Tiefe zu erreichen.

Die Aufgaben, die ein Jacket erfüllen muss, sind recht vielfältig. Der wichtigste Punkt ist das Erreichen eines positiven Auftriebes an der Wasseroberfläche. Ist das BCD einmal mit Luft gefüllt, kann der Taucher ohne Anstrengung an der Oberfläche trieben.

Unter Wasser kann man durch ein leichtes Befüllen des Jackets dem Absinken entgegenwirken und erreicht so einen neutralen Auftrieb – man schwebt wie eine Wolke durch Neptuns Reich.

Letztendlich dient das BCD als Tragschale für die Pressluftflasche.

Die verschiedenen Jacket-Arten – wo liegt da der Unterschied?

Das ADV (Adjustable Diving Vest) – Jacket
Bei diesem Typ liegen die Luftkammern seitlich am Bauch und unterhalb der Arme. Die Vorteile sind der Tragekomfort durch die individuelle Einstellung. Ein Nachteil ist das relativ geringe Volumen.

Das Wing-Jacket
Hier liegen die Auftriebskörper am Rücken. Wing-Jackets zeichnen sich vor allem durch ihr großes Volumen und die angenehme Schwimmlage Unterwasser aus. Man hängt quasi an Luftflügeln. Nachteilig ist die Tatsache, dass einem die aufgeblasenen Luftflügel an der Wasseroberfläche stets nach vorne drücken.
 
Das Stabjacket
Bei dieser Jacketart hat eine umlaufende Blase, was bewirkt, dass sich die Luft automatisch an dem höchsten Punkt sammelt. Der Trage und Schwimmkomfort ist nahezu optimal. Allerdings liegt die Bebänderung des Jackets unterhalb der Luftblase, was das An- und Ausziehen erschwert.
 
Die Tarierweste
Sie ist quasi der Dinosaurier unter den Jackets und heute kaum noch anzutreffen. Den Beinamen "Klodeckel" trägt die Weste dank des klobrillenähnlichen Aussehens. Die Weste wird einfach über den Kopf gestülpt und mit Bändern fixiert. Dadurch, dass die Luftblase ausschließlich vorne liegt, dreht einem die Weste an der Oberfläche automatisch auf den Rücken. Somit kann sie das Ertrinken im Falle einer Bewusstlosigkeit an der Oberfläche verhindern. Ansonsten sind der Tarierweste keine weitern Vorteile zuzusprechen.

Welches Jacket ist das richtige für mich?

Ob Stabjackett, Wing-Jacket oder ADV – es ist, und bleibt Geschmackssache. Anzuraten sind auf alle Fälle BCDs mit integrierten Bleitaschen, da diese den generellen Tragekomfort über wie unter Wasser erheblich erhöhen. 

Zudem sollte das Jacket genügend Auftrieb bieten und optimal passen. Manche Jackets haben mittlerweile auf den klassischen Inflatorschlauch verzichtet. Die Tarierung wird mithilfe von Druckknöpfen oder kleinen Hebeln an der Jacketseite durchgeführt. HUB-Jackets haben sogar den Lungenautomaten intrigiert. Ob hier weniger nicht mehr ist, muss jeder für sich entscheiden.

Fazit

Eine fundierte Beratung ist super hilfreich, und wenn möglich, sollte man das Jacket vor dem Kauf erst einmal anprobieren. Wie immer lohnt sich der Gang ins Sporttauchgeschäft, wenn man nicht ganz genau weiß, was man benötigt.

Ich tauche schon seit langem ein Wing-Jacket. Die Schwimmlage unter Wasser ist sagenhaft, das Auftriebsvolumen ist ordentlich, es bietet reichlich D-Ringe zu befestigen von Zusatzausrüstung und der Tragekomfort ist dank integrierten Bleitaschen optimal.

Über die Autoren

The Hagenz, das sind Angelica & Daniel Hagen.

Angelica ist diplomierte Übersetzerin für Italienisch, Deutsch und Englisch mit über 16 Jahren Berufserfahrung.

Daniel ist gelernter Koch und Hotelbetriebswirt; 15 Jahre lang bereiste er als Tauchlehrer und Basenleiter die Welt.

Seit 2009 leiten die beiden nun ihre eigene Text- und Übersetzungsagentur "The Hagenz".

Hagenz, am 17.08.2011
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Bildquelle:
lichtkunst.73 / pixelio.de (Was man gegenwärtig im Schach wissen sollte)

Autor seit 3 Jahren
136 Seiten
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