Möchte man die Aktivität Gerätetauchen definieren, so lässt sich dies mit "unter Wasser Luft holen" vortrefflich tun. In dem Moment, in dem die Luft aus der Tarierweste gelassen wird, muss sich der Taucher zu 100 % auf seinen Atemregler verlassen können.

Aus welchen Teilen besteht ein kompletter Lungenautomat?

  • Die erste Stufe - Dank der ersten Stufe wird der hohe Druck von 200 Bar in der Flasche auf einen Mitteldruck reduziert.
  • Die zweite Stufe - Diese hat die Aufgabe, den Mitteldruck auf Umgebungsdruck zu vermindern - der Taucher kann nun unter Wasser ganz bequem atmen.
  • Die alternative Luftversorgung - Im Taucherlatein auch "Oktopus" genannt: eine zusätzliche zweite Stufe, die für Notfälle vorgesehen ist.
  • Das Finimeter - Zeigt dem Taucher den Flaschendruck an.
  • Der Inflatorschlauch - Er verbindet die Tarierweste ("Jacket" oder BCD) mit dem Lungenautomaten. Der Inflatorschlauch wird beim Kauf eines neuen Jackets mitgeliefert, kann aber auch einzeln erworben werden.

Wo kommt der Lungenautomat zum Einsatz?

Die wichtigste Frage, die man sich vor dem Kauf stellen sollte, ist: Wo kommt der Atemregler zum Einsatz? Eher in kalten Gewässern oder nur in warmen Regionen? 

Warum diese Frage so maßgebend ist, hat zum mit Physik zu tun. In der ersten Stufe entspannt sich Druck, und wo sich Druck entspannt, dort entsteht Kälte. Möchte man also seinen Atemregler auch in kalten Gewässern einsetzten, sollte die erste Stufe auf jeden Fall vereisungssicher sein!

DIN oder INT?

Hierbei geht es um den Anschluss der ersten Stufe an das Flaschenventil. DIN-Anschlüsse (Deutsche Industrie Norm) kann man direkt in mit dem Flaschenventil verschrauben. INT-Anschlüsse (International) sind Bügelanschlüsse. Die erste Stufe wird mithilfe einer Flügelschraube an dem Flaschenventil befestigt und ist auf internationaler Ebene am häufigsten verbreitet.

Immer mehr Taucher vertauen auf den DIN-Anschluss, und fast alle Basen weltweit bieten ihren Gästen mit DIN-Atemregler entsprechende Flaschenventile oder Adapter. Den eigenen Adapter im Tauchgepäck zu haben, ist dennoch empfehlenswert – man weiß ja nie!

Fazit

Über Atemregler lässt sich gewiss noch seitenweise berichten und dies würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Um eine fundierte Beratung zu erhalten, ist auch hier ist der Gang zum Tauchsportgeschäft anzuraten.

Wenn der Anzug mal zu klein gekauft wurde, ist das zwar ärgerlich, aber nicht gefährlich. Beim Lungenautomaten sieht es da schon ganz anders aus! Zudem sollte man das gute Stück regelmäßig zur Revision bringen. Tauchsportgeschäfte geben meist Garantien auf die dort gekauften Automaten und eine Revision ist schließlich auch Vertauenssache. 

Mit der richtigen Ausrüstung ist Tauchen sicher und macht Spaß!

Mein Tipp

Ich tauche schon seit je her mit einem vereisungssicheren und membrangesteuerten Lungenautomaten - einem Apeks xtx100. Somit bin ich für jedes Gewässer gerüstet. Tauchen lernt man durch das Tauchen und jedes Gewässer hat seine Faszination. Also lieber gleich ein wenig mehr investieren, dafür aber einen Atemregler sein Eigen nennen, auf den man sich absolut und überall verlassen kann.

 

 Gut Luft und viel Spaß in Neptuns Reich!

Über die Autoren

The Hagenz, das sind Angelica & Daniel Hagen.

Angelica ist diplomierte Übersetzerin für Italienisch, Deutsch und Englisch mit über 16 Jahren Berufserfahrung.

Daniel ist gelernter Koch und Hotelbetriebswirt; 15 Jahre lang bereiste er als Tauchlehrer und Basenleiter die Welt.

Seit 2009 leiten die beiden nun ihre eigene Text- und Übersetzungsagentur "The Hagenz". Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.the-hagenz.com.

Hagenz, am 12.08.2011
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Bildquelle:
lichtkunst.73 / pixelio.de (Was man gegenwärtig im Schach wissen sollte)

Autor seit 3 Jahren
136 Seiten
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