Schulranzen Test: diese Schulranzen empfiehlt Ökotest

von ultimapalabra

Ökotest hat zehn Schulranzen getestet, wirklich überzeugend war eigentlich keiner. Dennoch, 2 Marken schnitten immerhin mit befriedigend ab.

Ein Schulranzen sollte nicht nach dem Aussehen gekauft werden, zumindest sollte dies nicht der wichtigste Aspekt sein. Ökotest hat im April 2010 Schulranzen auf Tragekomfort, Verkehrssicherheit und Schadstoffe untersucht. Das Ergebnis war nicht wirklich zufriedenstellend. Alle getesteten Modelle enthielten nennenswerte Mengen an Schadstoffen und vor allem beim Thema Sicherheit im Straßenverkehr besteht viel Nachholbedarf. Lesen Sie, welchen Schulranzen Sie kaufen können und worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Modells achten sollten.

Schulranzen Test: Sicherheit im Straßenverkehr

Für Schulranzen gibt es tatsächlich eine Norm, die Schulranzennorm DIN 58124. In dieser Norm ist festgelegt, dass Tornister über genügend reflektierende und leuchtende Flächen verfügen müssen, damit sie im Dunklen von Autofahrern gut gesehen werden können. Katzenaugen und Reflektorstreifen sind also bei einem Schulranzen sehr wichtig. Ca. 10 % der Gesamtfläche eines Ranzens müssen mit Reflektoren ausgestattet sein, zusätzlich sollen 20 % fluoreszieren, also in der Dämmerung leuchten.

In diesem Punkt jedoch fielen im Test etliche Modelle durch. Ökotest bezeichnet viele Modelle sogar als Sicherheitsrisiko. Leuchtstoffe sind in der Herstellung etwas teurer, so ist es nicht verwunderlich, dass an fluoreszierenden Flächen besonders gespart wird. Nur die Hersteller DerDieDas, Scout und School-Mood erfüllten die DIN Anforderungen für die Sicherheit von Schulranzen im Straßenverkehr. Am schlechtesten schnitten unter anderem Modelle von McNeill , die wilden Kerle und Samsonite ab.

Diese 2 Modelle schnitten am besten ab

Besonders gut hier: Tragekomfort und Verkehrssicherheit
DerDieDas Fliegengewicht Exclusiv Ran...SCOUT Easy II Butterfly

Das Gewicht des Schulranzens: Der Inhalt ist das eigentliche Problem

Die Norm für das Ranzengewicht stammt noch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, sie legte ursprünglich das Gewicht des Tornisters eines Rekruten fest. Wenn Sie also lesen, dass der Schulranzen nicht mehr als 10 % des Körpergewichtes eines Kindes betragen solle, denken Sie daran. Dieser Richtwert ist völlig veraltet und mitunter bedroht er sogar die Gesundheit Ihres Kindes. 10 % können zu viel sein, vor allem für Kinder, die sich im Wachstum befinden. Grundsätzlich sollte der Ranzen so leicht wie möglich sein, das Kind sollte ihn ohne Schwierigkeiten über einen längeren Zeitraum tragen können. Allerdings hat das Thema Gewicht beim Kauf nur eine untergeordnete Bedeutung, denn ein Schulranzen wird erst durch die Befüllung schwer. Das Leergewicht der erhältlichen Modelle unterscheidet sich nicht gravierend. Achten Sie daher darauf, dass der Schulranzen nicht zu voll wird, es sollte nichts Unnötiges mitgeschleppt werden. Kann mit der Schule nicht das Aufbewahren der Bücher vereinbart werden, sollte über die Anschaffung eines Ranzentrolleys nachgedacht werden.

Einen aktuellen Ranzen Test von 2012 finden Sie außerdem hier bei schulranzentest.org

Ökotest beanstandet Schadstoffe in Schulranzen

Im Schulranzen Test aus dem Jahre 2010 fielen wie bereits im Jahre 2007 eigentlich alle Modelle durch eine mehr oder weniger starke Schadstoffbelastung auf. Hier räumen die Tester jedoch ein, dass Kinder normalerweise keinen direkten Hautkontakt mit dem Schulranzen haben. Leider gibt es beim Thema Schadstoffe keine Ausnahme, alle getesteten Ranzen waren zu beanstanden.

Ein solcher Trolley entlastet und sieht sogar klasse aus!

Auch in anderen Farben erhältlich
Go Easy One Schulranzen Trolley Pink

Trageeigenschaften von Schultaschen

Die Trageeigenschaften sind bei der Auswahl des richtigen Ranzens besonders wichtig. Hier hatten die Tester jedoch nur wenig zu beanstanden, nur der Sammies by Samsonite und der School-Mood Timeless fielen in diesem Punkt durch.

Fazit zum Test: Letztlich gab es an den meisten Modellen einiges zu bemängeln. Nur die Marken Scout und DerDieDas überzeugten in den Punkten Sicherheit und Tragekomfort.

Quelle: Ökotest

Angela Michel

ultimapalabra, am 07.07.2012
 
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