„Wetten, dass ...“ Gottschalk angeschwindelt wurde?
Es schien eine Wette wie so viele andere zu sein. Ein Kandidat behauptete in der „Wetten, dass …?“-Sendung vom 3. September 1988, er könne die Farbe eines Buntstiftes alleine am Geschmack erkennen. Die Erklärung für seine verblüffende Fähigkeit klang einleuchtend: Zitronengelb etwa schmecke leicht säuerlich. Auch in der Praxis demonstrierte er seine Fähigkeit eindrucksvoll: Er gewann die Wette ganz souverän.
Doch unmittelbar nach dem Wettgewinn der Skandal: Bei dem Kandidaten handelte es sich um den Redakteur des Satire-Magazins „Titanic“, der die Sendung für einen genialen PR-Trick nutzte indem er erklärte, er hätte geschwindelt und würde in der nächsten Ausgabe seines Magazins das Geheimnis des Betrugs lüften. Tatsächlich konnte die „Titanic“ daraufhin die höchste Auflage der Magazingeschichte erzielen.
Allerdings erwies sich die Erklärung des Schwindels als höchst trivial. Der „Titanic“-Redakteur hatte einfach unter dem Rand der Brille hindurch gelinst und auf diese Weise die Farbminen gesehen.
Wünsch dir was ... etwa eine transparente Bluse
Nackte Tatsachen zählten und zählen zu den beliebtesten Aufregern. Zumal dann, wenn sie von unverdächtigen Berühmtheiten enthüllt werden. 1970 beispielsweise trat in Dietmar Schönherrs Rateshow „Wünsch dir was“ eine damals 17-jährige Kandidatin auf, die sich in transparenter Bluse als Model präsentierte. Zugegeben: Ein eher kleiner Skandal, der aber im Gedächtnis der Zuschauer hängen blieb. Ebenso wie jene Sendung, in der ein mit Kandidaten besetztes Auto in einem Pool versenkt wurde und eine Insassin zu ertrinken drohte. Nur der rasche Einsatz von Tauchern rettete das Leben der Kandidatin. Die Folge waren heftige Diskussionen über die Sendung.
Mike Krüger unschuldig an "Nipplegate"
Erheblich größere Wellen schlug in den USA der so genannte "Nipplegate“-Zwischenfall. Und ausgerechnet Teenie-Idol Justin Timberlake geriet ins Schussfeld der Moralwächter! Sein Vergehen datiert zum 1. Februar 2004 zurück, als er während der „Super Bowl“-Pause ein Duett mit Janet Jackson sang. Dabei zog er nicht den Nippel durch die Lasche, sondern lediglich ein Stückchen von Janets Bluse so weit zur Seite, dass ihre Brust für kurze Zeit entblößt wurde.
Der Skandal war perfekt und Millionen US-Amerikaner offenbar traumatisiert von der schrecklichen Wahrheit: Frauen haben Brüste! Eine Bankangestellte, unfreiwillige Augenzeugin des grauenhaften Vorfalls, reichte bei Gericht sogar Klage ein, zog diese aber später wieder zurück. Immerhin: Ein zweites „Nipplegate“ konnte bislang erfolgreich verhindert werden. Vielleicht werden männliche Duett-Partner auch einfach nur besser geschult …
Kommentare
Auch wenn mich meist solche Skandale nicht interessieren, bekommt man sie doch aufgezwungen. Aber ohne die ganzen Skandale wäre die BILD&Co für die meisten Leser wahrscheinlich zu trocken ;)
An das mit den Bunstiften kann ich mich noch gut erinnern. ;-) Am heftigsten finde ich immer noch "wünsch dir was" als sich die Kandidaten freiwillig ertränken lassen wollten. Heute ist so was kaum noch vorstellbar.
Das mit dem "Nipplegate" ist einfach nur lächerlich: Die amerikanischen Filme sind voll mit Sexszenen. Typisch Doppelmoral ;-)
Das "Nipplegate" war ja damals nicht auszuhalten: Tagelang nichts anderes in den News! Manchmal spinnen sie halt doch, die Amis...