Bauernregeln für kurzfristige Wettervorhersagen

Wie wird das Wetter? Um kurzfristig eine Wettervorhersage machen zu können, muss man nur den Himmel und die Wolken beobachten und dem Gesang der Vögle lauschen...

                       

Sommer 2011

"Auf die schönsten Sommertage folgen die größten Wetter."

 

"Wetter, die langsam ziehn, schlagen am schwersten."

 

 

"Auf einen trüben Morgen folgt ein heiterer Tag."

"Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt's am anderen Tag Regen."

Simpel aber immer zutreffend: Nach einem heißen, schwülen Tag kann man mit Gewitter rechnen.

 

Auch das ist leicht zu beobachten: Ziehen Gewitter ganz langsam auf, dann werden sie richtig heftig.

"Abendrot - Schönwetter Bot."

Bei Abendrot kann man davon ausgehen, dass es am nächsten Tag schön wird. Aber nur unter der Voraussetzung, dass im Westen keinerlei Wolken sichtbar sind. Diese Wetterbeobachtung lässt sich wissenschaftlich ganz einfach  erklären und hängt mit den Spektralfarben und der Luftfeuchtigkeit zusammen.
"Morgenrot, schlecht Wetter droht" trifft deshalb sehr häufig zu.

Dafür muss man dem Gesang der Vögel lauschen: Hört man eine Drossel in den ersten Monaten des Jahres, wird es bald Frühling. Das gilt auch für Finken und Lerchen. Allerdings darf man nicht gleich einen frühen Sommer erwarten, die Vögel kündigen lediglich das Frühjahr an.

Das bedeutet einfach: Viel Regen im Frühling sorgt dafür, dass Obst und Gemüse gut wachsen und der Sommer schön wird.

Wer Naturnah wohnt, sollte einen Blick auf die Bäume werfen: Wenn die Eichen eher treiben als Eschen, dann kann man mit einem verregneten Sommer rechnen. Umgekehrt wird es trocken und sonnig warm.

" Wenn die Drossel schreit, ist der Lenz nicht mehr weit.

 

 

 

"Frühlingregen bringt Segen."

 

"Treibt die Eiche vor der Esche, ist der Sommer eine Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche ist der Sommer eine Bleiche."

 

 

"Viel Nebel im Frühjahr, viel Gewitter im Sommer.

Was sagen die Wolken über das Wetter?

Natürlich können diese Regeln das Wetter nicht perfekt vorhersagen, aber zumindest geben sie Anhaltspunkte. Über die Form der Wolken und ihre Geschwindigkeit, mit der sie am Himmel entlangziehen, kann man ebenfalls gut abschätzen, wie das Wetter wird:

  • Große Schäfchenwolken, mit einer Turmartigen Form bringen häufig Gewitter.
  • Bleiben die Cumuluswolken aber kleine Kugeln, dann hält das schöne Wetter an. 
  • Sind bereits am Morgen diese bauschigen Wolken am Himmel zu sehen, kann mit Gewitter im Laufe des Tages gerechnet werden. 
  • Ziehen sie sehr schnell am Himmel, dann bleibt es in der Regel schön.

Wie wird der Winter?

Auch diese Regeln konnte ich die letzten Jahre sehr genau beobachten und sie sind exakt eingetroffen:

"Wenn das Laub im Oktober noch fest auf den Bäumen sitzt, so gibt's einen strengen Winter"

 

 

 

"Fällt das Laub aber extrem früh von den Bäumen, fällt der Winter praktisch aus."

 



Und jetzt denken wir nochmal zurück, an den Oktober 2010: Das Laub blieb erstaunlich lange an den Bäumen. Wer nun behauptet, diese Bauernregel sei nur Zufall oder Quatsch, darf sich gerne bei mir eine Ladung Schnee abholen. (Der Winter 2010/11 war lang, streng und der Schnee liegt zum Teil heute noch rum.)

Im letzten Jahr - als uns wieder mal der Sommer im Stich ließ - bin ich schon im August am Badesee im Laub gelegen. (An einem dieser wenigen, warmen Tage) Wie war der Winter 2011/2012? Fast nicht vorhanden, bis auf ein paar kalte Wochen.

Tiere als Wetterpropheten

Für eine kurzfristige und zuverlässige Wetterprognose im Sommer lohnt es sich, auf die Vögel zu achten:

Fliegen die Schwalben hoch, wird es schön.

Fliegen sie aber besonders tief, muss mit Regen oder Gewittern gerechnet werden.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Bei einem drohenden Wetterumschwung fliegen die Mücken und Insekten, also die Nahrung er Schwalben, sehr tief und in großen Schwärmen.

Während der ersten Kältewelle im August 2010 Jahres, meinten  die lieben Wetterfrösche von RTL, Tageszeitungen und Hobby- Meteorologen: "Das wird nochmal warm. Im September kommt der Sommer zurück."  - Meine Katze war da anderer Meinung. Bereits im August entschloss sich mein Katerchen, einen Winterpelz zuzulegen und sein Fressverhalten zu ändern. Ich hatte die stille Hoffnung, er würde sich irren....


Warum spielt das Wetter oft verrückt?

Für den Sommer beispielsweise 2010 wurde deutlich besseres Wetter prophezeit als es tatsächlich der Fall war. Allerdings wurden die Auswirkungen der Vulkanausbrüche im Jahr 2010 etwas heruntergespielt. Auch wenn Experten das gerne unter den Tisch kehren: Vulkanausbrüche können sogar zu Schneefall im Sommer führen!

  • "Das Jahr ohne Sommer" - 1815 brach der Vulkan Tambora auf Indonesien aus und im Jahr 1816 schneite es mitten im Sommer in teilen Europas. Die Kälte zog sich noch bis 1819 hin.


Da hatten wir ja noch mal richtig Glück, mit Temperaturen über Null Grad im August des vorletzten Jahres!

Auch können z.B. Erdbeben und Tsunamis, ausgelöst durch unterirdische Atomversuche, das Wetter beeinflussen. (Was viele Leute nicht gerne hören wollen - warum sollen auch unterirdisch gezündete Atombomben der Natur oder irgendjemandem Schaden?) Auch diese "überraschenden" Naturkatastrophen könnte man besser vorhersehen, würde man nur die Tiere beobachten. Bereits Tage vor einem Tsunami flüchten die Tiere ins Landesinnere, sie verstecken sich oder wirken verstört.

Tiere haben deutlich ausgeprägtere Sinne als Menschen und spüren die kleinsten Anzeichen für Erdbeben, Stürme oder sonstige Wetterveränderungen. Doch anstatt der Natur zu vertrauen, sehen wir doch lieber; was der Wetterbericht im Fernsehen bringt - und der hat ja bekanntlich immer recht....

Grace, am 14.01.2011
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