Sparen wie es früher üblich war

Unsere Vorfahren haben es uns schon vorgemacht, sie nutzten sparsam und vollständig jede Gabe der Natur. Ich denke oft an die Küche meiner Großmutter, an die vielen Kniffe, die meine Mutter anwandte und an die Zeit, in der ich den Tisch voller Kinder hatte. Wenn ich im Internet von der großen Dürre in den USA lese und die Zeiten der Dust Bowl verfolge, dann kann ich aus vielen der extremen Spartipps für mich immer noch einiges übernehmen. Die Lebensmittel achtsam einzukaufen und achtsam zu nutzen, steht im Mittelpunkt jedes Haushalts.

Suppe für fast jeden Tag

Wer täglich kocht, kann aus den Gemüseschalen eine Gemüsebrühe kochen oder das Kochwasser vom Gemüse nutzen. Ich sammle beim Kochen die Zwiebelschalen, die Knoblauchschalen, die Schalen von Möhren, roten Rüben oder die Außenblätter vom Kohl. Diese Schalen werden gleich in einem kleinen Topf gesammelt, mit Wasser aufgegossen und nach dem Kochen der Hauptspeise auf die Kochplatte geschoben, damit sie auf der Restwärme noch zum Garen kommen. Wenn man die Brühe nicht sofort benötigt, zum Beispiel für das Abendbrot, dann kann man sie kochendheiß durch ein Sieb in ein Schraubglas geben und dieses verschließen. Die Gemüsebrühe ist eine gute Grundlage für Eintöpfe oder Nudelsuppen, aber auch für die beliebte Kartoffelsuppe. Da man eine Suppe sowohl als Vorsuppe essen kann, als auch als Hauptgericht mit frischem Brot servieren kann, ist sie immer eine gute Idee.
Eine Sauerampfersuppe ist schnell zubereitet und kostet fast nichts. Man sammelt für vier Personen etwa 4 Hände voll jungem Sauerampfer. Dieser wird gewaschen und eventuell etwas klein geschnitten. In einem großen Topf brät man in Öl eine große Zwiebel an, die fein gewürfelt wurde. Dann gibt man den Sauerampfer zu und lässt ihn zusammenfallen. Danach löscht man das Ganze mit einer Gemüsebrühe (am besten selbstgemacht) ab. Mit Wasser kann man die Suppe etwas aufgießen bis auf etwa 3 Liter. Mit einer Tüte Kartoffelpüree-Pulver ( oder bei Bedarf mehr) bekommt die Suppe etwas mehr Substanz und sättigt besser. Man könnte statt Püree auch frische Kartoffelwürfel mit kochen, aber das verbraucht mehr Zeit und Energie. Dann schmeckt man mit Salz, Pfeffer und eventuell frischer gehackter Petersilie ab. Die Suppe eignet sich ideal für pochierte Eier, wenn man ein Hauptgericht daraus zaubern möchte.

Reste Verwerten

Reste werden oft etwas vernachlässigt. Dabei kann man Gemüsereste, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Fleisch oder Fisch immer noch gut in einer Suppe, in Dumplings oder in einem Auflauf unterbringen. Das ergibt mit einem frischen Salat wieder ein vollwertiges Hauptgericht. Wer gleich etwas mehr vorkocht, spart außerdem Energie, da die Verarbeitung von garen Zutaten nicht so lange Kochzeiten erfordert.
Ein schönes Beispiel für ein schnelles und preiswertes Resteessen sind Reispuffer. Dazu gibt man vier gehäufte Esslöffel gegarten Reis und zwei Eier in eine Schüssel und würzt mit Salz und Pfeffer. Die Masse wird gut verrührt und in heißem Öl in der Pfanne in Portionen gebraten. Je ein Esslöffel Masse lässt man dazu breitlaufen in der Pfanne und formt mit dem Löffel etwas nach, dass die Dicke etwa 0,5 Zentimeter beträgt. Von beiden Seiten angebraten werden die Puffer dann mit frischem Salat oder mit Tomatenscheiben serviert. Für vier Personen sollte man die doppelte Menge planen.

 

Bratfett verwenden

Butter, Margarine und Öl wurden früher nie weggeschüttet. Das Bratfett kann man weiterverwenden, wer es nicht sofort benötigt, friert es ein. Das kann man im Eiswürfelbereiter schön portionsweise einfrieren und dann in einem Gefrierbeutel vorrätig halten. Der Vorteil dabei ist, dass man meist ein aromatisiertes Fett als Vorrat hat, der Suppen, Kartoffelbrei oder einem Reisgericht den richtigen Kick geben kann. Wenn man Frittierfett übrig hat, kann man auch dieses weiter nutzen, wenn man nicht gerade nach Fisch Kuchen darin zubereitet. Mit etwas Planung muss nichts umkommen. Ich nutze Sonnenblumenöl und gare darin beispielsweise oft Kartoffelstäbchen oder Kroketten aus. Dieses Öl wird mehrfach verwendet, da wir gerne Pommes essen, und dann kann man es auch beim Brotbacken oder beim Pizzateig zubereiten aufbrauchen.

Zweiter Teil des Artikels folgt

Den zweiten Teil des Artikels mit Rezepten und Tipps finden Sie unter diesem Link.

Immortelle, am 29.04.2023
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Wie macht man gefüllte Champignons?)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Wie macht man Tiramisu? Original und leckere Variationen dazu)

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