Schöne Pflanzen und klares Wasser ...

Schöne Pflanzen und klares Wasser brauchen eine gute Pflege.

Doch erst hier beginnt die Arbeit, denn ein Teich bedarf Pflege. Wer seinen Teich den Witterungen überlässt, wird schnell grünes und verdrecktes Wasser vorfinden. In das Wasser fallen nämlich Pollen, Blätter und andere Dinge. Reste von Pflanzen und Fischkot lagern sich ebenso schnell ab wie andere organische Materialien. Diese Rückstände können dem Wasser den wertvollen Sauerstoff entziehen. Erkennbar sind die Rückstände und Algen meist an der Farbe des Wasser (trüb grün) und an den Bodenbelägen, die wie ein Filzteppich über der schwarzen Folie liegen. Dieser grüne Teppich wird übrigens Mulch bzw. Mulchschicht genannt.

Die Ablagerungen sind gut erkennbar. Gegen sie helfen Teichschlammsauger. Diese Geräte erlauben die Reinigung ohne, dass das Wasser gewechselt werden muss. Doch die Geräte sollten mit Bedacht eingesetzt werden, denn nach einer mangelhaften Säuberung können überschüssige Nährstoffe das Gleichgewicht des Teichwassers angreifen.

Wer seinen Teich kennt, gewinnt!

Die Reinigung des Teiches sollte durchgeführt werden, wenn es noch nicht so warm ist wie zum Beispiel am Frühlingsanfang. In dieser Zeit können gute Ergebnisse bei der Reinigung erzielt werden. Sobald die Temperatur über 10° Celsius steigt, werden Phosphate im Schlamm des Teichbodens frei, welche das Pflanzenwachstum fördern. Dies ist gut für erwünschte Pflanzen. Unerwünschte Pflanzen nehmen sich leider ihren Teil und gedeihen prächtig. Algen wie Fadenalgen gehören da wohl eher in die zweite Kategorie. Die Nährstoffe, die nicht verbraucht werden, können eine Ursache für die Entstehung giftiger Stoffe im Wasser sein. Dadurch verändert sich die Wasserzusammensetzung was allen Teichbewohnern schadet. Gute Teichschlammsauger helfen.

Teichschlammsauger besitzen in der Regel einen elektrischen Motor. Dieser sollte nicht in das Wasser fallen! Das Absaugen des Schlammes sollte an den Seiten beginnen. Um Fische, Pflanzen und andere Bewohner wie Schnecken nicht zu verletzen, sollten Bürsten und schonende Aufsätze verwendet werden. Von den Seiten des Teiches geht es weiter in das Zentrum des Gartengewässers. Sollte dieses etwas tiefer sein, so helfen Teleskopstangen. 

Behälter oder Ablaufschlauch?

Zurzeit existieren zwei Arten von Teichsaugern. Es gibt Teichschlammsauger mit Aufnahmebehälter und Teichschlammsauger mit Ablaufschlauch bzw. 2-Kammer-System. Beide besitzen ihre Vorteile.

Teichschlammsauger mit Aufnahmebehälter – Bei diesem Sauger wird der abgesaugte Schlamm in einem externen Behälter gesammelt. Dies kann sehr praktisch sein, führt aber auch zu Unterbrechungen. Sollte der Behälter voll sein, so muss er gelehrt werden. Wer dies schon vom Rasenmähen gewöhnt ist, ist mit diesem Sauger gut bedient.

Teichschlammsauger mit Ablaufschlauch – Bei dieser Methode wird der Schlamm direkt abgeleitet und kann als Dünger für Pflanzen verwendet werden. Der Vorteil ist offensichtlich: Unterbrechungen wie bei der ersten Methode fallen aus, da kontinuierlich – ohne Pause – gearbeitet werden kann.

Wer einen Teich mit weniger als 1000 Litern besitzt, kann bequem mit dem Teichschlammsauger mit Aufnahmebehälter arbeiten. (Dieser ist auch ein gutes Einsteigermodell in die Welt der Teichschlammsauger) Bei allen Gewässern darüber empfiehlt sich der Ablaufschlauch.

Teichschlammsauger sind eine gute Alternative für die Teichreinigung. Durch sie muss nicht das gesamte Wasser gewechselt werden, wodurch weniger Aufwand entsteht. Sie können ein Allheilmittel sein, müssen aber nicht. Wer zu grob vorgeht, kann Pflanzen und Bewohner verletzen. Ebenso ist der Zeitpunkt des Saugens entscheidend. Wer diesen beachtet, seinen Teich kennt und vorsichtig arbeitet, kann gute Ergebnisse erzielen.

Autor seit 13 Jahren
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