|
Wissen verbreiten, Leser begeistern & Geld verdienen
Alle Jahre wieder ...Tigerangriffe im ZirkusEs sollte ein schöner Abend werden und endete in einem Drama. Erneut ist ein Dompteur von seinen Tigern schwer verletzt worden. Die jüngsten Geschehnisse um den aufstrebenden 28-jährigen Dompteur Christian Walliser anlässlich einer Dinner-Show in der Dressurhalle Hagenbecks erinnern an den Tigerunfall bei dem Roy Horn im Jahre 2003 schwerst verletzt wurde. In beiden Fällen sollen die angegriffenen Dompteure vor dem Angriff "Schwäche" gezeigt haben. Walliser ist bei seinem Auftritt gestolpert, Horn geriet ins Straucheln, als sein Tiger ihn Ansprang um ihm wie es sein Training verlangt hat, die mächtigen Pranken auf die Schultern zu legen. Es liegt also durchaus nahe, zu vermuten, dass die Tiger, die Gelegenheit genutzt haben, den Versuch zu starten, die bestehende Rangordnung - in der der Dompteur das Alphatier darstellt - zu ihren Gunsten zu verändern.
Auch andere Erklärungsversuche sind denkbar. Spielerisch sei der Unfall wohl zu Stande gekommen, so die Veranstalter im jüngsten Hamburger Fall. Die dünne menschliche Haut habe da nicht standhalten können. Vor sechs Jahren im Fall Roy Horn war ein "Schutzverhalten" des Tigers vermutet worden, da der Magier - ob vor oder nach dem Vorfall mit dem Tiger ist unklar - wohl auch einen Schlaganfall erlitt. Was der tatsächliche Grund für die Angriffe war, wird sich in keinem der Fälle zweifelsfrei ermitteln lassen. Wieviele der Öffentlichkeit unbekannte Zwischenfälle mit Tigern es in den zahlreichen Zirkussen weltweit beim Training gibt oder gab wirdsicherlich nicht bekannt werden. Das es nicht der letzte aufsehenerregende Unfall dieser Art sein wird, ist so sicher wie das vielbeschworene "Amen" in der Kirche. Eines jedoch ist sicher. - Die Tiger können in keinem der Fälle etwas dafür! Weder haben sie sich das Leben und die Auftritte im Zirkus ausgesucht, noch wissen sie dass menschliche Haut weder zum "Spielen" noch zum "Tragen" oder "Ziehen" aus der Manege geeignet ist. Sie sind auch keine blutrünstigen Bestien - sondern einfach Tiger. Wildtiere, die nach ihrem Instinkt handeln und beispielsweise in einem Zirkus oder bei einem Gala-Dinner nichts zu suchen haben. Verwandte Seiten
Pferderennen, Geld, Macht, Tierquälerei
Tieropfer
Tierversuche
"MassenMord" auf den Färöer Inseln
Veröffentlicht: 10. Dezember 2009
|
Autor Marcus_Skupin
Eigene Artikel erstellen
In Heimarbeit Geld verdienen und
|

Kommentare
Wolf-Gero sagte:
am 23.12.2009irgendwo im tiefsten Inneren schlummert bei so manchem Menschen der Wunsch, zwischen wilden Raubtieren und Menschen möge eine friedliche Stimmung herrschen. Aber das ist eine Illusion und sollte sie auch bleiben, denn wenn wir Tigern das Reißen von Beute nehmen, dann sind sie keine Tiger mehr. Wenn so ein majestätisches Tier wie ein Tiger im Zoo auf und ab geht, nicht anders als ein Strafgefangener im Gefängnis, ist es ein deprimierender Anblick. Will man wirklich etwas für Tiere machen, nicht nur für Tiger, dann sollte man Lebensräume einrichten, wo Tiere artgerecht leben können.
Viele Grüße
Wolf-Gero
Simon sagte:
am 11.12.2009Die großen Tiger wurden an langen Ketten an Bäume gegurtet und gefüttert. Daraufhin konnte man sich neben einen Tiger setzen, ihn berühren und sich fotografieren lassen, da die Tiger gut genährt praktisch in Schlaflaune waren - die ganze Show war so erbärmlich und abstoßend, dass wir mit richtig schlechter Laune wieder gegangen sind :-(( Tiger gehören in die Freiheit und nicht in irgendeinen bekloppten Zoo oder in irgendeine Show: Es gibt doch sowieso inzwischen viel zu wenig von diesen wunderbaren Raubtieren!!
LG Simon
freakyfrank sagte:
am 11.12.2009ja so ein Tiger ist und bleibt nun mal eine "Raubkatze" und ist nur mit fragwürdigen Methoden dazu zu bewegen zur Unterhaltung des Menschen "Kunststückchen" dar zu bieten.
Auch Deutschland sollte endlich den Tierschutz Ernst nehmen und derlei Aufführungen gesetzlich untersagen.
Für den Dompteur gilt: Berufsrisiko!