Die Grundregel des Survival besteht aus 4 Buchstaben " S T O P " Stop!!!

Diese Maus hat eine einfache Regel missachtet!

Man klaut keinen Käse, wenn 5 Katzen im Haus sind, und eine davon Joschi heißt! In so einem Fall sollte man die erste Regel nicht beachten, sondern LAUFEN!!!!

 

Regel Nr. 1 : Setzen! Regel Nr. 2 : Trinken! Regel Nr. 3 Organisieren! Regel Nr. 4 : Planen! Regel Nr. 5 : Friss den Geier, bevor er dich frisst!

Überlebenssituationen sind Stress pur. Angst, Verzweiflung und Panik machen sich breit. Das gibt ein ungutes Bauchgefühl. Man möchte nur noch wegrennen. Kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Und genau da entscheidet sich, ob sie zur Beute werden oder Jäger bleiben. Das muss jetzt nicht der Flugzeugabsturz in der grünen Hölle sein. Genauso gut, oder schlecht, ist plötzlicher Arbeitsplatzverlust, Scheidung – Trennung, Geschäftspleite u.s.w.! 

Jetzt kommt STOP! Setzen sie sich hin. Trinken sie etwas zur Beruhigung des Magens, Wasser – Tee - Saft. Der Bauch darf jetzt nicht die Kontrolle übernehmen! Organisieren bedeutet den Habensaldo festzustellen, was habe ich für Aktiva? Was kann ich verwerten, gebrauchen? Was bleibt mir noch! Planen, was unternehme ich nun? Bleib ich vor Ort oder gehe ich weg? Welche Richtung schlage ich nun ein?

Die erste Zeit nach einem Crash ist entscheidend. (Natürlich setze ich mich nicht neben ein brennendes Flugzeug, das jeden Moment explodieren kann!)

Was ich damit sagen will, ihr Kopf muss klar bleiben und die Kontrolle behalten. Und lassen sie den Lieben Gott aus dem Spiel. Nur weil ein Krokodil oder Kaiman oder Alligator sie fressen will, wird der nicht eingreifen. Der greift ja auch nicht ein, wenn sie mit einer Kroko-Handtasche flanieren. Betrachten sie es einfach als ausgleichende Gerechtigkeit. Das Viech hat einfach nur Hunger, und nichts gegen sie persönlich!

 

Ausnahmesituationen überstehen, besser wenn man da einige Grundkenntnisse hat. Hier stelle ich mein eBook vor.

Licht und Feuer sind Lebenselixiere - Einfache Kerzen selber machen

Wer in der Wildnis Panik bekommt und anfängt zu rennen, der dünstet Angstschweiß aus. Damit signalisiert man einigen Kreaturen, hier ist leichte Beute! Meist verliert man dann nicht nur die Richtung, sondern auch das Leben!

Nun aber zu den Kerzen. Wir waren auf der Jagd. Haben einen T-Rex gefangen. Nun ziehen wir ihm die Haut oder das Fell ab. Darunter befindet sich eine Fettschicht. Diesen Talg mögen wir so nicht essen. Aber wir können ihn auslassen und zu einem flüssigen Fett machen. Da wir Licht benötigen, fertigen wir nun mit diesem Talg (Rindertalg gibt es zu kaufen) eine einfache Kerze. Wir benötigen ein Gefäß, einen Docht, einen Topf oder eine Blechdose, Stöckchen und eine Klammer. Ich nehme hier einen alten Blumentopf.

Einen Docht kann man aus Baumwolle selber drehen, ein Schnürsenkel tut es zur Not auch, muss aber sehr gut mit flüssigem Talg getränkt werden. Fortgeschrittene Surviver  nehmen das Mark aus dem Stängel der sogenannten  Flatter-Binse. Die wächst in Feuchtgebieten, an Seen und Gewässern fast überall. Ein getränkter Wollfaden tut es ebenfalls. Dann hätten wir schon unser Material zusammen.

Herstellung von Notkerzen mit einfachsten Mitteln

Talg zerkleinert (Bild: eigen)

Unsere Kerze brennt - Abschließende Erklärung

Wie funktioniert eine Kerze. Durch den sogenannten Kapillareffekt. Fett oder Wachs brennt nicht! Sonst würde die Kerze explodieren. Der getränkte Docht wird entzündet. Dies dauert immer einen kleinen Moment. Die Flamme schmilzt Talg oder Fett, saugt Nachschub an. Das verdunstende Gas brennt und saugt über den Docht selbst wieder  flüssiges Material nach. So speist sich die Kerze selbst, bis sie abgebrannt ist. Im Gegensatz zur Wachskerze tropft kein Talg ab. Talg verzehrt sich komplett. In der Wohnung riecht er nicht unangenehm, ein bisschen wie frische Pfannkuchen. Schützen muss man diese Kerzen aber gegen Mäuse. Für die ist das eine Leibspeise. Ich empfehle da Katzen zu halten, siehe Bild oben. Ich habe sehr liebe Katzen, die teilen ihre Mäuse mit mir. Weil ich zu alt zum Jagen bin.

Ich hoffe, sie haben etwas gelernt. Und ein bisschen Spaß gehabt.

Ich wünsche uns allen, dass wir niemals ernsthaft solche Techniken anwenden müssen. Und Euch noch einen schönen Tag.     

Merlin, am 17.06.2012
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Wo kann man im Sommer rodeln?)
Willi Heidelbach / pixelio.de (Trekking-Touren – Welche Kamera und Ausrüstung ist sinnvoll?)

Autor seit 3 Jahren
177 Seiten
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