Vampire – von Mythen, Geschichte und Aberglauben

von Persephonia

Nicht erst seit „Twilight“ oder „Interview mit einem Vampir“ faszinieren die blutsaugenden Wesen uns Menschen. Nur woher kommen die Legenden und welche Wahrheit steckt dahinter?

Vampire

– von Mythen, Geschichte und Aberglauben

Nicht erst seit „Twilight“ oder „Interview mit einem Vampir“ faszinieren die untoten, blutsaugenden Wesen der Nacht die Menschen. Die Darstellungen in Filmen und Büchern sind nahezu immer identisch: Sie existieren nur bei Nacht und Sonnenlicht endet meist tödlich. Einen Blick in den Spiegel wagen sie nicht. Knoblauch, Cruzifixe oder auch Weihwasser gelten als wirksame Abwehrmittel gegen sie. Oft von blasser und hagerer Gestalt, bestechen sie durch ihre beeindruckend charmante Art. Durch ihre geheimnisvoll anziehende Aura wirft sich das andere Geschlecht ihnen gerne freiwillig vor dir Füße - oder vor die scharfen Fangzähne. Weibliche Vampire hingegen gelten oftmals als herrschsüchtig. Sie sind ausgestattet mit einem überdurchschnittlichen Selbstbewusstsein und scheinen wenig Gefühl zu haben  - eben richtige „Vamps“. Mit einem Biss beginnt die Verwandlung von der Heiligen zur Hure. Oder er endet tödlich.

Doch woher kommen unsere Vorstellungen über sie?

Wirft man einen Blick auf reale geschichtsträchtige Personen, so ist dem ein oder anderen Vampir-Fan der Name Vlad Tepes (was so viel bedeutet wie „der Pfähler“) schon einmal begegnet. Als Fürst der Walachei war er berüchtigt bis Westeuropa für seine grausame Kriegsführung und Hinrichtungen. Wie viele von den überlieferten Gräueltaten aber der Wahrheit entsprechen, weiß bis heute endgültig niemand.

Dafür aber war Vlad Tepes, der auch den Beinamen Vlad Draculea (Sohn des Dracul) trug, Namensgeber für den heute wohl bekanntesten aller Vampire: Graf Dracula. Abraham „Bram“ Stoker schuf Ende des 19. Jahrhunderts die Romanfigur, die unser heutiges Bild vom Vampir nachhaltig prägte und uns Transsylvanien als Ursprungsort aller Vampire vorstellte.

Schon weniger bekannt ist hingegen Elisabeth Báthory, die im 16. Jahrhundert traurige Berühmtheit erlangte: Ihr wurde der Prozess als grausame Mörderin vieler junger Mädchen gemacht. Rund 100 Jahre später entstanden auch zu ihrem Fall neue Legenden und sie erhielt den Beinamen „Blutgräfin“. So wurde Báthory nach gesagt, sie habe junge Mädchen zu sich gelockt, um in ihrem Blut zur Erlangung ewiger Jungend und Schönheit zu baden.

Viele moderne Mythen um den Vampir entstanden aber auch erst im letzten Jahrhundert: So tritt z.B. Stokers Dracula auch noch bei Tage seine Kutschfahrten an und Tageslicht stellt lediglich eine kleine Unannehmlichkeit dar, während Murnaus Hauptdarsteller in „Nosferatu“ unter den Sonnenstrahlen schon zu Asche verbrennt.


Vlad Tepes, der Pfähler
Vlad Tepes, der Pfähler

Der allgemeine Glaube an Untote hingegen war und ist in nahezu jedem Volksglauben verankert, und vor allem im slawischen und rumänischen Raum auch noch sehr präsent. So fürchtet man in Rumänien die „Strigoi“, Untote die aus ihren Gräbern wieder auferstehen. Zwar sind sie keine Blutsauger, aber sie bringen Unheil und Flüche über die Familie. Zahlreiche Grabbeigaben sollen den Toten daran hindern, wieder auf zu stehen. Und wenn es nötig werden sollte, wird der Leichnam auch nach Jahren wieder ausgegraben, und z.B. das Herz sicherheitshalber verbrannt.

Und letztlich gibt es auch für die seltsamsten Phänomene rein natürliche Erklärungen: Nach dem Tod sind es zahlreiche (mikro)biologische Prozesse, die den Anschein erwecken können, das dem Toten doch noch Leben inne wohnt (was eigentlich auch so ist). Bakterien beginnen binnen kürzester Zeit den Verwesungsprozess einzuleiten, und auch letzte menschliche Überreste zu verdauen. So kann es schon mal so aussehen, als ob eine Leiche gerade noch eine üppige Mahlzeit gehabt hätte, ist doch der Körper, vor Allem der Bauch, durch Fäulnisgase ordentlich aufgedunsen. Hinzu kommen blubbernde Geräusche, die von der Gärung her rühren. Und auch nach dem Tod auf wundersame Weise weiter wachsende Fingernägel und Haare sind nur ein Trugbild – entstanden dadurch, dass nicht sie wachsen, sondern der restliche Körper durch Wasserverlust stark schrumpft.

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Persephonia, am 19.07.2011
 
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Kommentare


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Persephonia am 05.09.2011

So soll das sein :-)

Stehlampen-Petra am 04.09.2011

Gruselig und faszinierend zu Gleich.
LG und einen Daumen
Petra

Persephonia am 21.08.2011

Freut mich, dass er dir gefällt. Vielen Dank Schreibmaus!

schreibmaus am 19.07.2011

Herzlich willkommen auf PageWizz,
vielen Dank für deinen ersten, wirklich sehr interessanten Artikel. Mein Däumchen ist auf jeden Fall schon mal vergeben.
Viele liebe Grüße Moni

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