Verstopfung

von Heiko-Kern

Nahezu jeder kennt das unangenehme Problem. Hier erfahren Sie die Ursachen und was Sie dagegen tun können.

Verstopfung Symptome

Was man als Verstopfung (Obstipation) betrachtet hängt in erster Linie von der betroffenen Person ab. Viele Menschen haben täglich Stuhlgang, andere erleichtern sich bis zu dreimal pro Tag, andere wiederum verdauen langsamer und entleeren ihren Darm nur einmal in der Woche. Ein Problem tritt nur dann auf, wenn sich der normale Rhythmus ändert, verzögert oder zum Stillstand kommt. Häufig kommt es dann zu Schmerzen, Unwohlsein, Völlegefühl, Blähungen und Pressen beim Stuhlgang. Sollten solche Symptome auftreten, kann es sinnvoll sein, etwas gegen die Verstopfung zu tun.

Ursachen

  • Wenn bei einem ansonsten gesunden Menschen eine hartnäckige Verstopfung auftritt, sind meist folgende Ursachen dafür verantwortlich:
  •  Ernährungsfehler: Eine chronische Verstopfung entsteht bei ballaststoffarmer Ernährung, geringer Flüssigkeitszufuhr oder chronischem Missbrauch von Abführmitteln, welche die Muskulatur der Dickdarmwand lähmen können • Bewegungsmangel: Bewegung ist besonders wichtig für die Darmtätigkeit. Menschen, die sich viel bewegen bspw. Durch Sport haben in der Regel kaum Verdauungsprobleme.
  • Psychische Probleme: Die Verdauungsfunktion wird auch vom vegetativen Nervensystem beeinflusst. D.h. private und berufliche Konflikte sowie echte Depressionen können Verdauungsstörungen und somit Verstopfungen verursachen.
  • Sonstige Ursachen: Arzneimittel können eine Verstopfung verursachen. Wenn Sie nach dem Stuhlgang den Eindruck haben, dass Ihr Darm noch nicht leer ist, dann könnte dies an einem Reizkolon liegen. Schmerzen beim Stuhlgang werden meist durch Hämorrhoiden oder Risse in der empfindlichen Stelle Oberfläche des Anus verursacht.
 

Verstopfung bei Kindern und Schwangeren

Übertriebene Hygienevorgaben, sexualfeindliche Erziehung, ein familiäres Angstklima oder ungelöste psychische Konflikte können bei Kindern eine Verstopfung verursachen. Die Kinder mach dann sozusagen „dicht“. Abhilfe schafft ein vertrauens- undliebevolles familiäres Umfeld.

Bei einer Schwangerschaft kann es vorübergehend zu Darmträgheit kommen. Dagegen hilft in der Regel eine ballaststoffreiche Ernährungsumstellung, damit der Darm wieder in Schwung kommt.

 

Abführmittel

  • Leinsamen wirkt durch seine quellende Wirkung anregend auf die Darmtätigkeit und schützt die Schleimhaut, etwa bei entzündlichen Dickdarmerkrankungen. Leinsamen ist ein Quell- und Ballaststoff, der mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden sollte.
  • Quell- und Ballaststoffe, Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel, die Quell- und Ballaststoffe enthalten, sind die gesündeste Art und Weise, eine Verstopfung zu behandeln. Sehr zu empfehlen sind Pflanzenfasern aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten oder zusätzliche Gaben von Weizenkleie oder Leinsamen (in Wasser vorquellen lassen).
  • Sennesblätter und Sennesfrüchte wirken anregend auf die Darmaktivität. Sennes enthält Anthranoide, die evtl. erbgutverändernd wirken, eine Rotfärbung des Harns kann auftreten. Der Wirkstoff kann die Stuhlentleerung erleichtern und darf nicht bei Darmverschluss, Hämorrhoiden, entzündlichen Darmerkrankungen, Kindern unter 12 Jahren, während der Menstruation, Stillzeit und Schwangerschaft eingesetzt werden. Eine zu hohe Dosierung und eine Langzeitanwendung sollten unbedingt vermieden werden.
  • Indischer Flohsamen wirkt regulierend auf die Darmtätigkeit bei verschleppten Stuhldrang oder Reizdarmbeschwerden und sollte mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Der Quellstoff quillt mit Wasser auf das zehnfache Volumen auf, wobei die unverdaulichen Samen bis in die tieferen Darmabschnitte gelangen. Ab und zu können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten – keinesfalls bei einer Verengung der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Systems einnehmen!

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Heiko-Kern, am 07.05.2011
 
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