Wandfarbe - Farbpalette zur Auswahl benutzen
Wenn es an das Renovieren und Streichen geht, ist eine Frage gleich vorprogrammiert: Welche Farbe soll es werden?

Für mich liegt die schwere Entscheidung nun hinter mir. Wie ich in meinem anderen Artikel schon berichtet habe, gingen mir die schneeweißen Wände meines Arbeitszimmers auf die Nerven.
Die Farbauswahl ist jedoch riesig und man weiss eigentlich nie ob es nun die richtige Farbentscheidung war oder nicht.
Die Qual der Wahl ...

Ehe man einen Raum einen neuen Look verpassen kann muss man sich Gedanken über die Möglichkeiten der Wandfarben-Farbpalette machen. Wir gehen jetzt mal von dem einfachen Fall, nämlich von glatt gestrichenen Wänden ohne Muster oder dekorative Elemente aus.
Es ist eine Farbauswahl für ein Zimmer zu treffen. Hier kann man nun drei Wege verfolgen. Ton in Ton, mit harmonischen Farben oder es wird mit Kontrasten gearbeitet.
Ton in Ton
Dieser Farbansatz ist elegant und konservativ. Wer also keine großen Experimente mag und dennoch mal was neuen versuchen möchte ist hier genau richtig.
Was bedeutet "Ton in Ton" nun konkret? Ganz einfach, es wird nur mit einer Farbe in unterschiedlichen Schattierungen gearbeitet. Wenn man sich für eine Hauptfarbe entschieden hat wird diese in drei Töne abgestuft. Einen sehr hellen Ton, das wird die Deckenfarbe. Einen etwas dunkleren für die Wände und einen ganz dunklen, satten Ton für Türen, Türrahmen, Fensterbrettern oder sonstigen Schmuckelemente die direkt zum Raum gehören.
Mit harmonischen Farben

Ein anderer etwas gewagterer Ansatz ist die Kombination von miteinander harmonierenden Farben. Doch was sind harmonierende Farben schon wieder? Um diese Frage zu beantworten müssen wir auf ein Hilfsmittel zurückgreifen. Das ist der Farbkreis. In dem Farbkreis ist die gesamte Wandfarben-Farbpalette abgebildet. Die zu einer Farben harmonierenden Farben sind jeweils benachbart eingezeichnet. Diese können ohne Bedenken miteinander kombiniert werden.
Mit Kontrastfarben arbeiten
Wer es sehr farbenfroh haben möchte der möge zur Variante der Kontrastfarben greifen. Auch hier muss erst auf den Farbkreis geschaut werden damit auch die tatsächlichen Kontraste verwendet werden. Wie bestimmt man nun den richtigen Kontrast zu einer Farbe? Es ist die genau gegenüberliegende Farbe auf dem Farbkreis! Damit kann man nun sehr gut mit einem schönen Kontrast arbeiten.
Jetzt haben wir das nötige Rüstzeug um die Farbauswahl zu treffen. Ehe man sich endgültig für eine Variante entscheidet sollte man noch ein bis zwei Tage warten ehe die nächsten Schritte angegangen werden. So eine Farbauswahl ist häufig eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, je nach dem wie man sich gerade fühlt. Das kann nach zwei Tagen schon wieder ganz anders aussehen. Wenn der Raum einmal gestrichen ist muss man erst einmal eine Weile damit zufrieden sein. Sollte man also nach zwei Tagen schon mit der Auswahl unglücklich sein dann wäre es keine gute Enscheidung.
Auswahl der Farbmischung
Wenn man sich für die entsprechenden Farbtöne entschieden hat kann man die Farben kaufen. Häufig wird man hier zu den schon fertigen Mischungen greifen, da es hier eine solche Vielfalt gibt, dass es fast nicht mehr notwendig ist selbst zu mischen.

Fertigmischung
Fertig gemischte Wandfarben gibt es von jedem Hersteller. Die Wandfarben-Farbpalette reicht dabei quer durch das Farbspektrum. Es ist eigentlich für jeden etwas dabei.
Die großen Vorteile der fertigen Farben sind Zeitersparnis und Risikofreiheit. Es geht einfach viel schneller den fertigen Eimer zu nehmen und loszulegen, als erst eine Mischung anzurühren. Zusatzlich vermeidet man das Risiko einer Falschmischung. Die Wandfarben-Farbpalette ist unendlich groß und man kann vieles falsch machen.
Spezialmischung
Leider kann man nicht immer auf fertige Mischungen zurückgreifen. Man sollte es tun wo es geht, aber das klappt eben manchmal nicht. Somit hat man die Möglichkeit die Farbe im Baumarkt des Vertrauens oder beim Farbhändler mischen zu lassen. Hier kann man sich ganz gut darauf verlassen, dass keine Fehler passieren.Menschliches Versagen ist aber auch hier nie ganz ausgeschlossen.
Das Mischen und Abmessen ist Handarbeit und muss dem entsprechend bezahlt werden. Diese Farben werden also etwas teurer sein als die aus der Wandfarben-Farbpalette von der Stange. Da hier Profis am Werk sind können auch Spezialmischungen in Auftrag gegeben werden. Wie wärs zum Beispiel mal mit einem Metallic-Look?
Eigenmischung
Wer es sich zutraut kann die Farbe natürlich auch selbst Mischen. Es ist allerdings nicht zu empfehlen, da einiges schief gehen kann. Auf folgendes ist unbedingt zu achten!
Lieber eine große Mischung machen als viele kleine!
Bei einer einzelnen Mischung ist es nicht so schlimm wenn man ein bisschen neben der Wunschfarbe liegt. Wenn man jedoch mehrere Eimer mischen muss, ist es zwingend notwendig dass der zweite und dritte Eimer exakt die gleiche Farbe hat wie der erste. Das ist nicht leicht. Deswegen lieber einen großen Pott machen, dann erspart man sich die Probleme.
Sehr, sehr, sehr gründlich Mischen!

Seine eigenen Wandfarben Farbpalette muss man aus trockenen Farbpigmenten herstellen. Diese sind in sehr feiner Pulverform gemahlen und lösen sich nicht wirklich auf, sondern verteilen sich in der Basisfarbe. Um also eine gleichmäßige Farbmischung zu erhalten muss lange und gründlich gerührt werden. Das macht man am besten mit einem Baurührgerät oder ersatzweise mit einer Bohrmaschine mit Aufsatz. Für große Mengen Farbe ist ein Rührgerät dringend zu empfehlen.
Bei mehreren Mischungen ganz, ganz, ganz genau abwiegen!
Wenn es sich nicht vermeiden lässt und mehrere Mischungen der gleichen Farbe gemacht werden müssen, dann muss auf absolute Genauigkeit geachtet werden. Dazu sollte eine mindestens grammgenaue Waage verfügbar sein! Ohne diese ist es quasi nicht möglich die Farben wirklich gleich zu bekommen.
Wenn möglich die Mischung testen!

Es ist sicherlich bekannt dass eine Wandfarbe im Eimer anders aussieht als frisch gestrichen an der Wand und auch anders aussieht wenn sie dann getrocknet ist. Um also zu wissen ob man die richtige Farbe hat sollte sie mal schnell auf einem kleinen Stücken probiert werden. Wenn man sie nicht zu dick aufträgt ist sie dort auch schnell getrocknet und damit bewertbar.
So, das wars soweit erstmal zum Thema Wandfarben-Farbpalette. da bleibt nur noch übrig viel Spass und viel Erfolg beim nächsten Renovieren zu wünschen.














Kommentare
Was ich beispielsweise auch sehr interessant finde, sind Menschen, die sich im "geistigen Auge" vorstellen können, wie das gestrichene und eingerichtete Zimmer letztlich aussieht. Ich kann das immer erst, wenn es fertig ist. Wenns nicht passt wird wieder gerückt, dann geguckt wie es aussieht, gerückt, geguckt ... Ist schon nicht so einfach. Aber Spaß macht es.
Liebe Grüße
Achatnia