Warum ist Energie aus Biomasse für Autos wichtig?

von MonikaHermeling

Die Biokraftstoffindustrie bemängelt die Leopoldina Studie der Deutschen Akademie der Naturforscher, weil sie die Vorteile von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich verkenne.

Die Energieversorgung in Deutschland soll zukünftig verstärkt durch den Ausbau der Erneuerbaren Energie bestimmt werden. Darin sind sich der Biokraftstoffverband und die Deutschen Akademie der Naturforscher, mit vielen Experten, aus unterschiedlichen Organisationen, einig. Es ist, neben der Windenergie und der Photovoltaik auch die Biomassenutzung, die zu einem Energiemix beitragen soll. Um zu ermitteln, wie groß das Potenzial der Bioenergie als Energiequelle für Deutschland heute ist und zukünftig werden kann, wurde 2012 von der Deutschen Akademie der Naturforscher, der Leopoldina, die Studie: Bioenergie-Möglichkeiten und Grenzen, herausgegeben. Da sie von Politikern und Entscheidungsträgern in Ministerien, Unternehmen und Organisationen zur Meinungsbildung, herangezogen werden wird, bemängelt der Biokraftstoffverband, dass die Autoren wesentliche Vorteile von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich verkennen.

Die Leopoldina Studie wird vorgestellt

Leopoldina Studie,Deutschen Akademie der Naturforscher

 

 

In der Leopoldina Studie, die 2012 von der Deutschen Akademie der Naturforscher herausgegeben wurde, werden Möglichkeiten und Grenzen des Biokraftstoffes aufgezeigt. Es werden Empfehlungen gegeben, welchen Beitrag die Bioenegie zur Energiewende leisten kann. Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie merkt an, dass die Autoren der Studie wesentliche Vorteile zur Nutzung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich verkennen.

Gedanken des Biokraftstoffverbandes zur Biomasse Studie der Leopoldina

In der 2012 erstellten Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften wird, so Elmar Baumann, der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) ist, nicht berücksichtigt, dass es, außer Biodiesel und Bioethanol derzeit keine praxiserprobte Alternative zu Gas und Benzin gibt. Die von der Leopoldina empfohlene Solar- und Windenergie spiele für den Straßenverkehr keine Rolle, weil nur 4.600 der rund 51 Millionen Fahrzeuge, die in Deutschland angemeldet sind, einen Elektromotor haben.

Baumann betont, dass Biodiesel und Bioethanol in ihrem gesamten Herstellungsprozess, den strengen Nachhaltigkeitskriterien unterliege. Dabei sei gewiss, dass im gesamten Produktionsprozess der Biokraftstoffe auftretenden Treibhausgasemissionen mindestens 35 Prozent niedriger sein müssten, als die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung und Nutzung von Gas und Benzin. Der Biokraftstoffverband kommt zum bestürzenden Fazit, dass die Studie, wenn man die Experten richtig verstanden habe, für den Straßenverkehr weiter auf Erdöl und dem daraus produzierten Benzin, setze.

Das sei, in Ansicht der massiven Schäden und Risiken für Umwelt und Klima, bei den Problemen mit der Erdölförderung in der Tiefsee und in der Arktis, völlig unverständlich.

Den Verfassern der Studie wird von Elmar Baumann vorgeworfen, Realitäten in den Möglichkeiten von Elektromobilität zu übersehen. Er bemängelt zusätzlich, dass die Experten versäumten, sich ausreichend mit der europäischen Gesetzgebung zur Nachhaltigkeit auseinander zu setzen.

Richtigstellung: Biokraftstoffe tragen nicht zum Hunger in der Welt bei

Elmar Baumann sieht die Ursache für eine Mangelernährung in Teilen der Weltbevölkerung, in einer schlechten Regierungsführung und Korruption in diesen Ländern, die, in Verbindung mit neuzeitlichen Wetterextremen, zu Armut und Bürgerkriege führten. Die Einführung von Biokraftstoffen sei daran nicht beteiligt.

BUND und Greenpeace gegen Biosprit E10

Wegen der hohen Getreidepreise, fordert der Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter und der BUND für Umwelt und Naturschutz, für den Biosprit E10, ein sofortiges Aus.Dadurch werde der Getreidemarkt entlastet. Denn jährlich werde in Deutschland, aus 1.5 Millionen Tonnen Getreide Ethanol hergestellt.Der deutschen Entwicklungsminister Dirk Niebe, befürwortet, bei den steigenden Lebensmittelpreisen infolge von ungünstigen Wuchsbedingungen, weltweit, einen sofortigen Verkaufsstopp für den Biokraftstoff E10.

Keine Antwort auf die Frage, wie Energie für den Straßenverkehr erzeugt werden soll

Baumann erläutert, dass alle Experten die Auffa,ssung vertreten, dass der Verbrennungsmotor in der Zukunft, besonders im Güterverkehr, weiter eine entscheidende Rolle spielen werde. Mit ihrer unrealistischen Empfehlung für Sonnen- und Windenergie blieben die Autoren der Leopoldina jede Antwort auf die Frage schuldig, wie schmutzige fossile Energie, im Straßenverkehr ersetzt werden könnte.

Deutschland setzte die  EEG-Richtlinien schon um

Deutschland hat, als erstes Land in Europa, die EEG-Richtlinie der Europäischen Kommission, umgesetzt.

  • Biokraftstoff wird nachhaltig produziert und seit Januar 2011 zertifiziert.
  • Bei der Produktion von Biodiesel und Bioethanol werden folgende Kriterien berücksichtigt:
  • Die Rohstoffe stammen nicht von besonders schützenswerten Flächen
  • Die Endprodukte, Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl müssen mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase produzieren, als Kraftstoffe die aus fossilen Quellen stammen. Es wird bei der Berechnung der gesamten Produktionsweg, vom Ackerbau, der Ernte, dem Transport, bis zur Verbrennung im Motor, berücksichtigt

Hier kann die Studie Bioenergie-Möglichkeiten und Grenzen, herunter geladen werden

 

Publikationen zu Biodiesel

Im August 2012 wurde die Region Aller-Leine-Tal zur "Energie Kommune" , eine Auszeichnung die monatlich, von der Agentur für Erneuerbare Energien, vergeben wird, erkoren.
Die neue Art Energie zu gewinnen, beinhaltet diese Kraft für Notzeiten zu speichern. Alternative Energiespeicher sind die Lithium-Ionen-Batterie oder die REDOX-Flow-Batterie.
Ergebnisse aus den RKW Impulsgesprächen, die mit 600 Unternehmen über Energie sparen geführt wurden.
Rosemarie Lindhorst stellt die neue Website Energieeffizienz, des RKW, der den Mittelstand in Deutschland unterstützt, vor
Beim „Rollout, im Mai 2012, präsentiert das Team High Speed Karlsruhe, Studierende der Hochschule Karlsruhe, stolz den Prototyp ihres Rennwagens, den F-106.

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MonikaHermeling, am 13.08.2012
 
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Kommentare


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MonikaHermeling am 19.08.2012

Ich möchte noch anmerken, dass aus Biomasse Gas, aber auch Öl und Ethanol hergestellt werden kann. Die Rohstoffe sind Grünabfälle, Trester, bei der Most- und- und Weingewinnung.
Teilweise gehen diese Produkte heute zu pigfit, einer Aufbereitungsfirma für Tierfutter.

MonikaHermeling am 19.08.2012

Meist wird erst über Alternativen nachgedacht, wenn es eine Notlage gibt.Das ist dann die Chance für Entwickler, Erfinder und Tüftler. Da die Kosten meist erst mal in der Entwicklungsphase liegt, sind sie meist nur wenigen bekannt. Mit den Einnahmen ist das gewöhnlich etwas anderes. Ich durfte einige namhafte Erfinder und ihre Schwierigkeiten an den Markt zu kommen, kennenlernen.Die Produkte, zum Beispiel Carglass, Dyson sind super und wirklich sensationell, aber es brauchte lange Jahre bis zur Marktreife.

Merlin am 18.08.2012

Nur Biomasse wird es immer geben, Öl nicht. Außerdem rechnet niemand mal nach,
wieviel Geld im Land bleiben würde.

MonikaHermeling am 18.08.2012

Nein, das ist nicht gemeint.Bei der Kostenrechnung sind die Investitionen oft zu hoch. Einzelne forschen, entwickeln etwas und dann kommt für den ganzen Aufwand zu wenig raus. An Finanzen, aber auch an positiver Umweltbilanz.

Merlin am 18.08.2012

Nicht lohnend für wen? Für die Umwelt? Für uns Bürger? Oder für die Ackermänner?

MonikaHermeling am 18.08.2012

Richtig, es gibt genügend Biomasse, Brot- und Kuchenreste, Schlachtabfälle nicht eingerechnet. Von den Gegnern wird dagegen gehalten, dass die Verwertung jeweils nicht lohnend sei.

Merlin am 18.08.2012

Ich glaub, in Norwegen wird an Enzymen gearbeitet, die es möglich machen, Abfälle wie Stroh, Grünabfall und Restholz aufzuspalten und zu verdieseln. Damit wäre keine
Konkurrenz zur Nahrungserzeugung mehr nötig. Wenn ich sehe, wieviel Biomasse unnötig vergammelt, möcht ich am liebsten die gesamte Regierung mit Forken und Rechen in die Botanik schicken!

MonikaHermeling am 18.08.2012

Dazu erhalten Journalisten ständig unterschiedliche Informationen, die es schwer machen, vom vielen hin- und herdrehen, den Kopf für eigene Überlegungen frei zu bekommen.

Merlin am 14.08.2012

Stimmt!!!!!! Da geb ich auch der Zick-Zack-Regierung die Schuld. Keine klare Linie. Ohne viel Sinn und Verstand. Immer gerade der Lobby nach, die am lautesten schreit.

MonikaHermeling am 14.08.2012

Stimme einem Stopp von Billigimporten von Ethanol zu.
Ich finde es unverständlich, dass E!0 ohne jegliche Information, verbindlich, genutzt werden sollte. Das solche Marktstrategie schief gehen musste, liegt klar auf der Hand. Nach meiner Meinung liegt die Schuld am Desaster bei der Markteinführung von E10 nicht so sehr bei der Autoindustrie, sondern bei den Politikern, die E10 möglichst schnell auf den Markt bringen wollten..Da zählen die Beweggründe wenig. Gute Produkte, scheitern oft an einem schlechten Marketing.




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