"Heroes" von David Bowie gehört zu jenen "Klassikern", die es nicht gleich auf Anhieb auf die vordersten Chartplätze gebracht haben. Erst ein Film sowie der Live Aid Auftritt Bowies 1985 haben dem Song eine größere Popularität gebracht. Gott sei Dank.
Es ist die Geschichte von Liebe, Freiheit und Unbesiegbarkeit.
We could be heroes - just for one day
von renzmarketing
David Bowie im Berlin der 70er Jahre mit einer Botschaft, die noch immer Gültigkeit hat: Lass uns Helden sein, wenn auch nur für einen Tag.
We could be heroes
Ich versuche es mir vorzustellen, er der noch mittelmäßig bekannte Künstler, der 1977 ins Zentrum des Heroins (© Bowie) reist um dort gemeinsam mit Gleichgesinnten (in jeder Hinsicht) eine Platte aufzunehmen.
Gemeinsam mit Brian Eno und Tony Visconti sieht er rüber zur Mauer, beobachtet ein Liebespärchen, das sich dort trifft. Sie lassen sich von legalen und vermutlich illegalen Rauschmitteln beeinflussen und schreiben einen Song der erst viel später zu einem Markenzeichen Bowies wird.
"Heroes" ist eine Botschaft an uns, Helden zu sein - wenn auch nur für einen Tag. Und die Liebe als die stärkste Kraft zu sehen, die sichtbare und unsichtbare Gegner besiegt.
David Bowie, Heroes
I, I can remember, standing by the wall
Brauchen Kunstwerke ein bestimmtes Milieu um entstehen zu können?
Ganz offensichtlich waren die muffigen 70er Jahre ein guter Boden für den Wunsch nach Freiheit und Flucht. Nicht nur nach physischer Freiheit, auch nach seelischer Freiheit, auch wenn diese viel zu oft in die Heroin-Falle führte. Heroes erlangte gerade in Deutschland erst große Popularität im Zusammenhang mit der verfilmten Geschichte der Christiane F.
Da konnte man schon von Glück sprechen, wenn man in einer familiären Geborgenheit und Sicherheit aufwachsen durfte und (wie es ein sehr geschätzter Autorenkollege formulierte) Samstag abends nach dem Duschen im Pyjama vorm Fernseher zu sitzen und den Dieter, den Thomas, den Heck zu gucken.
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| David Bowie - Heroes Poster Print, 61x92 Nur EUR 6,00 | Christiane F.-Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo | Heroes |
I wish I could swim like Dolphins could swim
Im Angesicht der realen Mauer von damals ein Wunsch der Sinn macht, weil er nachvollziehbar ist und unsere Sehnsüchte nach Freiheit und Weglaufen beschreibt. Einfach losgehen, alles hinter sich lassen und nicht planen, erwarten oder kontrollieren was kommt oder kommen kann.
Doch die Mauer gibt es nicht mehr und trotzdem stehen viele Mauern rund um uns und hindern uns daran einfach „loszuschwimmen“.
Nein wir schwimmen nicht – nicht einmal für einen Tag.
"Oh we can beat them, for ever and ever"
Aber ich mache Bowie keinen Vorwurf, schließlich ist jeder für sich selbst verantwortlich und in Wirklichkeit geht es nicht darum „die Anderen“ zu besiegen, sondern sich selbst.
Doch genug mit Weisheiten.
Lieber lehne ich mich zurück, lasse die 70er ruhen und genieße dieses wunderbare „Masterpiece of Music“, träume davon, alle und alles besiegen zu können, von der Kraft der Liebe und der Sehnsucht.







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Kommentare
....aber wahr und und ein erster Schritt.
Danke für Deine Gedanken.
Vielleicht würde es schon reichen die eigenen Mauern einzureißen.
Keine Vorurteile mehr, kein Neid usw.
Es wäre möglicherweise hilfreich auch einmal "Nein" zu sagen, wenn einem danach ist.
Ich weiß, es klingt sehr abgedroschen ...
Ja Petra, welche "innere Revolution" wird uns dabei helfen, die Mauern niederzureißen?
Schön geschrieben. Bleibt zu hoffen, dass die inneren Mauern bröckeln und hoffentlich noch einstürzen.
LG
Petra
Da kann ich nur den Daumen zücken.
LG Merlin
Vielen Dank an Euch, Ihr lieben "Spiders from Mars"
Als Bowie Fan war ich sehr neugierig beim Anblick des Titels! Schöner Artikel!
Na, da hast du ja wieder meinen sentimentalen Nostalgienerv getroffen!
Und wer sich hinter dem Autorenkollegen verbirgt habe ich natürlich sofort erkannt ;-)
Zitat: A thumb goes up… (der zweite Teil bleibt natürlich weg!)
Ja, die Siebziger. Gute Jahrgänge.
* seufzt.