Wie gewinne ich einen Schreibwettbewerb?

von Schreibenundlesen

Wer schreibt, der bleibt, sagt ein Sprichwort. Wobei ein Autor mit abgegriffenen Sprichwörtern jede Jury langweilen würde. Wie aber überzeugt mein Text?

Ist die Teilnahme an einem Schreibwettbewerb ein Muss?

Kann ich als Autor auch ohne Wettbewerb berühmt werden?

Antwort zur ersten Frage: ein klares Nein. Antwort zur zweiten: ein klares Ja. Wobei es mit dem Berühmtwerden gar nicht so einfach ist, schon gar nicht, wenn man seine Prominenz durch das Schreiben erlangen will. Denn die guten alten Zeiten, in denen die wenigen "Großen" sich an einer Hand abzählen ließen, sind längst vorbei. Unzählige Anbieter von unzähligen Kreativlehrgängen werben damit, aus dem groben Holz ihrer Schützlinge innerhalb kurzer Zeit einen zarten Schriftsteller zu schnitzen. Im Werbedeutsch heißt das, sein Potential zu erkennen und zu fördern. Und so ist es kein Wunder, dass niemand all die studierten und fernstudierten Autoren, Schrifsteller, Dichter und Denker benennen kann, die auf der Suche nach Inspirationen durch lauschige Gassen, über sagenumwobene Plätze und zu mystischen Grachten ziehen. Und die Schreibwettbewerbe als Chance nutzen, ihrer Suche nach Berühmtheit und Anerkennung ein kleines Stück näher zu kommen. Die Teilnahme an solchen Wettbewerben ist keine Pflicht, sondern eine Kür. Und außerdem ist sie eine Gelegenheit, sich selbst und sein Schreibtalent unter die Lupe zu nehmen.   

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Muss mein Text auffallen, um die Jury zu überzeugen?

Warum sind Teilnahmebedingungen einzuhalten?

Wer als Autor Erfolg haben will, sollte durch seinen eigenen Stil beeindrucken. Insofern wird jemand, der abgegriffene Floskeln nutzt, bei einer Wettbewerbsjury kaum mehr als ein müdes Gähnen hervorrufen. Trotzdem aber ist es ratsam, den Text dem allgemeinen Verständnis des Lesers nicht so weit zu entfremden, dass er ihn nach dem ersten Absatz entmutigt zur Seite legt. Denn auch Jurymitglieder sind nichts anderes als Leser. Besonders kritische obendrein. In den meisten Fällen gibt die Jury ein Thema vor. In allen Fällen ist es Pflicht, sich an dieses Thema zu halten. Wirklich in allen. Denn wer zu einem Lyrikwettbewerb einen Prosatext einreicht, fliegt raus. Und wer bei einem Umweltwettbewerb meint, über die sexuellen Praktiken seiner Mitmenschen oder Haustiere berichten zu müssen, der fliegt ebenso. Es sei denn, diese würden sich mit rein umweltschonenden Verhütungsmitteln in definitiv ökologischen Betten abspielen. Doch auch hier wird die Jury Grenzen setzen. Auch was die vorgegebenen Zeilen oder Zeichen betrifft, ist eine Jury pingelig. Es nützt nichts, wenn die Geschichte auch nur eine Zeile länger ist als erlaubt. Ein Zeichen zu viel reicht, um sie auf Nimmerwiedersehen vom Rest der Einsendungen abzugrenzen. Auffallen sollte ein Autor mit der Idee zur Umsetzung seiner Geschichte, die zu einem vorgegebenen Thema erdacht wird.

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Was gilt, wenn nur unveröffentlichte Texte zum Wettbewerb eingereicht werden dürfen?

Wann ist ein Text veröffentlicht?

Grundsätzlich ist es eine Sache der Auslegung, ab wann ein Text als veröffentlicht gilt. Allgemein kann man jedoch davon ausgehen, dass mit Veröffentlichung nicht nur die Erscheinung in Printmedien, sondern auch in digitalisierter Form gemeint ist. Streng genommen darf ein Text nicht einmal an einen anderen Wettbewerb eingereicht worden, sprich, der Öffentlichkeit (jemand anderem als dem Autoren selbst) zur Kenntnis gelangt sein. Allerdings sehen Veranstalter dieses Thema zumeist gelassener, so dass es sich lohnt, bei unklarer Ausdrucksweise bei den Verantwortlichen nachzufragen. Erhält der Autor auf seine Frage eine freundliche Antwort, kann er sich gewiss sein, dass in der Jury kompetente Menschen sitzen, deren Ziel es ist, die besten Autoren für die gelungensten Texte auszuwählen.

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Und was ist nun mit dem Sieg?

Wie lässt sich ein Schreibwettbewerb gewinnen?

Wer formale Bedingungen zu einem Wettbewerb einhält, ist schon einmal auf der sicheren Seite, nicht bereits im Vorfeld auszuscheiden. Das bedeutet, dass die Jury den Text auf jeden Fall liest. Nun kommt es nur noch darauf an, die einzelnen Jurymitglieder von seinem Können zu überzeugen. Pauschale Regeln, die zum Gewinnen beitragen, gibt es jedoch leider nicht. Schließlich sind Jurymitglieder Menschen und keine Maschinen. Sie besitzen eigene Vorlieben, eigene Ansichten und eine eigene Meinung. Und ganz ehrlich: hätte der Autor dieses Beitrages bereits durch die Teilnahme an Schreibwettbewerben einen Prominenzstatus erreicht, könnte er seine Zeit gänzlich dem Schreiben von Autogrammen widmen. 

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Schreibenundlesen, am 30.05.2011
 
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Kommentare


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Alma am 04.06.2012

Ein sehr interessanter Artikel und so anschaulich geschrieben. Meinen Daumen gebe ich gerne.
L.G.Alma

Schreibenundlesen am 14.06.2011

Ach Barbara, das hast du schön geschrieben. Danke und liebe Grüße

Joppeline am 13.06.2011

Wer schreibt, der bleibt. Aber wer liest, sollte auch bleiben, am Text nämlich. Dein schöner Artikel ist so ein Text, an dem ich dranbleiben wollte bis zum Schluss.
Liebe Grüße
Barbara

Schreibenundlesen am 01.06.2011

Mach ich, danke ;-)

Hans am 01.06.2011

Und falls Du Fragen hast, dann entweder im Forum nachschauen oder eine Nachricht schreiben.
LG Hans

Schreibenundlesen am 01.06.2011

@ Hans: Danke für dein Lob und den Tipp zum Einstellen von Bildern. Ich werde mich bemühen, so nach und nach die kleinen und großen Tücken der Technik zu überwinden. LG

Hans am 01.06.2011

Herzlich Willkommen auf Pagewizz und Gratulation zu Deinem ersten Artikel.

Sehr gut geschrieben und sehr informativ. Dafür gibt's von mir den Daumen nach oben!

Noch ein kleiner Tipp von mir: Wenn Du ein Vorschaubild einfügst, hat Dein Artikel größere Chancen, auf der Startseite gelistet zu werden. Public Domain Bilder findest Du zum Beispiel auf Pixabay.com

LG Hans

KreativeSchreibfee am 31.05.2011

Vielen Dank für die gedrückten Daumen, ich gebe mir Mühe : )

Schreibenundlesen am 31.05.2011

@KreativeSchreibfee
Danke für das herzliche Willkommen. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, so schnell Rückmeldungen zu erhalten. Der erste Artikel war eher ein Test. Wie es scheint, funktioniert diese Plattform bestens, so dass ich hier gern mehr Zeit verbringen werde. Herzlichen Glückwunsch zu deinen bisherigen Erfolgen bei Schreibwettbewerben! Ich drücke dir die Daumen, dass du weiterhin gute Ideen aufs Papier bringen kannst.

Schreibenundlesen am 31.05.2011

@ingehannemann
Vielen Dank für deine Rückmeldung. Manchmal reicht ein kleiner Anstoß, ein Wink mit der Zaunslatte oder einfach der richtige Moment, damit Träume wahr werden ;-)


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