Hefeteig braucht länger, wenn er nicht die optimalen Bedingungen hat. Wenn Ihr Teig mit wenig Hefe angesetzt wurde und viel Fett enthält, wird er länger als eine Stunde gehen müssen. Wenn Sie ihn in den Kühlschrank stellen, kann er gut zwölf Stunden brauchen; das empfiehlt sich zum Beispiel für einen Osterbrunch.
Allerdings sollte man ihn verarbeiten, sobald er auf das Doppelte seines Volumens angestiegen ist. Lässt man ihn länger stehen, fällt er wieder zusammen. Dann kann er nur noch gerettet werden, wenn Sie zusätzlich Backpulver einarbeiten; aber ein echter Hefekuchen wird das dann nicht mehr.
Wenn Ihr Hefeteig Milch enthält, kann diese Milch recht schnell sauer werden. Das riechen Sie dann. Auch ohne Milch wird der Teig am zweiten Tag sauer.
Außerdem wird der Alkoholgehalt des Teiges zunehmen; auch das riechen Sie. Es handelt sich zwar nicht um giftigen Alkohol und er wird beim Backen auch weitgehend verfliegen, aber hinterlässt doch einen Geschmack, den man in seinem Hefekuchen oder Brot nicht haben möchte.
Und irgendwann haben sich die Hefepilze so stark vermehrt, dass sie ihre Nahrungsgrundlage aufgezehrt haben und an ihren eigenen Ausscheidungen sterben. Von Verfechtern eines umweltgerechten menschlichen Lebens werden sie deshalb gerne einmal als warnendes Beispiel dafür angeführt, wie unkontrolliertes Wachstum zur Vernichtung der eigenen Lebensgrundlagen führen kann.
Kommentare
Schöner Artikel.
Jetzt muss der Teig einfach gelingen ...