Wie lange kann man unter Wasser bleiben?

von susivital

Wie lange man unter Wasser bleiben kann ist völlig unterschiedlich. Mancher Tauchanfänger kommt selbst mit Taucherflasche nicht an den aktuellen Guinnes-Rekord im Luftanhalten ran.

Mein 6-jähriger Sohn schafft es im Moment, 25 Sekunden lang in der Badewanne zu tauchen, ich selbst habe soeben (außerhalb des Wassers) 80 Sekunden die Luft angehalten. Alles Peanuts im Vergleich zu den sog. Apnoetauchern, die es schaffen, mit intensivem Training, speziellen Atem- und Druckausgleichstechniken und dem genauen Wissen ihrer Grenzen, immer länger, zum Teil auch immer tiefer zu tauchen.

Die Anfänge des Tauchens

Bekannt ist, dass bereits 4500 v. Christus in Asien, Indien und im Arabischen Meer zum Sammeln von Muscheln, Schwämmen, Perlen und Korallen,getaucht wurde. 2500 v. Christus hatten griechische Apnoetaucher ihre Hochsaison. Schon immer bestand der Wunsch, unter Wasser atmen zu können. So wurde von Da Vinci 1500 n. Chr. ein Tauchanzug entwickelt.  Die ersten Tauchglocken wurden bereits 450 v. Chr. erwähnt, und Schnorchel nutzten Kampftaucher ca. 60 n. Christus. Ab 1747 wurde an speziellen Helmtauchanzügen rumgebastelt, die auch schon funktionierten. Bis heute ist das Helmtauchen bei kontaminierten Wasser unverzichtbar. Während sich die Tauchgeräte immer weiterentwickelten, wurde aus dem Apnoetauchen eine Wettkampf-Disziplin, die immer mehr zum Extremsport wird.

Helmtauchanzug

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Apnoetauchen als Extremsport

Zeittauchen - Statisches Apnoetauchen

Beim Zeittauchen soll mit einem Atemzug so lange wie möglich unter Wasser geblieben werden. Im Normalfall liegt der Taucher ruhig auf der Wasseroberfläche mit dem Gesicht unter Wasser. Der internationale Standard bei Wettkämpfen wird durch den Freitauch-Verband AIDA international festgelegt, und beinhaltet folgende Regeln:

  • Die zu erwartende Tauchzeit muss vorher festgelegt werden. Bei Unterschreitung werden Punkte abgezogen
  • Innerhalb 10 sec. nach dem Startzeichen, muss begonnen werden
  • Innerhalb von 15 sec. nach dem Auftauchen, muss jegliche Tauchausrüstung (Brille, Nasenklammer oder Ähnliches) entfernt werden, ein OK Zeichen gegeben und auch verbal bestätigt werden. So wird ausgeschlossen, dass der Taucher nicht bis fast zur Ohnmacht unter Wasser bleibt.

Werden diese Auflagen nicht erfüllt, wird die Leistung nicht bewertet.

Die aktuellen Weltrekorde:

Hier nun also die offiziell anerkannten aktuellen Tauchzeiten der im Moment amtierenden Weltmeister im Zeittauchen:

Frauen:

Natalia Molchanova 8:23 min
Männer: Stephane Mifsud 11:35 min
Die Guinness-Welt-Rekorde

Aber es geht noch besser! Sind bei offiziellen Wettkämpfen keine Hilfsmittel erlaubt, so wird bei der Showvariante des Zeittauchens mit Hilfe von reinem Sauerstoff, der vorher eingeatmet wird, die Tauchzeit erheblich verlängert. Kohlendioxid wird dabei fast restlos abgeatmet, und somit der Atemreiz verzögert. Der Guinness-Rekord im Zeittauchen mit Sauerstoff liegt seit 2011 bei sagenhaften:

21 Minuten und 33 Sekunden

 

Aufgestellt wurde dieser Weltrekord von dem 1971 geborenen Schweizer Peter Colat. Damit überbot er den Rekord von Ricardo da Gama im Zeittauchen mit Sauerstoff um 1 Minute und 12 Sekunden.

Nun gut, da muss ich noch etwas üben ;-)

Streckentauchen mit oder ohne Flossen

Eine weitere Disziplin beim Apnoetauchen ist das Streckentauchen. Hier wird mit oder ohne Flossen unterschieden. Das Ziel ist, unter Wasser eine möglichst lange Strecke mit nur einem Atemzug zurückzulegen. Dieser Weltrekord wird bei den Frauen ebenfalls von Natalia Molchanova gehalten, und zwar mit und ohne Flossen. Sie erreichte mit Flossen 225 Meter und ohne 160 Meter. Bei den Männern hält Dave Mullins mit Weltrekord ohne Flossen mit 218 Metern. Mit Flossen tauchte Goran Colak 273 m.

Tieftauchen

Beim Tieftauchen werden verschiedene Disziplinen unterschieden. Die heftigste ist hierbei die No-Limit. Der offizielle Weltrekord liegt hier bei 214 Metern in die Tiefe. Dabei wird der Taucher mit Hilfe eines Tauchschlittens schnell in die Tiefe gezogen. Mit Hilfe von Druckluft oder Seilwinde wird der Taucher ebenso schnell wieder nach oben gebracht.

Warnhinweis

Unternehmen Sie jetzt bitte nichts unüberlegtes, und Fragen Sie zu Risiken und Nebenwirkungen des Tauchens bitte ihren Tauchlehrer! Bei Tauchversuchen kamen schon Menschen ums Leben.

Sollten Sie dennoch bei ihrem nächsten Besuch im Schwimmbad oder am Baggersee feststellen, dass Sie länger tauchen können, als in diesem Artikel angegeben (und danach noch nicht gestorben sind), wäre wohl eine Teilnahme beim nächsten Weltrekordversuch äußerst vielversprechend.

Emotionen

Wer nun mehr über das Tauchen erfahren will, sollte mal hier rein schauen

Wie lernt man Tauchen? Wo ist es am schönsten und was für Voraussetzungen gibt es dafür?
Es fährt sich ganz normal wie ein Motorboot, kann aber auch tauchen!

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susivital, am 08.06.2012
 
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Kommentare


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Namir am 30.01.2013

solange würde ich es nie aushalten. sehr interessant

Kuscheltier am 05.12.2012

Das ist ja interessant!

Ted am 05.12.2012

Wow, das sind ja spitzenwerte bei den Sportlern. Wusste ich gar nicht

Kai am 05.12.2012

Also ich schaffe auch nur eine MInute maximal. Aber das sind ja sehr heftige Werte bei den Sportlern

Camp am 25.09.2012

Die Disziplin Streckentauchen hat eine neue Rekordmarke! Olga Martinez-Alvarez hat im April 2012 Unglaubliche 182 Meter geschwommen. Ich schaffe eine Bahn wenn ich einen guten Tag habe!

susivital am 28.07.2012

@Antitwitter Danke für den Hinweis. Soll ja kein Wimmelartikel sein ;-)

antitwitter am 27.07.2012

Lass mal dein Rechtschreibprogramm über die Texte gehen, es wimmelt ziemlich. Darauf ein Guinness, bis die Apnoe kommt. Sonst aber ein gutes Thema.

Sami am 27.06.2012

hmm. also ich halte 50 secunden hehe nicht mehrr wie geht das mit 6 min !!!

Gabriel am 27.06.2012

also ich glaube nicht mher als 6 min :))

Alice_Alphabet am 20.06.2012

Naja, ein Vorbild für mich ist er auch nicht. Aber mich faszinieren Leute, die extreme Dinge machen und die Grenzen austesten. In Österreich also derzeit der Nitsch nach unten und der Baumgartner nach oben.

Wahnsinn gehört da dazu, aber für mich in einem anderen Sinn als die Deppen, die du aus der Brühe gezogen hast. Spontane Selbstüberschätzung oder jahrelange Vorbereitung für etwas, das man am Ende eben doch nicht kalkulieren kann, weil es noch nie jemand gemacht hat: Das sind für mich verschiedene Dinge. Ich glaube, diese Leute sind im Prinzip Sicherheitsfreaks. Nur, dass es Sicherheit in diesen Bereichen in Wirklichkeit nicht gibt.

* hält probeweise die Luft an und wird auch nie im Buch der Rekorde stehen.




 
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