Rein technisch gesehen wird die Welt täglich kleiner: Internet und Handy sorgen für sekundenschnelle Verbindungen, und wer mit einem Jumbo von Kontinent zu Kontinent jettet, umrundet die Erde in weniger als 70 Stunden. In kulinarischer Hinsicht wird die Welt allerdings täglich größer: Neben Pizza und Pasta, die schon fast als Hausmannskost gelten, und dem klassischen „Chinesen ums Eck“, der den traditionellen Beisln Konkurrenz macht, erobern neue ethnische Küchen die heimischen Gaumen: japanisches Sushi und mexikanische Enchilladas, indische Curries und marokkanisches Couscous, Pfeffertöpfe aus der Karibik und Kokossorbets aus Thailand kommen zwar nicht oft, aber immer öfter auf den Tisch. Die Zutaten gibt es frisch am Markt oder sie werden, wie in vielen guten Ethno-Restaurants üblich, direkt aus dem Ursprungsland importiert.

Wer keine Lust hat, sich am Naschmarkt durch die Menschenmengen zu drängeln, muss sich auf den Weg Richtung Urban-Loritz-Platz machen. Im Schatten der neuen Hauptbibliothek findet sich Wiens wohlsortiertester Supermarkt für asiatische, afrikanische und lateinamerikanische Spezialitäten. Mehr als 5000 Produkte stehen zur Auswahl – von Saucen und Pasten über ein riesiges Angebot an Tiefkühlprodukten, speziell Meeresfrüchten, bis hin zu frischem Obst und Gemüse. Für Exotik-Neulinge besonders interessant: die vielen Convenience-Produkte, u.a. indische und thailändische Curries, Suppen und Gemüsegerichte, die nur mehr kurz erhitzt werden müssen.

Wo: Prosi Exotic Supermarket, 1070 Wien, Neubaugürtel 44, www.prosi.at

Inder gibt es viele. Und auch die pakistanische Küche ist in Wien ganz gut vertreten. So gesehen wäre der Wiener Deewan, vom exotischen Namen einmal abgesehen, nichts Außergewöhnliches. Was ihn dennoch von seinen Mitbewerbern unterscheidet, ist das Geschäftskonzept: Jeder zahlt fürs „all-you-can-eat“-Buffet, was es ihm Wert ist, frei nach dem Motto „Pay as you wish!“. Fixpreise gibt es nur bei den Getränken, Wasser kommt selbstverständlich gratis auf den Tisch. Jeweils 5 Gerichte stehen zur Auswahl, davon 3 vegetarische Varianten – meist herrlich-cremige Currys mit selbst gemischten, gerösteten und gemahlenen Gewürzen. Weiterer Pluspunkt: Take-away (zu Fixpreisen), Zustellservice in die nähere Umgebung mit "Curry Carrier" und Catering.

Wo: Der Wiener Deewan, 1090 Wien, Liechtensteinstraße 10

Dass exotisch nicht automatisch „aus fremden Landen“ bedeutet, beweist Colette Pommer in ihrem neuen „Kochbüro“. Die Radioköchin und Verfasserin des Kulinarik-Bestsellers „Gehört gekocht | Vom Luxus der einfachen und raffinierten Küche“ köchelt hier nicht nur für ihre wöchentliche Ö1-Sendung, sondern bereitet auch köstliche Buffets vor. Das Angebot reicht dabei von Klassikern der österreichischen Küche bis hin zu durchaus wagemutigen Kreationen mit Kutteln oder Schweineschwanzerln, denn Colettes große Leidenschaft ist das Experimentieren mit ungewöhnlichen oder aus der Mode gekommenen Lebensmitteln. Wer mehr wissen will, findet auf ihrer Homepage u.a. Rezepte für Speckdatteln, frische Feigen mit Schokoladecreme oder Blunzenradln mit Semmelkren.

Wo: Colette kocht auf, 1070, Bandgasse 26, www.colettekochtauf.at

Im einzigen tibetischen Restaurant Österreichs fühlt man sich zwar nicht wie im Himalaya, doch man speist mindestens ebenso gut wie am Dach der Welt. Alle traditionellen tibetischen Speisen basieren auf dem Wissen der tibetischen Heilkunde und beinhalten viel frische Kräuter und Gemüse. Spezialität des Küchenchefs sind die  „Momos“, mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen. Dazu gibt’s verschiedene Tees – u.a. auch den berühmt-berüchtigten Buttertee. Ein besonderes Erlebnis ist ein Essen im Freundeskreis im Extraraum, der wie ein tibetisches Wohnzimmer eingerichtet wurde. Zum Lokal gehören auch der Tibet-Shop Jakini und die Tibet-Galerie, wo regelmäßig Veranstaltungen und Vernissagen stattfinden.

Wo: Tibet-Kultur-Restaurant,1090 Wien, Währinger Gürtel 102, www.tibet-restaurant.at

 

Wien ist anders! Und so verwundert es nicht, dass mitten in der City ein kulinarischer Außenposten Australiens existiert. Wer hinabsteigen will in die Welt von „Down Under“, bekommt hier inmitten einer nachgebauten australischen Opalmine exotische Köstlichkeiten serviert – vom zarten Straußen- und Känguruh-Steaks über Krokodilfilets bis zu frittierten Heuschrecken. Die (vermeintliche) Mutprobe lässt sich leichter bestehen, wenn die Snacks der etwas anderen Art mit einem ordentlichen Schluck „Ayer's Rock Red“ hinuntergespült werden. Schräg sind auch die wöchentlichen „Travia-Nights“: Wer 20 Fragen aus allen nur denkbaren Wissens- und Sachgebieten beantworten kann (solo oder als Team), gewinnt den Jackpot mit australischen Goodies im Wert von 160 Euro.

Wo: Crossfield´s Australian Pub, 1010 Wien, Maysedergasse 5, www.crossfield.at




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Die sichtbarsten Spuren von Dichtern und Dichtung in Wien sind Gedenktafeln, Büsten, Monumente und natürlich die Grabmäler am Zentralfriedhof.

Es wird ein Wein sein und wir werden nimmer sein.

Ob Kruspelspitz und Hüferschwanzel, ob Radetzkys Souvenir oder Wiener Würstel, die Altwiener Küche ist wohl einzigartig!
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