1. Denk` dran, dass du schon einmal der Stärkste warst – und der Schnellste!

Wenn alles um dich herum schwarz ist, beziehungsweise du dich so fühlst, dann sei dir über eins im Klaren (und ich meine das ernst): Als du gezeugt wurdest, war die Samenzelle, die in die Eizelle eindrang, die schnellste und vermutlich stärkste. Du bist also das Resultat aus einer sehr schnellen und qualitativ hochwertigen Samenzelle, die mit Verschmelzung der Eizelle neues Leben zu bilden in der Lage war. Wir alle auf der Welt sind also die Crème de la Crème – und so wie das Leben möglicherweise programmiert ist, treiben wir die Evolution weiter voran, indem wir das Beste von uns wieder weitergeben. Es klingt vielleicht weit hergeholt, trotzdem gab es einen guten Grund, wieso du so bist, wie du bist - mit all´ deinen Fähigkeiten, Anlagen und Talenten, die in dir schlummern.

 

Denk´ bitte daran, wenn du gerade in einem tiefen Loch sitzt, dass du sehr wohl in der Lage bist, zu kämpfen! Die innere Stärke hast du jedenfalls ganz sicher dazu, du musst nur lernen, sie wieder zu aktivieren!

2. Lösche alte Verhaltensmuster!

Es gibt ein schönes Zitat aus einem noch schöneren Film, welches lautet:

"Lass Dir von niemanden je einreden, dass Du was nicht kannst. Auch nicht von mir. Ok? Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta."

("Das Streben nach Glück" mit Will Smith)

 

Ein Vater erklärt seinem Sohn mit diesem Zitat genau das, was ich jetzt versuchen möchte, dir nahe zu bringen. Wenn du bisher dachtest, dass nur großartige Menschen ein großartiges Leben führen, dann irrst du dich. Manchmal führen ganz fantastische Menschen ein total beschissenes Leben, weil sie sich viel zu viele Gedanken darum machen, wie es anders gehen könnte und zum Schluss resignieren. Und andere machen sich viel zu wenig Gedanken, wie es anders gehen könnte, weil sie nicht an sich selber glauben.

 

Träume zu haben, ist sehr wichtig im Leben, damit wir wissen, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Es ist zwar sehr edelmütig, bescheiden, lieb und nett zu sein, aber es ist fast nie die Selbsterfüllung, die wir uns heimlich erträumen.

 

Papa war Soldat, selbst-diszipliniert und immer sehr tapfer? Aber sein sensibler Sohn will lieber Balletttänzer werden?

 

Eltern leben uns oft vor, wie wir sein wollen und sollen. Das ist natürlich auch in Ordnung, vor allem, wenn wir noch sehr jung sind und unseren Platz im Leben noch nicht gefunden haben. Doch irgendwann muss jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen, egal was andere dazu sagen, auch die eigenen Eltern, Geschwister oder die liebe Verwandtschaft.

Wer dich liebt, der will dein Bestes und er wird sich mit dir mit entwickeln. Das Leben besteht aus vielen Herausforderungen und nicht immer sind familiäre sowie zwischenmenschliche Bindungen einfach zu handhaben. Es lohnt sich jedoch, um seine eigene Verwirklichung zu kämpfen.

Eltern, Großeltern und Geschwister, aber auch Lehrer, Erzieher und Freunde haben uns eine ganze Zeit gelenkt und begleitet auf dem Weg zum Erwachsensein. Jeder hat uns in einer besonderen Form geprägt – so wie er es für richtig hielt. Doch nun ist es Zeit loszulassen!

Nicht jeder, der arme Eltern hat, muss selber arm bleiben!

Nicht jeder, der studierte Eltern hat, muss studieren! <script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script>
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Was du schaffen willst, kannst du schaffen – aber löse dich von alten Verhaltensmustern. Du hast sie erlernt, als du noch jung warst, und du kannst sie heute und jetzt wieder verlernen. Überlege dir, wer du sein willst, was du erreichen willst und was du verändern willst.

Und dann geh'es Schritt für Schritt an. Egal was, pack'es an und versuche es erst einmal, ehe du gleich resignierst. Wenn es nicht gelingen will, so warst du zumindest mutig genug, es zu probieren und kannst dir nun einen anderen Weg überlegen! Mach'dabei nicht unbedingt das, was alle tun ( oder von dem du denkst, es würden alle so tun!!), sondern geh'den Weg, der dir am besten erscheint, um irgendwie ans Ziel zu kommen – egal wie verrückt er dir vorkommt. Du schaffst das!

3. Keine hohen Ansprüche an dich selber!

Wenn du traurig, leer und hoffnungslos bist, dann kann das mitunter an etwas sehr Einfachem liegen: Du behandelst dich viel zu streng! Dabei ist es nicht wichtig, alles richtig und perfekt zu machen – oder noch schlimmer: richtig und perfekt zu sein!

Wir sind alle Menschen mit einer Seele, mit etwas Individuellen – und keine Maschinen oder Roboter! Fehler zu machen, gehört zu unserer Menschheitsgeschichte dazu, denn ohne Fehler können wir uns nicht weiter entwickeln, wir können nicht Plan B wählen, etwas anders oder besser machen – wir brauchen den "Aha-Effekt", um weiter voranzuschreiten und unserem Ziel näher zu kommen!

 

Das Wichtigste dabei ist der Denk- und Gefühlsprozess jedes einzelnen Menschen auf dieser Welt, oder enger zusammengerafft, der Menschen in unserer Gesellschaft – und diese Einzigartigkeit einer jeden Person mit ihren ureigensten Gefühlen und Gedanken, Erfahrungen, Erlebnissen und Empfindungen ist eigentlich das, was uns Menschen ausmacht. Sei` dir also darüber bewusst, dass es wunderbar ist, wenn du nicht  perfekt bist!

 

Genau das macht dich aus! Es ist unbezahlbar! Stell` nicht so hohe Anforderungen an dich selber und lerne, dich so anzunehmen, wie du bist. Nach "Höherem" streben kannst du doch immer noch, wenn du über deine Stärken und Fähigkeiten Bescheid weißt!

4. Unternimm` etwas gegen deine erlernte Hilflosigkeit!

Du kannst im Leben nicht wirklich viel falsch machen, mit einer Ausnahme: Wenn du einfach gar nichts tust. Denn eins steht fest: Von nichts kommt nichts. Wunder passieren nicht, es sei denn, du hast echt ganz großes Glück. Verlass` dich aber besser erst einmal nicht darauf.

Je mehr wir uns das Glück erträumen, dass alle unsere Probleme löst, desto weniger Glück werden wir haben, unsere Probleme gelöst zu bekommen.

Weder ein Lottogewinn, der unsere finanziellen Sorgen löst noch ein großer Beschützer, der uns auf den richtigen Pfad führt und uns sagt was wir tun oder lassen sollen. Deshalb ist es auch sinnlos, sich an einen stärkeren Menschen zu "hängen", der nun alle Probleme für uns löst. Und das Geld fürs Lotto geben wir besser aus, wenn genug Geld dafür da ist!

 

Das was du tun musst, ist etwas schwierig, aber nicht so schwierig, um es nicht zu schaffen. Egal, was dir die Hoffnungslosigkeit und Leere beschert hat, über zwei Dinge musst du dir im Klaren sein:

 

  1. Es ist passiert und geht nicht rückgängig zu machen!

  2. Du musst mit den neuen Gegebenheiten irgendwie klarkommen, sonst gehst du unter!

 

Bei Geldsorgen oder einem riesigen Schuldenberg, ist es wichtig, die Firmen und Institutionen anzuschreiben, auszuhandeln – zu reagieren! Um Aufschub bitten, die Situation erklären, Ratenzahlungen vereinbaren (und wenn die Raten noch so niedrig sind!)

Appelliere an die Menschlichkeit und erbitte dir eine gemeinsame Lösung!

Allerdings musst du es auch wirklich ernst meinen und dir muss bewusst sein, dass es um Geld geht. Geld, was jemand von dir bekommt, weil er dafür Arbeit geleistet hat.

 

Bei Schicksalsschlägen wie Notoperationen, Trauerbewältigung oder Trennungen ist noch etwas anderes sehr wichtig, auch wenn es jetzt etwas hart klingt:

Du bist schon "groß" - du bist ein erwachsener, mündiger Mensch. Lass dir diese Kraft nicht rauben, indem du dich klein und einsam fühlst, hilflos im Meer des Lebens herum rudernd - mit der Angst, in dem Strudel zu ertrinken.

 

So schwer deine Situation auch ist, du solltest einen Schritt nach vorne machen, weiterleben, und dir einen neuen Platz im Leben suchen.

 

Aber Vorsicht! Erst nach längerer Trauerzeit darfst du den Schritt wagen, denn zuerst musst du deinen Schmerz leben dürfen, weinen dürfen, wütend, sauer und auch hilflos sein.

Es ist nur wichtig, dass du merkst, wenn du aus dieser Phase nicht mehr heraus kommst, zu viel trinkst oder dich mit Grübeleien immer im Kreis drehst. Dann wird es Zeit, aufzustehen und etwas zu tun, was das Leben wieder lebenswert macht!

5. Neuen Sinn suchen – und Hilfe annehmen!

Hilfe anzunehmen, wenn man schwach ist – das ist absolut keine Schande.

Es gibt da nur ein kleines Problem:

Wir haben Angst, die Schwächsten in der Kette zu sein und fertig gemacht oder gemieden zu werden. Vielleicht empfindest du es sogar in genau diesem Moment deines Lebens so.

Und machen wir uns nichts vor, die heutige Zeit ist oft sehr hart und erbarmungslos – soziale Kälte bringt Herzen zum Erfrieren und jeder von uns unterstützt das ein wenig, indem wir zu gern im Strom mit schwimmen.

Erst wenn wir etwas trauriges erleben, einen Tiefschlag im Leben haben und nicht mehr weiter wissen, wird uns bewusst, dass es noch andere Wege geben muss.

Doch wie soll man so schnell lernen, zu zeigen, dass man Hilfe braucht, wenn doch vorher im Leben alles um Geld und Erfolg ging?

 

Ich muss zugeben, das ist nicht einfach.

Aber was ist im Leben schon so simpel, dass wir es sofort und gleich lösen können?

Einen neuen Sinn im Leben zu suchen, ist ein langwieriger, vielleicht schmerzlicher Prozess, der viel Arbeit an uns selber beinhaltet.

Zuerst einmal ist es wichtig, sich selbst seine Schwäche einzugestehen.

Der Freundeskreis wird sich vielleicht ändern, eventuell der Beruf, die Hobbys und vieles mehr. Das Leben ist nicht mehr so, wie es einmal war. Viel Kraft erfordert es, jetzt Lösungen zu suchen für das, was da ist und für das, wie es weitergehen soll.

Die Vergangenheit ist ein Teil von uns und wird es immer bleiben, doch wir können stolz sein auf das, was wir bisher erlebt und gelernt haben.

Nun wird es Zeit für etwas ganz Neues! Spring` aus deinen bisherigen Fußspuren und nimm dich an, wie du jetzt bist!

 

Doch bitte, hol dir Hilfe, wenn du es allein nicht schaffst!

Keiner ist total alleine, es gibt Anlaufstellen, wo man sich helfen lassen kann. I

m privaten Umfeld findest du vielleicht Halt in der Familie oder lernst jemanden kennen, der dich versteht, der dir zuhört. Unter Umständen hast du auch richtig gute Freunde, dir dir helfen.

Sollte das alles nicht vorhanden sein oder sich verabschiedet haben, lass` dir durch Fachleute und Institutionen helfen. Diese Leute sind darauf geschult, mit dir hier und jetzt Lösungsansätze zu erarbeiten.

Ob Caritas oder Diakonie, Telefonseelsorge, Sozialverbände oder Psychologen, es findet sich ein Weg. Aber du musst ihn gehen, denn von selber weiß niemand, was mit dir los ist.

Hol dir alle Unterstützung, die du brauchst und bekommen kannst! Schäm` dich bitte nicht dafür - es geht anderen Menschen oft auch so, nur redet niemand offen darüber!

6. Zeig den anderen die Zähne!

Wenn du bisher so vor dich hin gelebt hast, alles aufgeschoben und schleifen lassen hast, dann wird es nun Zeit, einen Schritt aus diesem Graubereich heraus zu tun. Du musst dafür nicht unbedingt dein Umfeld hinter dir lassen, aber es wäre natürlich eine Option, irgendwo ganz neu zu beginnen. Doch nicht jedem Menschen ist es finanziell oder aus der Situation heraus möglich, umzuziehen und neu zu starten. Es kann genauso gut auch in die Hose gehen, zumal jeder Neuanfang auch schwer werden kann und du eventuell im Moment solchen einschneidenden Veränderungen (noch) nicht gewachsen bist.

 

Wichtiger ist die Veränderung in dir selber. Wenn bisher jeder auf dir "herum getrampelt" hat, dann lass´das nicht mehr zu. Beschütze dich und geh` sorgsamer mit dir um.

Auf andere Leute zu schauen, welche Meinung sie über dich haben, was sie reden könnten, ob sie dich nicht mehr mögen könnten – das ist im Moment nicht wichtig!

 

Zunächst brauchst du Kraft, um dein Leben neu zu ordnen und zu gestalten! Du bist jetzt wichtig! Beginne, über deinen Schatten zu springen.

Das, was du verändern willst, geht auch zu verändern, ganz ganz sicher!

Dazu musst du dich selber jedoch erst einmal besser kennenlernen!

Was für Träume hast du? Wo liegen deine Sehnsüchte? Worauf bist du neugierig? Was bewunderst du an anderen, was du selber derzeit leider (noch) nicht hast? Was kannst du tun, um genau dort hin zu kommen, wo andere schon sind?

Schreib´es dir auf oder sprich´es dir auf Band. Wenn du merkst, dass du umkippst, holst du dir einfach deinen Zettel oder hörst dir deinen Text an. Du wirst merken, wie sich mit der Zeit etwas in dir verändert. Der Zugang zu deiner inneren Stimme ist wieder da, die Brücke zu dir selber, die schon am zerfallen war!

Überleg´ dir auch gut, wie du als Kind so warst. Was wolltest du "später" mal werden? Wo wolltest du wohnen? Was wolltest du deinen Eltern, Geschwistern, Freunden schon immer einmal sagen, wenn du dich ungerecht behandelt gefühlt hast? Wann warst du besonders wütend und was hat dich besonders erfreut?

Zeig´den anderen, dass du mehr bist, als nur "irgendjemand". Aber rechne mit niemandem ab. Es ist dein Leben und nur du kannst es dir so lebenswert gestalten, wie du möchtest! Trau´dich!

 

7. Lerne NEIN und STOP zu sagen!

Persönliche Grenzen werden sehr oft überschritten.

Sei es der lästige Werbeanruf über das Telefon, ein peinliches Bild auf Facebook, was von anderen veröffentlicht wurde, die Arbeit, die dir der Kollege auf den Tisch knallt oder die Rücksichtslosigkeit in der Partnerschaft.

Aber auch weitaus hintergründigere Sachen können deine Grenzen verletzen.

Ein spöttischer Witz im Freundeskreis oder ungebetene Gäste jeden Abend, Bevormundungen oder Entscheidungen, die über deinen Kopf hinweg getroffen werden, obwohl sie dich betreffen, ja sogar Bitten um Hilfe, ungeachtet dessen, dass du offensichtlich etwas anderes vor hattest – es gibt unterschwellige Botschaften, die dir bisher vielleicht nicht bewusst waren und in dir doch irgendwie schlechte Laune, aber auch Gefühle der Verzweiflung und Enttäuschung hervorriefen.

Es ist wichtig, sich seine Grenzen bewusst zu setzen, um wieder glücklicher mit sich selber zu sein. Wenn du immer unzufriedener wirst, und nicht weißt, warum, dann denk´doch mal darüber nach, wie oft du in letzter Zeit Dinge gesagt oder getan hast, die gar nicht dir entsprachen, sondern sich aus der Situation heraus ergaben!

 

Warst du nicht mutig genug, deine Meinung zu sagen? Hattest du Angst, Nein zu sagen? Manchmal spielt die Seele verrückt, wenn sie ganz deutlich Nein! und Stopp! schreit, aber du einfach nicht darauf hörst! Wenn das über Jahre geht, spielt auch irgendwann der Körper verrückt. Die äußerste Grenze deines Körpers zum Umfeld ist übrigens die Haut. Wenn du also oft Hautprobleme hast, wird es Zeit, dein NEIN zu üben, erst indem du es denkst, dann indem du es deinem Spiegelbild sagst und schlussendlich immer dann, wenn dir etwas über deine persönlichen Grenzen geht!

 

Bei Leberproblemen könnte es übrigens sein, dass du dich öfter ärgerst und es herunter schluckst, bei Magenbeschwerden schleppst du möglicherweise schon lange den berühmten Stein im Magen herum, bei Darmgeschichten hast du eventuell vor jemandem Angst oder "Schiss" vor brenzligen Situationen...beobachte dich genau und finde einen Weg, zu dir selber zu stehen!

Wer dich mag, der kommt mit deiner Veränderung klar, auch wenn es erst einmal eine Umstellung ist! Denke immer daran, dass auch andere Menschen zu dir oft genug Nein! sagen, wenn sie es für richtig halten.

8. Bejahe dein Leben – aber erst, wenn du soweit bist!

Dir geht es nicht gut, du bist in ein tiefes Loch gefallen, alles um dich herum ist grau in grau...und dann kommt jemand, dem du dich endlich mal anvertraut hast, mit folgendem Spruch:

"Na, nun aber Kopf hoch! Man darf eben nicht alles so pessimistisch sehen!"

Klasse - man fühlt sich ja nicht schon schlecht genug, nun wird auch noch der Anspruch an einen gestellt, sich mal gefälligst "zusammenzureißen", sich "aufzuraffen" - sich nicht selber zu bemitleiden! Dadurch fühlt man sich natürlich sehr viel besser als vorher!

Was dein Gegenüber sicherlich gut gemeint hat, trifft dich wie ein Hammerschlag und das ist auch nicht weiter verwunderlich.

Du bist an etwas gescheitert oder zerbrochen, da kann es einem schon mal dreckig gehen. Das ist wirklich nicht schlimm. Es ist Trauer, um genau zu sein. Eine tiefe Trauer um was auch immer.

Die Trauer bei einer einschneidenden Operation um den Körper, der jetzt anders aussieht, sich anders anfühlt, die Betroffenheit der anderen Menschen, die du spürst und genau weißt, das Mitleid und Mitgefühl zwei ganz verschiedene Dinge sein können. Die Schmerzen, die du aushalten musst und deine Angst, ob alles wieder gut wird oder eben nicht.

Die tiefe, schmerzliche Empfindung, wenn ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da ist und deine Erinnerungen an gemeinsame Ausflüge, Lachen und Weinen, an Gespräche und Streitereien und der Gedanke, das du noch nicht alles gesagt hast, was du hättest sagen wollen und nicht genug getan hast, als diese Person noch auf der Welt war. Das Gefühl, unvollständig, alleingelassen und seelisch zerstückelt zu sein.

Dein Leid und Weh über eine Trennung, die dich alles andere total unwichtig erscheinen lässt, vielleicht die Fragen der Kinder, wo Mama oder Papa sind, das Aufgewühltsein, die Eifersucht, die Panik, als du gemerkt hast, es geht berab, die Treueschwüre, die jetzt so fadenscheinig wirken und das Empfinden, um ein paar Jahre betrogen worden zu sein, deine innere Zerrissenheit.

Deine Sorge um die Zukunft, wenn dein Arbeitsplatz auf dem Spiel steht oder du ihn bereits verloren hast, das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, nichts mehr in der Hand zu haben, dein Leben, was dir durch die Finger gleitet und deine Träume, die alle zu zerplatzen scheinen.

Die Traurigkeit, die sich mit Resignation und Gleichgültigkeit paart, die Wut, die hin und wieder hochsteigt, wenn du von Hartz IV leben musst und dich faul, zu nichts zu gebrauchen und trotz Arbeitslosigkeit ausgebrannt fühlst, weil du von der Gesellschaft eingeredet bekommst, nur etwas wert zu sein, wenn du arbeitest – dabei würdest du zu gern erst einmal deine Geschichte erzählen.

 

Du bist am Boden zerstört, einsam, leer, niedergeschlagen, müde und abgespannt – kurzum, deine Kraft reicht nicht mehr aus, dein Akku ist leer und du weißt nicht, wie lange du so noch durch hältst, mit den ganzen miesen und traurigen Gedanken, die du hast und den vielen Beschwerden, die dein Körper dir sendet, weil du auf das Rufen deiner Seele nicht gehört hast... und dann kommt jemand und sagt, du sollst nicht alles so pessimistisch sehen!

 

Kurzum: Du darfst traurig sein. Wenn dir zum weinen ist, dann weine – bis du keine Tränen mehr hast. Du darfst und musst sogar wütend sein, denn das wird die nächste Phase nach der Trauer werden. Lass` dir von niemandem einreden, dass es dir gut zu gehen hat,  wenn du dazu noch nicht bereit bist, nur "weil man eben nun mal nach vorne schauen muss".

Andere Menschen haben weder den Einblick in dein Leben noch in deine Gefühle – und die sind bei jedem ganz anders. Dein eigenes Tempo ist entscheidend!

 

Nur wenn du merkst, dass du dich in etwas verfangen hast, dass dir das Lachen oder Lächeln komplett abhanden gekommen ist, dass du plötzlich keinerlei Freude mehr empfinden kannst, obwohl dich genau jene Dinge früher glücklich gemacht haben, dann ist es wirklich sinnvoll, sich einem Psychologen anzuvertrauen.

 

Irgendwann ist der größte Schmerz vorbei, dann kommt ein unsägliche Wut hoch, manchmal aber auch schon das Gefühl, endlich etwas ändern zu wollen, in eine andere Richtung gehen zu müssen.

Nutze diese Phase für dich aus und packe es an! Handle schnell und bewahre dir den neuen Mut, bevor es in Resignation umschlägt!

9. Dein Schicksal als Herausforderung!

Es klingt etwas abgedroschen, aber: Jeder Rückschlag macht dich stärker. Es gibt zwar Menschen, die immens viel Glück im Leben haben, jedoch sind solche Lebensläufe selten und nicht immer erzählt jeder alles über sich!

Viele Dinge, die in unserem Leben passieren, sind gefärbt von ganz persönlichen Empfindungen und Erfahrungen. Zwei verschiedene Menschen können dieselbe Situation unterschiedlich bewerten  und trotzdem kann jede Sicht die Richtige sein, aber eben nicht für alle Menschen gleich!

Was den einen umhaut, lässt den anderen kalt, wo der eine Flöhe husten hört, da könnte bei dem anderen ein Elefant trompeten und es würde ihn nicht erschrecken.

Das Leben ist, wie es ist und niemand kann es wirklich erklären. Keiner weiß, wofür es da ist und noch nie hatte jemand eine Patentlösung dafür auf Lager, wie es am sinnvollsten zu führen ist.

So verschieden, wie wir Menschen sind, so andersartig ist unser Schicksal und so vielfältig auch die Art und Weise, damit umzugehen.

Was du aber aus deinem Leben machst, das liegt letztendlich an dir. Vor allem und ganz besonders dann, wenn nicht alles so läuft, wie es soll(te). Das ist deine Herauforderung!

 

10. Der Weg ist das Ziel!

Bevor du nun heute auf Anhieb alles auf einmal schaffen willst, lass´dir noch einen kleinen Ratschlag mit auf den Weg geben: In kleinen Schritten zu laufen, dauert zwar manchmal etwas länger, aber du kannst dir deine Kräfte besser einteilen und bewusster an die Sache herangehen. Manchmal ist das eigentliche Ziel gar nicht so wichtig, sondern der Weg da hin.

Wir sind oft viel zu zielgerichtet und vergessen die Blumen am Rande des Weges zu betrachten. Alles muss schnell, effektiv und möglichst auch noch perfekt sein – wir funktionieren, schwimmen mit und versuchen schnell zur "Normalität" überzugehen, um nicht aufzufallen.

Doch manchmal machen uns schwierige Etappen im Leben viel sensibler für andere, wir lernen wieder für etwas zu kämpfen, was uns wichtig ist und wir lernen zu schätzen, wenn alles wieder so richtig gut läuft. Das ist doch eine Erfahrung, die genau so wichtig ist, um glücklich zu sein wie viel Geld und Erfolg zu haben – oder?

 

 

 

In dem Sinne,..

...viel viel Erfolg und Kraft beim Heraus-hangeln aus dem tiefen Loch...oben scheint schon die Sonne durch!

Auch heute geht die Sonne auf! (Bild: pixelio.de Uschi Dreiucker)

Bildquellen:

Vorschaubild Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de
Endlich am Ziel! Thommy Weiss  / pixelio.de
Mann mit Hut Benjamin Thorn  / pixelio.de
Hoffnung ille Dunkel  / pixelio.de
Ich bin Gerd Altmann / pixelio.de
Leidkarte Joujou  / pixelio.de
Blumen Petra Dirscherl  / pixelio.de
Autor seit 2 Jahren
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