1) Kompaktheit

Bedingt durch den kleineren Sensor und das Fehlen des Spiegels, sind sowohl die Kamerasgehäuse als auch die Objektive deutlich kleiner und leichter als bei einer Spiegelreflexkamera. Dadurch ist die Kamera leicht zu mitzunehmen, gut zu verstauen und erschöpft die Arme nicht bei längeren Einsätzen. Immer dran denken: "Nur mit einer Kamera, die man dabei hat, macht man auch Fotos."

2) Bilder in Spiegelreflexqualität

Trotz der Kompaktheit schafft eine Micro-Four-Thirds Kamera Bilder auf dem Niveau einer sehr guten Spiegelreflexkamera. So war z.B. die Panasonic GH3 mehrfach Testsieger in Vergleichstests, u.a. aufgrund ihrer Bildqualität und des Auflösungsvermögens.

3) Große Objektivauswahl

Durch den offenen Standard sind viele Firmen bei der Gestaltung des Systems mit im Boot. Von Olympus mit hochqualitativen Festbrennweiten, über Panasonic/Leica mit High-End-Zooms und lichtstarken Linsen, bis hin zu Fremdherstellern wie Sigma, Voigtländer, Tokina und anderen sind viele Firmen an der Herstellung von Objektiven für das System beteiligt und sorgen für ein Sortiment, dass keine Wünsche offen lässt. Eine Abdeckung vom extremen Weitwinkel von 16mm Effektivbrennweite bis zum Teleobjektiv mit 600mm Brennweite ist gewährleistet.

4) Adaptierung von Fremdobjektiven

Durch eine große Auswahl von Adaptern kann mit einer Micro-Four-Thirds Kamera beinahe jedes erhältliche Objektiv verwendet werden. Durch Spezialadapter, wie z.B. den Metabones Speedbooster, kann man Objektive von größeren Systemen sogar durch eine steigende Lichtstärke und Auflösung aufwerten. Hier liegt ein weiteres Plus für die Flexibilität!

5) Viele verschiedene Kameragehäuse

Der Ursprungsgedanke des MFT-Systems war im Wesentlichen die Kompaktheit. Bedingt durch die Eigenheit des spiegellosen Systems ist es z.B. möglich, eine Micro-Four-Thirds Kamera in der Größe einer Kompaktkamera zu bauen (Beispielsweise die Panasonic GF6). Inzwischen gibt es aber viele verschiedene Gehäuse vom Kompaktformat bis hin zur großen, studiotauglichen Version mit Blitzsynchronbuchse und allem, was man für die professionelle Arbeit benötigt, so dass jeder für seinen Bedarf ein passendes Gehäuse findet. Je nach Einsatzzweck kann man dann die gleichen Objektive an anderen Kameras nutzen, abhängig davon, ob z.B. eher Bedienungskomfort oder Kompaktheit gefragt ist.

6) Höhere Schärfentiefe bei Offenblende für z.B. Landschaft und Makros

Wenn eine schnelle Verschlusszeit gefragt ist, zum Beispiel bei der Aufnahme von Landschaften in der Dämmerung oder bei Makros, bietet das MFT-System bedingt durch die Sensorgröße eine höhere Schärfentiefe bei Offenblende. Es ist also deutlich einfacher, bei niedrigen ISO-Werten schnelle Verschlusszeiten zu erreichen und trotzdem das gesamte Motiv scharf abzubilden.

7) Unauffälligkeit

Eine kleinere Kamera fällt deutlich weniger auf, als eine Große. Und das nicht nur, wegen der Kompaktheit an sich, sondern auch weil sie zu Unrecht häufig nicht ernst genommen wird. Dieser Vorteil sorgt z.B. bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten für eine deutlich höhere Quote an natürlichen, ungestellten Fotos als ein großer Spiegelreflex-Bolide.

8) Kostenfaktor

Eine universale Profiausstattung bei Micro-Four-Thirds mit Weitwinkel-, Standardzoom-, Portrait- und Telezoomobjektiv von guter Lichtstärke inklusive 2 Bodys kostet gerade mal soviel, wie zwei gute Vollformatgehäuse und liefert Bilder, die für professionelle Ansprüche durchaus ausreichend sind.

9) Bewährtheit

Wer die Suchfunktion von Google bemüht, findet viele positive Erfahrungsberichte von Profifotografen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Tier-, Portrait-, Eventfotografie und Anderen. Viele von Ihnen haben inzwischen die Vorteile eines kompakten Kamerasystems zu schätzen gelernt und sind vollständig von Vollformat-Kameras auf das Micro-Four-Thirds System umgestiegen. Auch über erfolgreiche Kombinationen beider Systeme lassen sich inzwischen viele Berichte finden.

10) Gehäuse je nach Geschmack – der Stylefaktor

Kein anderes System bietet Gehäuse in so vielen verschiedenen Designs. Eine Olympus OMD E-M5 z.B. versprüht das Flair von echter, klassischer Fotografie mit seinem kantigen, teils metallbeschlagenen Gehäuse, ohne dabei weniger griffig und bedienerfreundlich zu sein als eine Spiegelreflex. Wer aber nach dem typisch modernen Gehäuse mit ausgeprägtem Griff sucht, wird bei Panasonic ebenfalls fündig. Es ist einfach für jeden etwas dabei!

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Ruhr1900, am 01.09.2013
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Wie macht man ein schönes Profilbild)

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