Luxus Nr. 1: Ein Glas Sekt bei Sonnenuntergang

Den Sonnenuntergang an Deck bei einem Glas Sekt zu genießen. Gehört das nicht zur Kreuzfahrt-Romantik schlechthin? Wie wäre es stattdessen mit einem Sonnenuntergangs-Event im ganz normalen Alltag nach Feierabend? Dazu ist als Luxus-Accessoire nur ein stabiler Korb nötig, in dem sich Sekt, Kühlmanschette und die entsprechende Anzahl Gläser gut verstauen lassen. Wer mag, kann ja noch ein paar leckere Kleinigkeiten zum Essen einpacken. Und dann ab auf den nächsten aussichtsreichen Berg, einen Burgturm, in die Weinberge oder auf eine nette Bank mit (Bagger-)Seeblick oder was Ihre Gegend zu bieten hat. Der Vorteil: Statt des immer gleichen Blicks aufs Meer lassen sich die Ausblicke beliebig variieren.                                                 Foto: Pauline/pixelio.de

Luxus Nr. 2: Die Abendgarderobe – natürlich mit Collier

Abends ist auf Kreuzfahrtschiffen Tanz oder Konzert geboten – in Abendgarderobe. Für die Damen heißt das: Schmuckcollier. Am besten Diamanten. Doch auch da gibt's Alternativen wie Swarovski-Steine aus geschliffenem Kristallglas. Sie glitzern schön, es gibt sie in vielen Farben – und frau muss sich nicht bei jedem Mann, der sich ihr mit besonderer Aufmerksamkeit nähert, fragen, ob er es in Wirklichkeit auf ihren Schmuck abgesehen hat. Denn schließlich stehen nicht jeder Collier-Trägerin drei Musketiere samt D'Artagnan zur Seite, die Kopf und Kragen riskieren, um die gestohlenen Edelsteine zurückzuerobern. Ganz ehrlich: Warum dann überhaupt Diamanten? Alternativen gibt's genug.

Luxus Nr. 3: Abtauchen in die Tiefe des Meeres

Delfine, Wale und Pinguine im Wasser zu beobachten oder gar abzutauchen in die Tiefe des Meeres: Schnorcheln in der Karibik, Segeln übers Mittelmeer – das alles gehört schon zu den luxuriösen Dingen des Lebens. Wer weder so viel Geld, noch so viel Abenteuerlust besitzt, sich mit Sauerstoffflasche und Taucherbrille in Richtung Meeresboden aufzumachen, für den gibt es Unterwasserwelten. Dort kann man die Tiere durch die Scheibe beobachten und Haien entspannt zulächeln. Ein Beispiel ist Sealife mit Standorten in Berlin, Hannover, Königswinter, Konstanz, München, Oberhausen, Speyer, am Timmendorfer Strand und im Legoland Deutschland. Noch ein Tipp speziell für Pinguin-Fans: Im Spreewelten-Bad in Lübbenau teilen sich Pinguine und Menschen den Pool – nur durch eine Scheibe sind die Bereiche voneinander getrennt. Foto: Spreewelten-Bad

Luxus Nr. 4: Sich sanft in den Schlaf schaukeln lassen

Natürlich ist es ein besonderes Abenteuer, in einer Kajüte sanft in den Schlaf geschaukelt zu werden. Im Europa-Park in Rust können Besucher im Hotel Bell Rock in Booten schlummern. Oder in einem Leuchtturm. An ungewöhnlichen Orten übernachten: Viele Anbieter schwimmen auf dieser Welle mit. Das kann in Baumhäusern sein, in Weinfässern oder Kanalröhren. Oder im Kunstwerk. Ganz billig ist das nicht. Aber weit entfernt von einem Lottogewinn. Weitere verrückte Übernachtungsideen gibt's bei crazyrooms.de

Wem es vor allem darum geht, in den Schlaf geschaukelt zu werden: Da gäbe es noch Wasserbetten oder Hängematten. Ein Mal anschaffen und jahrelang wie auf einem Luxusdampfer schlafen...

Luxus Nr. 5: Eine Spritztour in die Berge

Landausflüge gehören zu jeder Kreuzfahrt: Da fallen mir Grace Kelly und Cary Grant ein, wie sie Über den Dächern von Nizza mit ihrem Sunbeam Alpine Mark III-Cabrio die bergige Küstenstraße Grande Corniche entlang fahren – Picknick inklusive. Cabrios lassen sich übrigens auch für einen Tag mieten (Anbieter sind beispielsweise Sixt und Opel), bei Bedarf gibt es auch Oldies. Als Route empfehlen sich nicht nur Küstenstraßen am Mittelmeer. Auch Landstraßen durch die Eifel, den Schwarzwald oder den Harz sind für solche Zwecke klasse. Auf jeden Fall: Den Picknickkorb nicht vergessen!

Über den Dächern von Nizza (Bild: AllPosters)

Luxus Nr. 6: Brötchen in allen Variationen

Der Küchenchef auf der Queen Mary 2 legt Wert darauf, immer einen deutschen Bäcker mit an Bord zu haben. Denn dann gibt es Brot in allen erdenklichen Sorten – vom Weizenbrötchen bis Pumpernickel. Nichts leichter als das: Statt einer Kreuzfahrt reicht ein Spaziergang in die nächste Bäckerei. Alles was es da gibt, kann man sich irgendwie leisten: Torten, leckeres Gebäck, Brot in allen Variationen. Ein tolles Gefühl. Und richtiger Luxus. Ein Lottogewinn ist da wirklich überflüssig.

Luxus Nr. 7: Die große Freiheit am Bug des Dampfers

Die Filmszene ist schon fast Teil des kollektiven Gedächtnisses: Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in Titanic, wie sie mit ausgestreckten Armen am Bug des Schiffes im Wind stehen. Zugegeben: So einfach ist das nicht zu toppen.

Höchstens vielleicht beim nächsten Jahrmarkt auf der Schiffschaukel. Da weht einem der Wind um die Nase, der Boden schwankt wie auf offener See – und man kann seinem jeweiligen Gegenüber beliebig tief in die Augen schauen. Und findet sich damit schon im nächsten Kinoklassiker wieder: Casablanca (Ich schau' dir in die Augen, Kleines) mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann.

Was soll man jetzt noch sagen?

Die schönsten Dinge im Leben sind einfach gratis. Wie beruhigend.

Casablanca (Bild: AllPosters)

Titanic (Bild: AllPosters)

Mondstein, am 07.08.2013
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