1) Was sind meine gewünschten Motive?

 

Eigentlich geht jeder, der mit dem Hobby Fotografie beginnt, mit bestimmten Ideen an die Sache heran. Fotos vom Haustier sollen es werden, oder Gebäudefotos. Aber jenachdem, welche Motive man plant braucht man unterschiedliches Equipment. Bewegte Motive machen z.B. im Moment eine Spiegelreflexkamera notwendig, während Architekturfotos und ähnliche Bilder, bereits mit Bridgekameras gut gelingen könn. Auch andere Einsatzgebiete, wie z.B. die Fotografie im Studio erfordern bestimmte Eigenschaften der Kamera, wie Blitzanschlüsse etc. die vor dem Kauf abgeklärt werden sollten.

2) Wieviel Geld bin ich bereit auszugeben?

 

Dazu zählen nicht nur die anfänglichen Investitionen. Wer eine Kamera mit Wechselobjektiv erwirbt (eine Spiegelreflex- oder Systemkamera) muss sich darüber im Klaren sein, dass nur mit mehreren Optiken ansprechende Ergebnisse zu erzielen sind. Body und 2-3 Objektive gehen schnell ins Geld und auch später kommen häufig weitere Ausgaben hinzu. Der Kauf einer Bridekamera hingegen stellt z.B. eine überschaubare Einmalinvestition dar.

3) Werde ich absichtlich vor die Tür gehen, nur um Fotos zu machen?

 

Nur wenn man die eigene Kamera auch mitnimmt, macht man Fotos. Das erscheint zunächst banal, aber häufig bleibt eine große, schwere Kamera, die schöne Bilder macht, zuhause, weil der Transport zu lästig und umständlich ist. Wenn man also nicht plant, extra für Fotos um die Häuser zu ziehen, sollte man überlegen, ob eine Kompaktkamera oder Bridgekamera nicht die bessere Alternative ist, da man sie eher auf Ausflüge mitnehmen wird, als ein großes Modell.

4) Wie sehr möchte ich mich in die Materie einarbeiten?

 

Wer nicht viel Zeit in Gestaltung seiner Fotos und die Überlegung vor dem Abdrücken investieren möchte, wird eine Kamera mit voller manueller Steuerung nicht benötigen (M/Av/Tv-Modus, Manuelle Blitzsteuerung etc.). Hier reichen oft günstigere Modelle aus, die mit einer Vielzahl an Motiv- und Kreativprogrammen eher auf den Gelegenheitsanwender zugeschnitten sind. Gleiches gilt für die Möglichkeit RAW-Aufnahmen anfertigen zu können. Wer sich nicht in die elektronische Bildverarbeitung einarbeiten möchte, ist mit einer Kamera, die nur Aufnahmen in JPG unterstützt, ausreichend ausgestattet.

5) Was will ich später mit meinen Fotos machen?

 

Die wohl am meisten überschätzte Eigenschaft einer Kamera ist ihre Auflösung. Gerade im Bereich der Kompaktkameras überschlagen sich die Hersteller mit Megapixelrekorden. Dabei ist eine höhere Auflösung durchaus auch mit Nachteilen verbunden. (stärkeres Bildrauschen, lichtschwächerer Sensor) Daher ist es wichtig, sich vorher zu fragen, wieviel Auflösung man wirklich braucht. Für Darstellung auf Bildschirmen beispielsweise, würden theoretisch schon ca. zwei Megapixel ausreichend sein. Der Druck in handelsüblicher Fotogröße (10*15cm) verlangt ähnliche Dimensionen. Erst wer seine Bilder als DinA3 Drucke oder größer verwirklicht sehen möchte, benötigt hohe Auflösungen und damit eher eine System- oder Spiegelreflexkamera.

6) Was für ein Handling erwarte ich von der Kamera?

 

Eine Kompaktkamera ist genau das, was man von ihr auch erwartet: klein! Die Bedienbarkeit ist aber häufig umständlich über Menüs realisiert und für große Hände ist das Handling eher schwierig. Daher ist es wichtig, vor dem Kauf einer Kamera das Gehäuse in die Hand zu nehmen, um herauszufinden, welche Größe an Gehäuse man benötigt, mit welcher Kamera man am besten umgehen kann und welche Form einem am besten liegt. Die individuelle Bedienbarkeit ist mit einer der wichstigsten Faktoren überhaupt, wenn es um die Wahl einer Kamera geht, da ausserhalb des Profisektors die Bildqualtität vieler Hersteller nahezu identisch ist.

7) Haben andere vielleicht schon Erfahrungen sammeln können?

 

Wer bereits Freunde mit Erfahrungen im Bereich der Fotografie hat, kann sich hier informieren, wie diese mit den Kameras zurecht kommen. Auch ein Blick auf die Bilder kann helfen! Sind schöne Motive dabei? Bin ich zufrieden mit der Qualität? Verlassen sie sich nicht nur auf Tests, sondern nutzen sie echte Erfahrungswerte zur Kaufentscheidung!

8) Welchen Anbieter möchte ich wählen?

 

Die Entscheidung für eine Kamera, gerade im Bereich der Spiegelreflex- und Systemkameras sollte eine gut überlegte Festlegung auf einen Hersteller sein. Habe ich erst ein paar Objektive zu meinem Gehäuse oder Zubehör in Form von Blitzen etc. erworben, so habe ich viel Geld investiert, dass beim Wechsel zu einem anderen Hersteller verloren geht. Häufig sind Systeme untereinander nicht, oder nur mit deutlichen Einschränkungen kompatibel, so dass beim Systemwechsel die Ausrüstung erneut angeschafft werden muss. Daher sollte man vor dem Einstieg in sein System sicher sein, dass man langfristig die richtige Entscheidung trifft.

9) Habe ich einen vertrauenswürdigen Händler in der Nähe?

 

Nicht zu unterschätzen ist ein Händler, auf dessen Urteil man vertraut und bei dem man sich gut beraten fühlt. Gerade wenn es um technische Probleme und Defekte geht, oder die Erweiterung des Equipments, ist ein ehrlicher, vertrauenswürdiger Händler Gold wert. Je nachdem kann auch hier die Entscheidung für die Wahl eines Systems fallen, wenn der Händler meines Vertrauens eher einer bestimmten Marke zugeneigt ist und mir hier besseren Support und Kundenservice bieten kann.

In eigener Sache

News zur Fotografie findet ihr hier: http://Fotoartdh.de

Meine Bilder findet ihr hier: Shop

Ruhr1900, am 15.09.2013
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Wie macht man ein schönes Profilbild)

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