Ein Besuch im Zoo

Menschen sind auch nur Affen - oder Primaten, besser gesagt. Die Biologen sind in dieser Hinsicht gnadenlos. Sie unterscheiden zwischen Feuchtnasenaffen und Trockennasenaffen (zu denen der Mensch gehört).

Affenmenschen und die Last der Evolution

Affenmenschen und die Last der Evolution (Bild: schreibspass bei Pagewizz.com)

Weitere Unterteilungen gelten dann den Halbaffen und den Affenmenschen (*).
Zumindest sind die Menschen vollwertige Affen. Aber so genau will der Durchschnittsbürger das dann auch nicht mehr wissen.
Jedenfalls sitzen Menschen und Affen auf dem gleichen Ast der Evolution.

Die Entwicklung der Menschenaffen (Bild: ClkerFreeVectorImages/ pixabay.com)

Was soll das Affentheater (bedeuten)?

Menschen, die sich nicht zusammennehmen können, führen ein Theater auf wie die Affen. Affentheater ist also auch die abschätzige Bezeichnung für ein tierisches Verhalten, wie man es im Zoo oder im Fernsehen sieht und interpretiert.
Affen springen manchmal aufgeregt hin und her. Und dies will die Redensart auch ausdrücken: eine übertriebene, auch unverständliche Reaktion auf ein Ereignis. Das Tier springt, von unreflektierten Emotionen getrieben, auf und ab.
Der Mensch kann distanziert bleiben. Dann hat der Mensch gewonnen, der Intellekt hat gesiegt. Der Verstand sichert das Primat des menschlichen Primaten.

Primat (Bild: reverent/ pixabay.com)

Im Affenkäfig hausen

Affen würden diesen Vergleich eher nicht witzig finden. Die Tiere werden bei uns in Käfigen gehalten. Die bemitleidenswerten Geschöpfe dienen der Unterhaltung oder werden als Versuchstiere benutzt.
Der Ausdruck vom Affenkäfig steht für das Eingesperrt-Sein, für Traurigkeit in einem beengten Lebensraum. An diesem Zustand kann auch der witzig gemeinte Ausdruck vom Affenzirkus nichts ändern.
In dem Bestreben, uns von den tierischen Vorfahren verbal zu distanzieren, greifen wir auch zu unangemessenen Vergleichen.

Monkey Business

Der amerikanische Ausdruck steht für Unfug, für Blödsinn – aber auch für faule Tricks.
Gewisse Verhaltensweisen der Tiere werden als eine Art von unsinnigen Handlungen interpretiert und auf das menschliche Verhalten übertragen. Dabei wird der Affe auch schon einmal in ein Zirkuskostüm gesteckt.

Affen im Zirkuskostüm (Bild: ClkerFreeVectorImages/ pixabay.com)

Der Mensch hat es den Affen also intellektuell gezeigt, wer der Herr im Haus der Evolution ist. Schließlich können nur Menschen der biologischen Untergruppe "Menschenaffen" solche Witze machen oder überhaupt auf solche Gedanken kommen.

Ende offen?

Sprichwörter und Redewendungen tragen immer ein Körnchen Wahrheit in sich, oder auch mehr. Über Metapher und andere rhetorische Stilmittel wollen wir uns von allerlei tatsächlichen oder eingebildeten Lasten befreien.
Darwin hat uns schwer mit seiner Abstammungslehre getroffen; da musste der Mensch sich erst einmal sprachlich entlasten. An der Abstammung selbst hat der rhetorische Kniff nichts geändert.

Wir tun uns halt schwer mit der Akzeptanz der Tatsachen.

Soweit zum Affentheater und zur Last der Evolution.
Jetzt ist die "Sache" mit dem Fisch noch offen. Von diesem Tier sollen wir verschiedene Organe sowie die Gliedmaßen geerbt haben.
Witze mit Fischen, wer kann sich diese ausdenken? Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt.

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