Das E-Bike, die bequeme Variante

Umweltbewusst, weniger anstrengend und trotzdem cool

Die ersten E-Bikes die auf den Markt kamen, kann man sicherlich nicht als ausgereift bezeichnen. Zudem waren sie bei all den sportlich ambitionierten ebenso wie bei den Jugendlichen mehr als verpönt.  

Vielmehr galten sie als eine sportlichere Variante des Rollstuhles und dienten nur dazu auch älteren Menschen, die nicht auf ein Fahrrad verzichten mochten, als Alternative zum öffentlichen Verkehrsmittel. Doch die Zeit ist zum Glück vorbei. Es hat sich in den letzten Jahren einiges auf dem Fahrradmarkt getan und so gibt es neben altbekannten Modellen, die mit neuem Design aufgepeppt wurden auch E-Bikes, die absolut stylisch sind und jede Menge Komfort bieten, den auch gerne jüngere Leute in Anspruch nehmen. Und wer schon einmal auf einem E-Bike saß, dem wird es schwer fallen, sich jemals wieder auf ein herkömmliches Fahrrad zu setzen.

Was sind die Vorteile eines E-Bikes?

Dass es umweltfreundlicher, gesünder und darüber hinaus oftmals schneller ist, kurze Wege mit dem Fahrrad zu bewältigen, ist keine neue Erkenntnis. Allerdings scheut sich manch einer nach wie vor vor der Anstrengung oder auch davor verschwitzt bei der Arbeit anzukommen. Doch mit den modernen E-Bikes sollte dies kein Thema mehr sein. Natürlich darf man ein E-Bike nicht mit einem Mofa oder kleinen Motorrad verwechseln, ganz ohne Anstrengung wird sich auch dieses Fahrrad nicht bewegen lassen.

Das Schöne aber daran ist, dass einen der Elektromotor fast unauffällig immer dann unterstützt, wenn die Kraftanstrengung zunimmt. Durch die geringere Maximalbelastung wiederum, ist man automatisch bereit, wesentlich aktiver zu sein, als ohne E-Bike, ein Nebeneffekt, der ohne Zweifel der Gesundheit und der Fitness dient. Die Frage ob ein E-Bike nun cool oder uncool ist, stellt sich dabei schon lange nicht mehr. Die neuen Modelle sehen absolut stylisch aus und sind oftmals von anderen City-Bikes auf den ersten Blick gar nicht zu unterscheiden.

Während in Deutschland der Verkauf von E-Bikes zwar angelaufen, jedoch die Kaufbegeisterung noch ein wenig zurückhaltend ist, was mit an den etwas höheren Preisen liegen mag, sind die Chinesen und Japaner begeisterte E-Bike-Nutzer. Aber auch in den Niederlanden, wo das Fahrrad traditionell einen hohen Stellenwert als Fortbewegungsmittel besitzt, gehören E-Bikes fast schon zum alltäglichen Straßenbild.

Welche Typen von E-Bikes gibt es?

Wie erwähnt, sollte man ein E-Bike nicht mit einem selbst fahrenden Mofa oder Ähnlichem verwechseln. Das E-Bike hat seinen Namen schlicht von einem elektrischen Hilfsmotor, der eben als Hilfe gedacht ist und nicht als primärer Antrieb. Daher wird für die » Pedel Electric Cycles (Pedelecs)« oder einfach »E-Bikes« auch kein Führerschein benötigt. Sie setzen auf einen hybriden Antrieb, d.h. in diesem Falle auf eine Mischung von Muskelkraft und elektrischer Kraft. Für die Energiezufuhr sorgt ein Akku, dessen Kapazität und Haltbarkeit ein wesentliches Qualitätsmerkmal der E-Bikes darstellt. Er wird ganz einfach an einer normalen Steckdose aufgeladen und hält in der Regel durchschnittlich 80 Kilometer, wobei man selbst natürlich die Haltbarkeit beeinflusst, je nachdem, wie stark man den Elektroantrieb beansprucht. So wird man auf ebener Strecke den Motor kaum oder auch gar nicht beanspruchen, wohingegen man bergauf das E-Bike einen vorzüglichen Dienst leistet. Aufgrund des Elektroantriebes fährt man einigermaßen mühelos auch dort hoch, wo man als Freizeitradler vermutlich absteigen würde, selbst Steigungen mit 15% sind keine unüberwindbare Hürde mehr. Dass dadurch trotz Unterstützung ein höherer Trainingseffekt zustande kommt erscheint klar.

Das Pedelec

Beim Pedelec wird der Fahrradfahrer durch einen Elektromotor bis maximal 250 Watt unterstützt. Die Maximalgeschwindigkeit ist dabei auf 25 km/h beschränkt, d.h. wer schneller fahren möchte, kann dies natürlich tun, jedoch ist hierbei wieder Muskelkraft gefragt. In welchem Umfang der Hilfsmotor den Radler unterstützt, lässt sich in mehreren Stufen einstellen und ist dabei konstant. Rechtlich entsprechen Pedelecs normalen Fahrrädern, sie können also ohne Führerschein und Kennzeichen gefahren werden und es besteht derzeit auch keine Helmpflicht (Stand: Mai 2013). Einen kleinen Unterschied innerhalb dieses Typs gibt es jedoch. Pedelecs die eine Anfahrtshilfe besitzen, also bis 6 km/h vom Motor beschleunigt werden, erfordern einen Mofaführerschein, zumindest, wenn der Radler nach dem 1. April 1965 geboren ist.

Die Schweizer Klasse

Auch unter den Pedelecs gibt es eine S-Klasse, wobei das »S« in diesem Fall für die »Schweizer Klasse« steht. Die Schweizer Klasse ist durch eine höhere Geschwindigkeit gekennzeichnet und gehört bereits zu den Kleinkrafträdern, was bedeutet, dass sie erst ab 15 Jahren gefahren werden dürfen und mindestens einen Mofaführerschein erfordern. Erst wenn eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreicht ist, schaltet die Unterstützung durch den Elektromotor ab. Eine Helmpflicht besteht bei diesen schnellen Pedelecs zwar nicht, doch sind diese versicherungspflichtig.

Trekking-/Touren E-Bikes

Kennzeichnend für E-Bikes die für Touren oder Trekking konzipiert sind, ist ein stabiler Rahmen mit stabilem Gepäckträger. Die Sitzposition ist dabei zwar sportlich, alles in allem aber dennoch bequem. Der Akku sollte seinem Zweck entsprechend eine möglichst große Reichweite besitzen.

E-Bikes für die Stadt

E-Bikes die speziell für die Stadt konzipiert sind setzen insbesondere auf Komfort, wobei Komfort je nach Zielgruppe ganz unterschiedlich aussehen kann. Immer mehr werden bei den Herstellern in diesem Bereich auch die Jüngeren als Zielgruppe erkannt.

So gibt es unter den Stadt-E-Bikes solche, die sich durch ihre Bauart und Form kaum von herkömmlichen Stadträdern unterscheiden aber auch echte Flitzer und sogar solche die man zusammenklappen kann. Die Stadt-E-Bikes eignen sich besonders für Kurzstrecken und sind hinsichtlich ihrer Schaltung und Akkuleistung speziell hierfür ausgelegt.

MTB-Pedelecs

Die bei manchen Mountainbiker verschmähten MTB E-Bikes haben ihren Siegeszug begonnen und dringen mehr und mehr in das Hoheitsgebiet der Offroad-Sportler ein.

Dies nicht jedoch in dem Sinne, dass es etwa plötzlich die ältere Generation ins Gelände zieht, vielmehr erkennen die sportlichen Fahrer die Vorzüge eines E-Bikes gerade auch im Gelände. Mit den E-Bikes lassen sich größere Strecken und mehr Höhenmeter machen, was ohne Zweifel auch wesentlich mehr Fahrspaß bedeutet.

Vorschaubild: © Pixabay/Thomas Ulrich

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