Das Fermi Paradoxon

Der amerikanische Physiker Enrico Fermi hat sich die Frage nach den Außerirdischen schon im Jahr 1950 gestellt. Nach ihm wurde in der wissenschaftlichen Suche "das Fermi-Paradoxon" genannt (*).
Was ist paradox? Widersinnig, unlogisch und ähnliche Begriffe werden damit verbunden. Unbegreifliches gehört in diese Kategorie.
Es ist schon schwer nachvollziehbar, dass wir keine anderen komplexe Lebensformen finden, wo doch so viel Platz ist - dort oben im Weltraum.

Ernsthafte Bemühungen

Die Frage nach den nicht-existenten Existenzen beschäftigt die moderne Wissenschaft seit mehr als fünfzig Jahren. Je mehr wir über den Weltraum erfuhren, desto wahrscheinlich wurde die Entdeckung erdähnlicher Planeten.
Leider ist unsere Galaxis allein schon 100.000 Lichtjahre breit (*). Mit Raumfahrzeugen unterhalb der Lichtgeschwindigkeit ist ein Ankommen am anderen Ende im Laufe eines Lebens für die Besatzung nicht zu denken. Es müssen Generationen-Raumschiffe her. Dann könnten, theoretisch, die UrurXXL-Enkel der Startbesatzung eines Tages auf einem erdähnlichen Planeten landen. Soweit die Theorie.

Generationen Raumschiffe (Bild: Muisje/ pixabay.com)

Kolonisation J/N?

Wenn man den Blickwinkel auf eine hypothetische Nachbar-Zivilisation lenkt, dann gilt für diese Wesen im Hinblick auf die "Fahrzeit" das Gleiche. Und wenn diese Zivilisation älter wären als unsere, dann hätte sie in den letzten Millionen Jahren schon unsere Galaxis kolonialisieren könne, Terra eingeschlossen. Aber es sind keine grünen Männchen oder ähnliche Wesen zu sehen.

Was ist los? Sind wir wirklich allein?

Berechnungen

Der amerikanische Astrophysiker Frank Drake hat um das Jahr 1960 versucht, die Wahrscheinlichkeit für einen Kontakt der dritten Art mathematisch zu begründen (*).
Er hat die chemischen Bedingungen des Lebens untersucht, die zur Entwicklung des Menschen geführt haben.
Dann hat er die notwendigen planetarischen Voraussetzungen berechnet, die schließlich zu einer bewohnbaren Zone für diese Art von Leben bestehen müssen. Die Bedingungen der umgebenden Planetensysteme sind für die Entstehung menschlichen Lebens außerordentlich wichtig.
Wenn es in unserem Umfeld zu viele Supernova Explosionen gegeben hätte, dann wär das keimende Leben durch die starken, lebensfeindlichen Strahlen ausgelöscht worden.
Wir haben schon ein bemerkenswertes Glück mit Mutter Erde und ihrer Konstellation am Firmament gehabt.

Supernovae und die Entstehung der Erde (Bild: skylife81/ pixabay.com)

Wo sind die Aliens?

Frank Drake hat also einen wichtigen Beitrag für unser Grundverständnis in diesem Zusammenhang geleistet. Die Ausgangsfrage bleibt jedoch unbeantwortet: wo sind die Außerirdischen?

Einige Antworten:

  • Es gab bereits andere Zivilisationen. Diese sind allerdings untergegangen. Als Gründe gelten Ressourcen Knappheit oder Kriege.
  • Es gibt andere, bewohnte Welten. Die dortigen Wesen bleiben aber bewusst in ihrer Heimatgalaxie sitzen. Splendid isolation.
  • Die Entstehung von Leben ist zu kompliziert. Es war schon recht unwahrscheinlich, dass wir uns entwickeln konnten. Bei einer derart geringen Wahrscheinlichkeit für die Entstehung komplexes Lebens hat die Natur nur eine Zivilisation hervorgebracht – unsere.
  • Die Entfernungen sind zu weit. Eine Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit ist physikalisch nicht möglich. Selbst wenn es andere Zivilisationen geben sollte, so kommen dies uns ebenfalls nicht an.
  • Es gibt doch eine weiträumige Kolonisation. Bewohnte Regionen bilden sich allerdings kompakt in einer Form wie Inseln, oder wie Neuronen oder wie Plasmablasen. In die Außengebiete fährt kaum ein Mitglied der jeweiligen Gemeinschaft.
  • Es macht keinen Sinn. Die Philosophen bei uns, und möglicherweise anderswo auch, stellen den Sinn intergalaktischer Kontakte grundlegend infrage.
  • Die Anderen wollen mit uns nichts zu tun haben. Sie haben uns schon entdeckt, aber wir sind ihnen zu primitiv.
  • Wir sind zu dumm. Sie sind sehr wohl da, die galaktischen Nachbarn, aber wir können ihre Anwesenheit nicht "dekodieren".

Fazit.

Bei der Frage nach den Aliens handelt es sich also um spannende Fragen ohne eine sachlich genügende Antwort. Wir dürfen weiter ins Kino gehen oder den Abendhimmel absuchen.
Dazu gibt es jetzt auch eine Ufo-Radar Software im Internet. Viel Glück!

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