Von Phänomenen und Bruchstücken

Sie widmet sich dem Thema Film ganz allgemein und aus Österreich, sowie Film in der gesellschaftsreflektierenden Funktion und auch den Zukunftsvorstellungen darin:

 

Es soll erforscht werden, ob der österreichische Film Zukunftsvorstellungen der österreichischen Gesellschaft reflektiert und welche Zukunftsvorstellungen im österreichischen Film dargestellt werden.

 

Das Forschungsdesign dieser Arbeit orientiert sich an der "Grounded Theory" und verwendet die "Standard-Reihe" des österreichischen Films um dieser Frage nachzugehen. Es sind in dieser Filmreihe speziell Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme vereint, die in Österreich geschrieben und produziert wurden. Diese Reihe erschien 2006 in der Hoanzl Edition in Zusammenarbeit mit der großen österreichischen Zeitung "Der Standard".

 

Diese Sammlung ist sehr umfangreich und umfasst 175 DVDs. Gleichzeitig aber ist dadurch die Bandbreite des österreichischen Filmschaffens dokumentiert und erweist sich als in zwei empirischen Blöcken einer, von der Autorin durchgeführten Grob- und Feinanalyse als zugänglich. Die Ergebnisse dieser Analyse stehen die Feinergebnisse, die bei 18 Filmen angewandt wurde und umfasst die sprachlichen Äußerungen, die sich mit zukünftigen Ereignissen und Befürchtungen sowie Ängsten, Hoffnungen und Wünschen beschäftigen.

 

Neben dieser Analyse wurden auch acht Interviews mit Personen aus er Filmbranche geführt. Die Ergebnisse dieser klärenden Gespräche fanden ebenfalls Eingang in die Arbeit. Praktisch, so schreibt die Autorin, ist bereits die Abgrenzung des Begriffs sehr komplex und bezieht sich auf eine eine theoretische Grundlage, die bei Berger und Luckmann (Konzept des Sozialkonstruktivismus, 2007) gefunden werden konnte.

Fazit

Der österreichische Film stellt ein besonders beliebtes und erfolgreiches Medium dar. Die Form der Wirklichkeit, die er prägt und von der er erzählt, weist eine Art Hyperrealismus auf, die auf die Darstellungsform zurückgeht. Spielfilme der Österreichischen Filmemacher zeigen meist keine "Happy Ends", sondern zeigen oft dokumentarischen Stil, einen Hang zur schonungslosen Darstellung ausgewählter gesellschaftlicher Themen und liegen temporal nahe an der realen Zeit. Sie schaffen zwar Eigenständigkeit. Doch sie repräsentieren nur einen kleinen Ausschnitt der österreichischen Gesellschaft. Vorrangig zeigen sie Abgründe und Unnachgiebigkeiten derselben und fördert ein Bild der "Tristesse" und einen Pessimismus gegenüber Zukünftigen" zutage. Weiters sind bestimmte Bevölkerungsgruppen unterrepräsentiert, dazu zählen vor allem Personen ländlicher Gegend. Abschließend vermutet die Autorin eine falsche Implikationen, die so geschürt wird, denn so könnten die Österreicher als triste Gesellschaft erscheinen.

 

 

Kritik

Aus meiner Sicht - so mir hier einige Worte gestattet sind - scheint Amerika ein Filmland, in welchem das "Happy End" sehr beliebt ist, was sich natürlich auf die Psyche auswirkt. Aber wir wissen auch, dass in Amerika Männer (junge Männer, reiche Männer, weiße Männer, ...) bevorzugt werden. So ist es eigentlich eher irritierend, wenn sich der Filmmarkt einer Illusion hingibt, die die Realtität nicht widerspiegelt. Sicher, auch Österreicherinnen und Österreicher möchten Happy Ends sehen. Ja, stimmt, der österreichische Film ist ein wenig düster, doch auch hier sind unterschiedliche Möglichkeiten gegeben. Es wäre zwar vielleicht "die Sinne hebend", doch es wäre auch eine weitere Illustion. Vielleicht sogar Sadismus, denn ohne echte Chancen ist die Vorgaukelung von "Alles wird gut", von denen wir auch reichlich aus dem deutschen Sprachraum konsumieren, ohne Bezug zur Realität und erfüllt den Anspruch der Kritik nur schlecht.

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