Herstellung der Urtinktur

Je nach Ausgangsstoff wird die Urtinktur auf unterschiedlichem Wege hergestellt.

Bei pflanzlichen Ausgangsstoffen werden Teile der frischen Pflanze oder auch die ganze Pflanze über Wochen in Alkohol eingelegt und regelmäßig geschüttelt.

In der Homöopathie werden auch Mineralstoffe wie zum Beispiel Eisen oder Gold verwendet. Diese Mineralien werden fein pulverisiert und dann ebenso in Alkohol eingelegt und regelmäßig geschüttelt.

Der Alkohol löst die wirksamen Bestandteile aus den Ausgangsstoffen.

Urtinkturen, die aus giftigen Ausgangssubstanzen hergestellt werden, sind immer noch giftig! Eine Urtinktur aus dem Gift der Buschmeisterschlange (Lachesis) ist giftig. Diese Urtinkturen sind verschreibungspflichtig. Wenn aus der Urtinktur weitere Potenzen durch Verdünnen und Verschütteln hergestellt werden, so sind diese ab der Potenz C12 beziehungsweise D23 nicht mehr giftig. Lachesis in der Potenz C30 kann zum Beispiel ohne Angst vor Vergiftungserscheinungen eingenommen werden.

Anwendung von Urtinkturen

Urtinkturen können - pur oder verdünnt - sowohl innerlich wie auch äußerlich - eingenommen beziehungsweise angewendet werden.

Ein Beispiel für die Anwendung einer Urtinkur

Eine Mischung von einigen Tropfen Calendula Urtinktur auf ein Glas Wasser kann äußerlich als Kompresse auf Wunden aufgelegt werden.  Calendula ist die Ringelblume, die seit alters her zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt werden. Die Calendula-Kompresse kann die Wundheilung - zusätzlich zur innerlichen Anwendung der Calendula Globuli - unterstützen.

 

Urtinkturen in der Pflanzenheilkunde

Auch in der Pflanzenheilkunde sind Urtinkturen nicht unbekannt. Pflanzenheilmittel können als Tee zubereitet werden, aber auch als Urtinktur eingenommen werden.

Bei Schlafstörungen ist Baldrian ein allseits bekanntes Heilmittel, welches als Tee getrunken, in Tablettenform eingenommen oder eben als auch Urtinktur eingenommen werden kann.

Urtinkturen selber herstellen

Heilpflanzen aus dem eigenen Garten eignen sich sehr gut zur Herstellung. Wenn man keinen eigenen Garten hat, empfiehlt sich der Kauf getrockneter Pflanzenteile in der Apotheke.

Frische oder getrocknete Pflanzenteile vorsichtig mit dem Messer zerkleinern und in hochprozentigen Alkohol einlegen. Einige Wochen in der Sonne stehen lassen und immer mal wieder schütteln und dann durch ein Baumwolltuch abfiltern.

Hinweis

Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker.

Autor seit 4 Jahren
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