Seit den 80er Jahren ist er an vielen Anime-Produktionen in zahlreichen Funktionen beteiligt. Im Laufe seiner Karriere designte er viele Maschinen und Charaktere für Anime-Produktionen. Dazu zählen sowohl die Mospeadas aus "Robotech" als auch die Maschinen und Charaktere der berühmten amerikanischen TV-Serie "Mask" der 80er Jahre. Shinji Aramaki führte Regie bei beiden "Appleseed"-Manga-Adaptionen ("Appleseed" und "Appleseed: ExMachina") und ebenso bei der Adaption des berühmten Computerspiels Halo in der 6-teiligen Animeserie "Halo Legends" bei der Episode "The Package". Im neuen Teil der "Starship Troopers"-Reihe wurde er ebenfalls als Regisseur für verpflichtet. "Starship Troopers Invasion" erscheint 2012.

“Appleseed“ basiert auf dem gleichnamigen Manga von Masamune Shirow

Die berühmten Mangas "Ghost in the Shell" und "Appleseed" entstammen der flinken Feder von Masamune Shirow, dieser wirkte auch bei den Animeverfilmungen beider Mangas mit. Seinen Durchbruch und weltweiten Bekanntheitsgrad erzielte er mit "Ghost in the Shell". Zu seinen Markenzeichen zählen starke weibliche Charaktere als zentrale Figuren, die vom Charakterdesign her immer schön und sinnlich gezeichnet sind. Er besitzt einen Abschluss in Maschinenbau und seine Mecha-Designs sind oft so detailliert gezeichnet und durchdacht, dass seine Kreationen den Eindruck erwecken, sogar in der Realität funktionieren zu können.

“Appleseed“ ist eine Manga-Adaption mit Macken

Nach den ersten Minuten voller Krach-Bum und Ratatata erscheint der Anime wie ein Actionstreifen ohne Tiefgang, ähnlich wie es "Blood: The Last Vampire" vormacht. Der erste Eindruck täuscht allerdings. Nach dem Actioneinstieg erwacht eine facettenreiche Story zum Leben. Genau da liegt aber auch der Hund begraben. Es wurde versucht den Manga "Appleseed" in ein 105-Minuten-Korsett zu pressen. Ohne Kompromisse in Form von Ungereimtheiten geht das nicht. Charaktere tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden wieder, Erklärungen fehlen, Hintergrundinfos werden nicht geliefert. Die Gesamtstory bleibt zwar nachvollziehbar und dennoch ist es wie Sand im Getriebe, was den Motor "Appleseed" unrund laufen lässt. Die Synchronisation wiederum ist sehr gut gelungen und die Sprechrollen passen zu den Figuren. Die Animationen sind technisch gut gelungen im wahrsten Sinne des Wortes, insofern das die Charaktere technisch, steril, roboterhaft wirken. Es fehlt ihnen die Lebendigkeit von typischen japanischen Animes. Zusammenfassend gesprochen ist "Appleseed" ein guter Anime mit Macken.

CADoerr, am 14.02.2012
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Bildquelle:
http://www.amazon.de (Horrorfilme: Nach wahrer Begebenheit oder frei erfunden?)

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