Ruheformel " Ich bin ruhig, ganz ruhig"

Schwereformel "Arme und Beine sind schwer"

Wärmeformel "Arme und Beine sind warm"

Usw.

 

Zwischen den einzelnen Kurssitzungen, muss täglich geübt werden – in Form von Hausaufgaben. Auch nach Beendigung des Kurses muss weiter geübt werden, so dass nach einigen Monaten eine effektive Anwendung des Autogenen Trainings möglich ist.

Warum muß man regelmäßig üben, um das Autogene Training zu lernen ?

Man sollte doch meinen, dass die Übungen in den einzelnen Kursstunden reichen. Warum muss noch mehrmals täglich zu Hause geübt werden und das über Wochen und Monate. Daran scheitern viele, die das Autogene Training erlernen wollen.

Die Selbstentspannung funktioniert über Suggestionsformeln. Diese wirken erst, wenn sie regelmäßig angewendet werden. Daher ist das regelmäßige Üben so wichtig. Aber die einzelnen Übungen dauern nicht mehr als 2-3 Minuten und sollen idealer weise 2-3 mal täglich durchgeführt werden. Das sollte also möglich sein, in den Tagesablauf zu integrieren.

Warum klappt es trotzdem oft nicht mit dem Üben des Autogenen Trainings ?

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe:

 

  • Dem Kursteilnehmer ist aufgrund mangelnder Information die Notwendigkeit nicht klar.
  • Obwohl die Kursteilnehmer ein Entspannungsverfahren erlernen möchten, setzen sie sich oft unter Erfolgsdruck. Zum Beispiel:  "Die Übung muss jetzt funktionieren. Ich muss die Wärme in den Armen spüren. Die Anderen spüren sie doch auch".
  • Anfangs wird noch regelmäßig geübt, aber irgendwann nimmt man es nicht mehr so genau. Der große Schlendrian hält Einzug und es wird immer schwerer, sich zu den Übungen aufzuraffen.
  • Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug. Meist wird begonnen, das Autogene Training zu erlernen, wenn es körperliche, geistige oder seelische Beschwerden gibt. Sind diese noch nicht so stark ausgeprägt, dass sie die Lebensführung stark negativ beeinflussen, so ist die Bereitschaft zum Üben oft auch nicht so ausgeprägt.

Tipps damit es trotzdem mit dem Üben des Autogenen Trainings klappt ...

  • Setzen sie sich nicht unter Erfolgsdruck. Nach regelmäßigem Üben werden sich die  suggerierten Empfindungen einstellen. Dies geschieht beim einen früher, beim anderen später. Lassen sie sich und ihrem Körper Zeit.
  • Es ist nicht schlimm, wenn sie mal an einem Tag weniger oder gar nicht geübt haben, starten Sie einfach am nächsten Tag neu.
  • Sorgen Sie für eine entspannte Übungssituation. Setzen Sie sich bequem hin, stellen sie Türklingel und Telefon aus, damit sie nicht gestört werden. Versetzen Sie sich in Ihrer Vorstellung an einen Ort, der ruhig ist und an dem Sie schon einmal Ruhe und Entspannung erfahren haben. Das kann ein Urlaubsort oder aber auch das eigene Zuhause sein. Sobald sich diese Empfindung durch die Erinnerung wieder einstellt und sich ein gewisses      Ruhegefühl einstellt – selbst wenn es nur erahnt ist – beginnen Sie mit der Übung.
  • Jeden Tag zur gleichen Tageszeit üben (z.B. Morgens nach dem Frühstück, in der Mittagspause, abends vor dem Schlafen gehen), so dass ein Rhythmus entsteht.

Zu guter letzt ...

Wenn man über einen längeren Zeitraum dabei bleibt, hat man mit dem Autogenen Training eine wirkungsvolle Entspannungsmethode an der Hand.

Es ist möglich, Sich jederzeit, an jedem Ort, ohne Hilfsmittel und in kürzester Zeit selbst entspannen zu können.

Laden ...
Fehler!