El bussardo pasa

Der Name der Azoren leitet sich von einem Bussard her. Die Entdecker hielten das Tier für einen Habicht, deshalb gaben sie der Inselgruppe den Namen Habichtsinsel, auf Portugiesisch ilhas dos açores.
Auf der Nationalflagge ist dieser Vogel sehr schön abgebildet.

Dies geschah um das Jahr 1400. Allerdings sollen ältere Funde auch schon auf Seefahrer aus Karthago in Nordafrika und andere Seevölker hinweisen.

Atlantisforscher sind auch auf das Eiland aufmerksam geworden. Da die Inselgruppe schön mittig im Atlantik liegt war der gedankliche Weg zu Platons Trauminsel nicht mehr weit.

Jenseits von Afrika

Die Inselgruppe liegt etwa auf einem Drittel des Weges von Europa nach Amerika. Bis Europa sind es etwa 1.500 Kilometer, und die Entfernung zur US-Westküste beträgt etwas mehr als 4.000 Kilometer.
Der äußerste südöstliche Zipfel von Kanada befindet sich nur noch einen Hauch von 2.000 Kilometern vom äußersten Rand des alten Kontinents Europa entfernt.

Ganz ohne ist die Lage nicht – unter geologischen Gesichtspunkten.

Die Azoren liegen nämlich genau auf dem Mittelatlantischen Rücken, also auf einer tektonischen Plattengrenze. Darüber lesen Sie mehr in einem der folgenden Absätze.

(Bild: Google Maps)

Darwin und die Ökonomie auf den Azoren

Was gibt es dort zu arbeiten?
Zuckerrohr gedeiht gut auf dem Eiland, denn dort ist es oft lecker warm. Die Bewohner genießen milde Winter und erfreuen sich an einer langen Sommerperiode, die aber nicht zu heiß ausfällt.
Als das Zuckerrohrgeschäft Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr so gut lief, verlagerte man die Arbeit auf den Walfang. Fischfang als Existenzgrundlage ist sehr naheliegend.
Auch die nordamerikanischen Neuengland-Staaten blicken auf eine lange Walfänger Geschichte zurück. Azoraner und Amerikaner arbeiteten bei der Waljagd eng zusammen.

Man erinnert sich an den Film "Moby Dick" mit Gregory Peck.

Dann kam die industrielle Revolution und mit ihr die Dampfschifffahrt. Der Betrieb von Kohlebunkern wurde ein Geschäft. Um 1850 erfand Samuel Morse den Schreibtelegrafen, und die Azoren wurden zum Stützpunkt für Unterseekabel. Mit dem 2. Weltkrieg errichteten die Amerikaner mehrere Flughäfen auf den Inseln, und wieder profitierten die einheimischen Einwohner von den Pachtzahlungen und von der Betreuung der stationierten Soldaten.
Heute stellt der Tourismus eine angenehme Einnahmequelle dar.

Darwins Evolutionstheorie hat sich eindeutig überholt. Nicht der Stärkste überlebt, sondern der am besten Angepasste.

Tourismus

Das Klima ist mild und die Landschaft anmutig. Es fehlt an Sandstränden. Ökotourismus prägt das Bild der Urlauber. Man liest von

  • einem Vulkanpfad,
  • heiße Quellen laden zum Thermalbad ein, und
  • Freunde der Riesensäuger können Moby Dick und Co. beim Whale Watching live erleben.
  • Taucher finden hier ebenfalls ihre Paradiese.

Alarmstufe Rot

Ganz ungefährlich ist die Idylle nicht.
Im Prinzip gehen die Menschen auf den Azoren nicht über Land. Es sind Gipfelstürmer.
Die Inselkette bildet die Höhen eines riesigen unterseeischen Gebirges. Vor Jahrmillionen haben sich zwei Kontinentalplatten getrennt, und Magma stieg auf. Das Eiland ist aus Feuer entstanden.
In den letzten fünfzig Jahren ereigneten sich mehrere Erdbeben – zuletzt im Jahr 1998.
Shaking Azores.

Zehn Vulkane kann der Wanderer auf den einzelnen Inseln begehen. Der Berg mahnt.

 

 

 

Bildquelle: FitMum/ pixabay.com

http://pixabay.com/de/vulkan-pico-azoren-dorf-landschaft-485579/

 

 

Das Wetter.

Der Himmel ist schuld. Eine planetarische Zirkulation umfasst den gesamten Erdball und sorgt für die entsprechenden Wetterlagen. Die Sonne führt der Erde Energie zu, allerdings in unterschiedlichen Portionsgrößen. Daraus entstehen Temperaturgefälle zwischen den Tropen und den Polarregionen. Die Erdrotation sorgt nun für strömende Luftmassen mit unterschiedlichen Temperaturen, die sich in großer Höhe ausgleichen.
Das Azorenhoch und das Islandtief stehen sich in unserer Region gegenüber und bestimmen das Wetter. Wir in Europa haben also das Glück gehabt, dass sich mit dem Azorenhoch eine weitläufige Luftmasse im Atlantik gebildet hat. Diese gleicht nicht nur die polare Kaltluft des Islandtiefs aus, sondern sie transportiert zusätzlich die mitgeführte Wärme des Golfstroms zu uns.

Das Azorenhoch ist außerdem noch ein Wanderer. Je nach Sonnenintensität bewegt es sich mehr oder minder über mehrere Tausend Seemeilen hin und her. Der Anteil an Warmluft, den die Luftmasse dann mit sich führt, bestimmt über das Aprilwetter, die Siebenschläfer und den Altweibersommer.

Der Sommer 2015 verspricht gut zu werden. Darauf einen Toast auf das Azorenhoch.

Laden ...
Fehler!