Gesundheitliche Aspekte

Neben der Steigerung der Abwehrkräfte und der Muskulatur werden die Füße natürlich geformt und Fehlstellungen vermieden. Eine bessere Durchblutung der Füße regt das gesamte Herz-Kreislaufsystem an. Über die Stimulierung der Fußreflexzonen wird das Zusammenspiel aller Organe und Strukturen im gesamten Körper reguliert. 

Körperlich und psychisch bedingte Blockaden können sich durch die lockeren Fußbewegungen lösen. Die Barfußparks befinden sich daher sehr häufig in der Nähe von Reha-Kliniken, die sich auf die Behandlung des Bewegungsapparates spezialisiert haben. Venenleiden können ebenfalls günstig beeinflusst werden durch das Barfußgehen in Verbindung mit Kneippanwendungen.

Vor allem Kinder sollten möglichst viel barfuß gehen um Fehlstellungen zu vermeiden. Aber auch Ältere profitieren vom barfuß gehen. Die Gesamtkoordination wird verbessert und die Sturzgefahr im Alter vermindert. 

Barfußschuhe

Barfußgehen in dafür eingerichteten Parks ist eine Sache. Die positiven Seiten des Barfußgehens auch in der Stadt zu genießen, das fällt vielen schwer. Eine Alternative sind sogenannte Barfußschuhe. Diese haben eine leichte Sohle und umschließen jeden Zeh einzeln. Der Fuß ist gegen Schmutz und Verletzungsgefahren geschützt und man profitiert trotzdem von den Vorteilen des Barfußgehens. 

Die leichte Struktur der Schuhe bietet den Fußgelenken keinen Halt, daher sollten sie nicht von Menschen mit Gelenkproblemen oder Arthrose getragen werden. 

Die Barfußschuhe sind besonders geeignet für Menschen, die an Diabetes oder Neuropathie leiden. Verletzungen, die durch das Barfußgehen verursacht werden könnten. würden von diesen Erkrankten aufgrund einer Herabsetzung des Schmerzempfindens nicht bemerkt werden. Schwerwiegende Infektionen könnten sich unbemerkt ausbreiten. Diesem Personenkreis kann Barfußgehen nur eingeschränkt - unter besonderer Beobachtung der Füße - empfohlen werden. Die Barfußschuhe bieten eine Alternative. 

 

Joggen ist auch barfuß möglich

Laufsportlern wird barfuß laufen oder das Laufen in speziellen Laufsocken als Trainingsergänzung empfohlen. Eine natürliche Laufart, welche die Gelenke schont, kann sich so leichter entwickeln. Viele Sportler gehen inzwischen dazu über das Barfußlaufen nicht nur als Trainingsergänzung zu sehen. Sie trainieren nur noch barfuß oder in den sogenannten Minimalschuhen. 

Gehmeditation

In der buddhistischen Lehre und im Achtsamkeitstraining wird ein besonderer Fokus auf das Gehen gerichtet. Langsames, sehr bewusstes Gehen führt zu mehr Entspannung und Wohlbefinden. Die sinnliche Erfahrung von nackten Füßen auf natürlichem Untergrund, etwa einer Wiese oder einem Waldboden, unterstützt die positive Wirkung auf die Seele. 

Barfußpark – ein Erlebnis für die Sinne

Barfußparks sprießen in letzter Zeit aus dem Boden wie die Pilze. In Barfußparks gehen die Besucher ohne Schuhe – also barfuß – über verschiedene Untergründe. Kiesel, Sand, Baumstämme, Kies, Holz, Lehm, abgerundete Holzscherben. Die Fußmuskulatur wird durch die unebenen Flächen gestärkt. Barfußgehen ist ein sinnliches Vergnügen für die Seele. Die verschiedenen Sinneseindrücke entspannen und erzeugen ein Harmonie-Gefühl. 

 

 

Autor seit 4 Jahren
97 Seiten
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