Glauben Sie an Bauern- oder Wetterregeln? Ich denke jeder hat dazu seine eigene Meinung und vielleicht auch seine eigenen Erfahrungen gemacht. Viele werden sagen: "das ist völliger Unsinn und Aberglaube." Andere wiederum beteuern, dass da schon etwas dran sei. Seit jeher beobachten die Menschen, den Himmel, das Wetter und verschiedene Naturereignisse. In früheren Jahren waren das für Bauern und Landwirte die einzigen Mittel, um das Wetter für die nächsten Stunden oder Tage vorherzusagen. Mit der Zeit entstanden daraus Bauern- und Wetterregeln, die von Generation zu Generation weiter vermittelt wurden.

Sonnenuntergang

Unwetter

Von Bedeutung waren z.B. Morgen- und Abendrot, die je nachdem ob mit oder ohne Wolken, gutes oder schlechtes Wetter ankündigten. Man achtete auf den Zeitpunkt des Regenbogens oder auch auf den Morgentau auf den Wiesen und Feldern.

Sonnenaufgang

Sonnenuntergang

Regenbogen

Morgentau

Auch die Sterne und der Mond, Wolken, Wind und Nebel wurden genauestens beobachtet. Außerdem entstanden sogenannte Lostage, an denen sich das Wetter für die nächste Zeit entscheiden sollte. Einer der bekanntesten Lostage ist mit Sicherheit der Siebenschläfer. An diesem Tag hoffen die meisten Menschen auf Sonnenschein. Denn wenn es am 27. Juni regnet, dann sagt man, dass es noch sieben Wochen weiter regnen soll. Wer wünscht sich schon so einen Sommerauftakt?

 

Eine Bauernregel, die mir in den letzten Wochen nicht aus dem Sinn ging, besagt:

 

"Wenn Bucheckern geraten wohl, Nuss- und Eichbaum hängen voll,
so folgt ein harter Winter drauf und fällt Schnee mit großem Hauf."

Haselnüsse

Ich erinnere mich da an den letzten Herbst. Mein Weg zur Arbeit führte mich immer an vielen Haselbäumen vorbei und an einem kleinen Bach entlang, an dessen Ufern riesige Eichen, Kastanien und Buchen wuchsen. Als der Sommer zu Ende ging, begann es auf diesem Weg immer mehr und mehr unter meinen Füßen zu knacken und zu knirschen. Kinder sammelten jeden Tag viele Kastanien und Eicheln und der Teppich aus Bucheckern über den ich täglich lief, wurde größer und größer. Ich hatte noch nie solche Menge an Wildfrüchten gesehen. Selbst die Haselnüsse hingen in großer Zahl an den Bäumen und ich kam mir vor wie im Märchen von Aschenbrödel, als mir an einem stürmischen Tag plötzlich 3 Haselnüsse vor die Füße vielen. Schmunzelnd hob ich sie auf und sie liegen heute immer noch auf meinem Schrank und erinnern mich an den letzten Herbst.

Diese Bauernregel scheint sich ja in diesem Jahr bewahrheitet zu haben.

Winterwald

 

Egal ob man nun daran glaubt oder nicht, wer sich einmal unterhaltsam über Bauern- und Wetterregeln informieren möchte, der sollte es nicht verpassen, einmal folgende Seite zu besuchen:

Bauern- und Wetterregeln - Was halten Sie von Bauern- und Wetterregeln?
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