(Bild: WikiImages)

Was wir (nicht) schreiben wollen.

Eine Abhandlung über Vulkan-Wissenschaften.

Was wir schreiben wollen.

Gedanken über Gefühle, die bei Nachrichten über Vulkan-Ausbrüche entstehen.

Eifel – Land der Maare

Die uns geografisch am nächsten liegenden Vulkane liegen in der Eifel. Dieser reizvolle Landstrich erstreckt sich in dem Gebiet zwischen Aachen, Trier und Koblenz, also im Großraum Köln-Bonn.

Aus dem Geografie-Unterricht ist uns der Begriff "Maare" bekannt. Maare sind also erloschene Vulkankegel, die sich im Laufe der Zeit oft mit Wasser gefüllt haben.

… magst ruhig sein

Der letzte Ausbruch eines Eifel-Vulkans, so lesen wir, datiert auf 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurück. Das beruhigt den Leser für die Gegenwart.

Eine Frage kommt allerdings beim Lesen dieser Information auf: Können die Eifelvulkane wieder ausbrechen? Nein. Verschieden Quellen sprechen davon, dass diese Feuerberge für immer erloschen sind. Wir glauben dies dann auch.

Vesuv, Ätna und Stromboli - die Vulkane Italiens

In der näheren geografischen Nachbarschaft denken wir dann an diese drei feuerspeienden Berge auf der italienischen Halbinsel. Vesuv und Pompeji, diese Geschichte kennen wir aus den Geschichtsbüchern und aus Filmen.

Halt – gab es in der Eifel auch ein ähnliches Ereignis wie in Pompeji?
Haben dort auch Germanen, Kelten oder deren Vorfahren einen Vulkanausbruch erlebt und überlebt? Was sagen die Archäologen?

Oh ja. Es gibt in dieser Region einen Wingertsberg. Dort treffen sich Hobby-Archäologen und Motorradfahrer.

Fruchtbarkeit und Risikobereitschaft

Zurück nach Italien.
Man sieht hin und wieder eine Kurznachricht im Fernsehen, die Rauchwolken über einem der drei Vulkane dort zeigen. Bisher ist Gott sei dank nichts passiert.

Im Hinterkopf wundert sich mancher Zeitgenosse darüber, dass sich so viele Menschen immer wieder in der Nähe von erloschenen Vulkanen niederlassen. Sicher, die Erde dort ist durch die Asche sehr fruchtbar. Allerdings ist das Risiko auch weitaus höher als in anderen, vulkanisch weniger aktiven, Regionen. Wir Menschen neigen zu einer gewissen Risikobereitschaft.

Hawaii – Paradies und Hölle

Hawaii steht für den Inbegriff eines traumhaften Urlaubszieles. Die Inselgruppe besteht aus über einhundert Inseln und Atollen. Die zwei bekanntesten Inseln sind Oahu mit dem Badeort Waikiki, und Kaua'i, das in Liedertexten auch "Island of Love" genannt wird.

Allerdings ist die gesamte Inselkette, mit Ausnahme einiger Korallenriffe, vulkanischen Ursprungs. Dieser Umstand wird oft vergessen.

So ist im Herbst 2014 unvermutet der Kilauea auf der Insel Big Island ausgebrochen. Der aktive Vulkan liegt in einer wenig bewohnten Gegend. Es wurde eine Evakuierungswarnung herausgegeben.

Yellowstone – die Caldera

Dann fällt uns der Yellowstone Nationalpark in den USA ein. Dort gibt es knapp unter der Erdoberfläche eine sogenannte Caldera. Die Amerikaner bezeichnen diese Art vulkanischer Formgebung als "Hot Spot".

Der "Morning Glory" Pool ist eine echte Touristen-Attraktion.

Bei einer Caldera handelt es sich, grob gesagt, um eine Magmablase knapp unter der Erdkruste. Man liest hin und wieder Notizen, die besagen, dass in der näheren Zukunft mit einem Ausbruch gerechnet werden kann.

Wir erinnern uns an einen Katastrophenfilm ("Der Supervulkan"), der etwa acht Jahre zurückliegt. Darin wurde dieser Ausbruch thematisch vorweg genommen. Es wurde in einer Animation gezeigt, wie sich der nordamerikanische Kontinent in zwei Teile auf spaltete. Eine schreckliche Vision. Auch Roland Emmerich hat das Thema in seinem Hollywood-Erfolg "2012" verfilmt.

 

Man muss sich nur einmal vorstellen, was dies für die örtliche Bevölkerung bedeuten würde. Und dann auch für die ganze Welt. Erschütterungen gehen doch wohl um den ganzen Globus, sie treffen also auch andere Erdteile. Tsunamis schlagen gegen die Küsten, weltweit. Und was passiert mit den Atomkraftwerken?

Katastrophenschutz - in Deutschland?

Mit einer großen Katastrophe geht ein Teil der Infrastruktur unter. Straßen, Strom, Wasserleitungen, Versorgung mit Nahrungsmitteln – und Wohnraum. Gibt es in den USA eigentlich einen Katastrophenplan bei einer Yellowstone Caldera Eruption?
Wir googeln und finden Informationen über eine Behörde, die die seismischen Aktivitäten dort überwacht. Sind die dortigen Hilfseinrichtungen auf ein "worst case" Szenario vorbereitet?

Und wie steht es bei uns in Deutschland? Wie hilft der Katastrophenschutz 80 Millionen Bundesbürgern, wenn die Eifel doch einmal donnert? Wir lesen von mehr als 1 Million Helfern in Deutschland, von Überwachungseinrichtungen und vielen anderen Maßnahmen … und schließen hier das Thema ab.

Mensch bleiben …

Einen Vulkanausbruch kann der Mensch nicht verhindern - er kann ihm nur ausweichen.
Bei einer Katastrophe von solchen Ausmaßen würde eine überaus starke Wanderbewegung einsetzen, denn weite Gebiete würden unbewohnbar. Die Überlebenden würden also in andere Gegenden ziehen. Dort leben die Menschen dann dichter aufeinander als üblicherweise.

Wie geht der Mensch in der Enge mit Neuankömmlingen um? Psychologische Tests sprechen von zunehmenden Konflikten. Wie begegnet man solchen Konflikten? Durch Übung – in Freundlichkeit.

(Bild: Nemo/ pixabay)

Also grüßt der Autor ab heute seinen Nachbarn nun besonders freundlich – in memoriam Vesuv und Yellowstone. Man kann ja nie wissen ..

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