Schönheitstest

Testen wir zu Beginn, ob Sie schön sind.

Beantworten Sie folgende Fragen mit Ja oder Nein:

1. Liegt Ihr BMI über 20?

2. Sind Sie kleiner als 1,85m?

3. Haben Sie gestern weniger als 1 Std. Sport gemacht?

4. Haben Sie Schwangerschaftsstreifen?

5. Können Sie mehr als 3 Hautunreinheiten (z.B. Pickel) finden?

6. Haben Sie Falten?

7. Haben Sie graue Haare?

8. Ist ihre Nase ungerade?

9. Ist Ihr Geschlechtsteil kleiner als der Schnitt?

10. Ist entweder ein Arm länger als der andere oder ein Bein länger als das andere?

11. Sind ihre beiden Gesichtshälften ungleich/assymetrisch?

 

Sind min. 2 Fragen mit Ja beantwortet, müssen Sie noch mächtig an sich arbeiten!

Selbst das Model ist nicht schön genug

Schönheit als Marketingtrick

Die Wirtschaft greift das Grundbedürfnis nach Anerkennung auf und erzeugt daraus eine Nachfrage. Wir alle sehnen uns nach Liebe und danach begehrt zu werden. Indem die Bestätigung dieser intimsten Sehnsüchte in Frage gestellt wird, entsteht eine unstillbare Nachfrage. Zerstöre das Selbstwertgefühl und du bekommst alles verkauft, wenn es nur diese Sehnsüchte bedienen kann. So lautet die Devise.

Bauanleitung zum Erfolg:

1. Nur wo Mangel ist, kann ein Produkt verkauft werden
2. Vernichte das natürliche Selbstwertgefühl
3. Bewerbe ein selbstwertsteigerndes Produkt
4. Das natürliche Selbstwertgefühl wird durch das Produkt ersetzt
5. Sammle das Geld ein und bewahre es gut
6. Steigere den Mangel (erhöhe die Anforderungen ans Schönheitsideal)
=> Umsatzwachstum ist garantiert

Doch die Folge geht weit über größere Umsatzzahlen hinaus. Wir leben in einer Generation, in der kaum ein junges Mädchen noch zufrieden mit ihrem Körper ist. Ein zerbrochenes Selbstwertgefühl wird zum Massenphänomen. Ohne gesundes Selbstwertgefühl verlieren wir jedoch die Fähigkeit für gesunde Beziehungen. Solange wir uns selbst als unzulänglich empfinden werden wir versuchen unser inneres Loch zu stopfen und unweise Entscheidungen treffen. Es entstehen eine ganze Vielzahl psychischer Störungen. Als Konsequenz verliert die Gesellschaft ihren Halt. Denn um den empfundenen Mangel zu überdecken distanzieren wir uns voneinander, üben Ersatzhandlungen aus, entweder aus Scham oder um Bestätigung zu erlangen, wir werden kommunikations- und letztendlich beziehungsunfähig. Diese Ersatzhandlungen beginnen beim Konsum der angepriesenen Artikel und enden in krankhaft häufig wechselnden Partnerschaften bis hin zu lebensbedrohlichen Esstörungen.

 

Und Gott sah dass es gut war!

Die Beobachtung geht einher mit einer Vergöttlichung des Gelds. Und dem Glauben, dass es nichts gibt, das ich nicht sehen kann.

Es gibt keine Seele. Es gibt nur den Körper.

Es gibt keinen inneren Wert. Es gibt nur den Körper.

Es gibt keine höhere Macht. Es gibt nur das Überleben des Stärkeren.

Die Welt ist nicht von Gott geliehen. Dem Geld gehört alles.

Gott hat uns nicht geschaffen. Ich schaffe mich durch mein Geld.

Doch diesem Trugbild muss ich nicht folgen. Wir Christen glauben an einen Gott, der uns alle wunderbar geschaffen hat. Dieser Gott rief nach seinem Schöpfungsakt voller Begeisterung wie gut wir doch gelungen sind. Er schickte seinen eigenen Sohn, um uns zu retten. Er erwählte oft nicht die Großen, Starken oder Schönen, sondern die Einfachen und für unsere heutigen Standards Unanschaulichen. Seine Liebe übertrumpft all unsere Werke und all unsere Fehler.

Wenn ich mich nun mit etwas sensibleren Augen umschaue kann ich einen Wandel erreichen. Versuche ich die Welt durch Gottes Augen zu sehen erkenne ich plötzlich wie wunderschön die Menschen doch alle sind. Plötzlich sehe ich, dass es nicht darum geht eine Haut wie aus dem Computer zu haben, ohne jedwede Verfärbung, glatt und makellos. Das ist nicht mehr mein erstes Augenmerk. Vielmehr sehe ich das Lächeln und freue mich darüber, oder ein trauriges Gesicht und fühle mit ihm, versuche es aufzumuntern. Plötzlich interessiere ich mich für die vielschichtige Lebensgeschichte, die den Körper geformt hat und in diesem - zwar nicht perfekten, dafür aber einzigartigen - Körper eingeprägt ist.

Das perfekt faltenlose Gesicht ist ein Gesicht ohne Lebensgeschichte, ohne traurig-nachdenkliche Stirnfalten, ohne Lachfältchen, ohne Alter und ohne Emotionen. Es ist ein totes Gesicht. Und Tod ist nicht attraktiv. Leben ist es. Denn Leben kommt aus Gott - dem Schöpfer.

Leben ist zwar nicht perfekt - aber es ist wahrhaft schön!

Autor seit 4 Jahren
13 Seiten
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