STEINSARG Kriminalroman
STEINSARG

STEINSARG (Bild: Helga Henschel)

Fundort der Leiche: Termessos

Termessos bei Antalya liegt an der Straße Richtung Korkuteli im Taurus Gebirge. Am Weg sind Grill- und Rastplätze mit genügend Parkraum, Toiletten und Abfallbehältern sowie Aufsicht. Gerne kommen an heißen Sommertagen Familien aus der Stadt in den kühlen Wald und Grillen. Damit es beim "Wildgrillen" nicht zu verheerenden Waldbränden kommt, richtete die Verwaltung solche Naherholungs-Areale ein. Wärter kontrollieren die Anlagen. Auf der Nationalpark-Straße nach Termessos sind einige solcher Plätze, ähnlich unserer Campingplätze, im Wald auszumachen.

1100 Meter hoch liegen die Überreste der antiken Stadt. Sie wurde im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. erbaut. Damals kontrollierte das Volk von diesem erhöhten Standort aus die Schifffahrt im Golf von Antalya. Im Tal hatten sie ihre Getreidefelder, ihre Vorratslager natürlich oben. Alexander dem Großen soll beim Anblick dieser Festung die Lust am Erobern vergangen sein. Archäologen verspürten ebenfalls noch keinen Drang, diese seltsame Ruine zu erforschen. Es fanden noch keine Ausgrabungen statt. Für genaue Untersuchungen müsste der Wald gefällt werden - schwierig in einem Nationalpark.

Das Volk der Solymer konnte mehr als gut mit Steinen umgehen und schuf eine komplette Stadt. An den Berghängen windet sich die alte Stadtmauer samt Wachttürme und Tore. Durch die einmalige Lage konnte keiner unentdeckt hinaufgelangen. Die unbesiegte Stadt wurde durch mehrere Erdbeben zerstört und verlor ihre Bedeutung.

Ein ausgeschildeter Wanderweg führt vom Parkplatz weg zum höher gelegenen Amphitheater mit 4000 Plätzen. Hinter der Bühne bietet sich eine unvergleichliche Gebirgskulisse. An einer steilen Felswand sind ehemalige Felswohnungen auszumachen. 

Unten am Parkplatz befindet sich der erhöhte Artemis-Hadrian-Tempel. Oben auf den Stufen ist der Säulen-Eingang wieder aufgerichtet. Die restlichen Säulenbrocken und Wandquader liegen kreuz und quer wie Bauklötze einfach umgekippt herum. 

Richtig beklemmend wird es gegenüber. Dort sind Stein-Sarkophage terrassenartig auf dem ehemaligen Friedhof auszumachen. Mühselig mit einfachen Werkzeugen aus dem Fels gehauen und zum Friedhof transportiert, liegen nun die offenen Sarkophage herum. Die schweren Kolosse sind infolge mehrerer Erdbeben einfach umgestürzt. Die Deckel liegen verrutscht daneben. Särge sind offen. Unheimlich, mysteriös, feucht.

Kriminalroman STEINSARG
Steinsarg

Autorin Helga Henschel

Helga Henschel, geboren in Varel / Friesland an der Nordsee, arbeitet als freie Journalistin, Buchautorin und Reisebloggerin. Seit Jahrzehnten reist sie gerne und viel. Während der Reisen füllt sie ihre Reise-Tagebücher mit ihren ganz persönlichen Beobachtungen und Gedanken. Die veröffentlicht sie teilweise in ihrem Reise-Blog www.trolley-tourist.de. Sie ist ein Fan von Notizbüchern und nimmt eigentlich ständig Zettel und Stifte mit.

Durch ihr Studium der Ernährungswissenschaften gilt ihr besonderes Interesse dem landestypischen Essen und Trinken. Sie veröffentlichte bislang mehrere Sachbücher im Ernährungsbereich. Aus ihren Reisenotizen entstanden die Bücher "Südtürkei" und "Westtürkei" - Reiseberichte und Tipps. Als Fan von Kriminalliteratur schuf sie ihren ersten Kriminalroman um den Kommissar Acar, der auch in Antalya spielt. Um Komiser Acar plant sie eine Serie, in der in regelmäßigen Abständen Folgen erscheinen. Mit STEINSARG nimmt sie am "Kindle Storyteller Deutscher Selfpublishing Award 2015" teil. Mit ihrer Familie lebt sie in Bremen.

Auf ihrer Website sind ihre ganzen Veröffentlchungen zu sehen. www.helga-henschel.de

HelgaHenschel, am 17.09.2015
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Bildquelle:
W. Zeckai (Wie macht man eine Lesung erfolgreich?)
Amazon Prime - Video, Film (Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand)
Mag.a Bernadette Maria Kaufmann (Farbspiel Band 1: Weiß)

Autor seit 3 Jahren
37 Seiten
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