Bundestagswahl 2009

Die Bundestagswahl findet in der Regel alle 4 Jahre statt und wurde in diesem Jahr auf den 27. September gelegt.

Die Bundestagwahl dient der Bestimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Erst seit etwa 1961 hat sich eingebürgert, daß die Union und die SPD vor der Wahl einen Kanzlerdandidaten aufstellen, also einen Politiker benennen, der im Falle des Wahlsieges Bundeskanzler werden soll. Kanzlerkandidat der SPD ist in diesem Jahr Frank-Walter Steinmeier, bei der CDU tritt Angela Merkal als Kanzlerdandidatin an.

Bundestagswahl 2009

Die Wahlergebnisse

Nun denn, die Hochrechnungen und Wahlergebnisse wird jeder Wähler bereits kennen. Das Gerede von allen Parteien in dem Stil "Wir haben gewonnen und super Ergebnisse erzielt", kennen wir ja schon. Gut, die SPD hat dieses mal den schwarzen Peter gezogen (oder besser erhalten) und macht nun trotzdem gute Miene zum schlechten Spiel.

Viel interessanter ist deshalb die Frage, warum die Bundesbürger so gewählt haben! Nach meiner Einschätzung war die Wahl vor allem eine Protestwahl. Dies ist daran zu erkennen, daß die kleineren Parteien ordentlich an Wählerstimmen zugelegt haben und sogar die Piratenpartei rund 2% der Stimmen erhalten hat. Bleibt die Frage offen, warum vor allem die SPD so schlecht abgeschnitten hat.

Ich denke, dass Protestwähler im Allgemeinen kein Problem haben, die Grünen oder die Linken zu wählen, d.h. für die SPD gibt es mehr Konkurrenz als für die CDU. Denn die Reps und die NPD sind nicht gerade hipp! Bleibt also nur noch die FDP, die der CDU die Stimmen entziehen kann und die hat ja bekanntlich ganz schön zugelegt!

Wem räumen Sie die besten Chancen ein?

Angela Merkel

Angela Merkel

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Angela_Merkel_(2008).jpg (Bild von א (Aleph))

Angela Merkel ist eine deutsche Politikerin, die am 17. Juli 1954 im Norden von Deutschland in Hamburg geboren wurde. 

Während ihres 5-jährigen Physikstudiums in Leipzig (1973 bis 1978) lernte sie ihren Mann Ulrich Merkel kennen. Ihre Diplomarbeit "Der Einfluß der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien" schloß sie im Juni 1978 ab. Ihre Arbeit wurde mit "sehr gut" benotet.

Nach ihrem Studium nahm Merkel eine Stelle am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof an und promovierte am 8. Januar 1986 zum Dr. rer. nat. Der Titel ihrer Dissertation lautete Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden

Im Sommer 1990 tritt Merkel der CDU bei. Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 gewinnt Merkel in ihrem Wahlkreis Stralsund-Rügen-Grimmen mit 48,5 Prozent der abgegebenen Erststimmen und wird am 20. Dezember 1990 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. In dieser Zeit kam es zum ersten Mal zu einem Kontakt mit Helmut Kohl, da damals Kanzler war.

Ende 1991 wird Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag in Dresden zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Da Merkel am 16.10.1994 in ihrem Wahlkreis mit 48,6 Prozent der Stimmen gewinnt, wird sie von Helmut Kohl zur Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ernannt. Auf Raten von Wolfgang Schäuble wird Merkel am 7.11.1998 zur CDU-Generalsekretärin ernannt.

2 Jahre später - im Jahre 2000 - wird Angela Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag in Essen mit 897 von 935 gültigen Stimmen zur neuen CDU-Bundesvorsitzenden gewählt. 

Am 22. November 2005 wurde Angela Merkel zur ersten Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frank-Walter_Steinmeier_0918.jpg (Bild von Sven Teschke)

Frank-Walter Steinmeier ist ein deutscher Politiker, der am 5. Januar 1956 im Norden von Deutschland in Detmold geboren wurde. Nach dem Abitur studierte Steinmeier seit 1976 Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Schon zu dieser Zeit war er aktives Mitglied der Juso-Hochschulgruppe. Sein Studim beendete Steinmeier 1986 mit dem zweiten Staatsexamen.

Bis 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft schloß dort mit seiner Promotion Tradition und Perspektiven staatlicher Intervention zur Verhinderung und Beseitigung von Obdachlosigkeit ab.

Danach trat er als Referent für Medienrecht und Medienpolitik in die niedersächsische Staatskanzlei ein und übernahm 1993 die Leitung des persönlichen Büros von Ministerpräsident Gerhard Schröder, wo er dann 1994 zum Leiter der Abteilung für Richtlinien der Politik, Ressortkoordinierung und -planung aufstieg.

Nach der Bundestagswahl 1998, bei der Gerhard Schröder zum Bundeskanzler gewählt wurde, zog Frank-Walter Steinmeier ebenfalls nach Bonn. Dort ernannte ihn Gerhard Schröder zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragten für die Nachrichtendienste. Am 7. Juli 1999 wurde Steinmeier zum Chef des Bundeskanzleramtes ernannt und wirkte dort bis 2005.

Danach wurde er zum Bundesminister des Auswärtigen Amtes berufen. Nach dem Rücktritt Franz Münteferings übernahm Steinmeier am 21. November 2007 die Funktion des Vizekanzlers und wurde am 29. September 2009 zum Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt.

Wahlkampfschwerpunkte

  • Entlastung von Familien
  • Erbschaftsteuer
  • Arbeitslosenbeiträge
  • Bildungsfragen
  • Berufsqualifizierung

Wie üblich - und von vorne herein schon absehbar - gab es beim TV Duell nur Gewinner bei den großen Parteien

Nach dem TV Duell gab es wie üblich gegensätzliche Meinungen zu den Auftritten der beiden Politikern.

Die SPD

SPD-Vize Andrea Nahles war natürlich der Meinung, dass Steinmeier das Duell mit einem glänzenden Auftritt gewonnen hat. Im Gegensatz dazu hätte Angela Merkel nichts konkretes gesagt und versucht, die Zuschauer an der Nase herumzuführen. Herr Steinbrück ist der Ansicht, dass die Kanzlerin dem Volk falsche Versprchungen macht und Kajo Wasserhövel sieht Steinmeier als klaren Gewinner bei den unentschiedenen Wählern.

Die CDU

Wenig überraschend ist, dass nach Ansicht der CDU die Kanzlerin die Siegerin des Duells ist. Unionsfraktionschef Volker Kauder wirft Steinmeier Unsicherheit und wenig Glaubwürdigkeit vor, währen Merkel ein sicheres Auftreten gezeigt hat. Der gleichen Ansicht ist auch Generalsekretär Ronald Pofalla.

Die Opposition sieht das freilich etwas anders

Vor allem Westerwelle hat es gar nicht gepasst, dass es zum TV-Duell kam. So ist es nicht verwunderlich, dass Westerwelles Generalsekretär Dirk Niebel von einem Unentschieden spricht: Langweilig und nicht neu sei das TV-Duell gewesen. 

Auch die Grünen sind der Ansicht, dass nichts Neues gesagt wurde. Also viel Gerede um Nichts, wobei diese Meinung auch vom Bundesgeschäftsführer der Linken Dietmar Bartsch vertreten wird. Aus seiner Sicht war es mal wieder ein langweiliger Abend.

Fazit

Wie üblich in der Politik redet jeder nur seiner Partei hinterher ohne mal wirklich sich Gedanken zu machen, was gesagt wurde. Die Ehrlichkeit fehlt auf dem Planeten der Politik.

Hans, am 23.08.2009
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