Auch eine Form des Cabrio fahrens …

Auch eine Form des Cabrio fahrens … (Bild: Tatyana Kazakova)

Cabrio fahren – auf den Typ kommt es an x

Nicht jeder ist ein Cabrio-Typ

Was macht das Cabrio fahren so attraktiv? Eigentlich ist es doch ein ganz normales Auto, bei dem einfach normalerweise als ganz essentiell betrachtetes Teil fehlt. Und doch fehlt den meisten eben dieses Teil überhaupt nicht. Schließlich erlebt man beim Cabrio fahren die Fahrt ebenso wie die Umgebung wesentlich intensiver als dies in einem geschlossenen Wagen der Fall ist, auch wenn dieser zur Luxusklasse gehört.

Während bei Neuwagen immer mehr darauf Wert gelegt wird, dass die Fahrgeräusche möglichst gering sind, ist gerade dieses beim Cabrio fahren überhaupt nicht von Interesse. Im Gegenteil. Was gibt es schöneres durch Wald und Flur zu fahren oder herrliche Alpenpässe zu überqueren und dabei das dumpfe Flattern des Fahrtwindes zu hören. Förmlich die gesamte Umgebung kann aufgesogen werden. Die Gerüche der Wiesen oder der stattfindenden Heuernte, frische Wälder und natürlich manchmal auch die etwas würzige Landluft. Wer dieses Erlebnis auch nur einmal gehabt hat, der kommt vom Cabrio fahren oder wenigstens mitfahren kaum mehr los.

Die schönsten Cabrio-Routen

Cabrio fahren auf den schönsten Routen

Cabrio fahren bedeutet meist nicht nur einfach von A nach B zu fahren. Vielmehr kommt es auf den Genuss an und der Genuss wiederum ist beim Cabrio fahren maßgeblich von der Strecke abhängig. Nun kann man natürlich ausgiebig diskutieren, ob Fahren des Fahrens wegen moralisch und ethisch heutzutage überhaupt zu vertreten ist. Doch das soll hier nicht das Thema sein, denn sonst müsste man noch über vieles mehr diskutieren. Auch nicht das unliebsame Thema der exorbitant hohen Spritpreise. Vielmehr geben wir uns dem Traum des Oben-ohne-Fahrens hin und suchen einige der schönsten Cabrio-Routen bei denen trefflich der Fahrgenuss im Vordergrund steht und der Weg das Ziel ist.

Ein Klassiker unter den Cabrio-Routen ist die Großglockner-Hochalpenstraße. Schon vor Jahrzehnten konnte man dort Cabrios fahren sehen, die den Gebirgsübergang mit einer Passhöhe von 2504 Metern überquerten. Heute durchquert man dabei den Nationalpark Hohe Tauern. Wer allerdings neben einer wild romantischen Landschaft auch ein wenig Abgeschiedenheit sucht, hat sich auf dieser Cabrio-Route eher verfahren, denn hier teilt man sich den Ausblick mit rund 900.000 Besuchern pro Saison. Zudem muss man für diesen kurvigen Genuss fast drei rote Scheinchen hinlegen. Knapp dreißig Euro kostet der Spaß.

Wer extreme Kurven beim Cabrio fahren ganz besonders liebt, für den lohnt sich ein Abstecher in die Schweiz. Mit beachtlichen 13 Prozent Steigung und vielen Haarnadelkuven ist der Nufenenpass Genuss und Herausforderung an das Cabrio zugleich. Dabei geht es auf immerhin 2478 Meter hoch, was den Nufenenpass zum höchsten Pass der Schweizer Alpen macht. Durch ihn werden das Wallis und das Tessin miteinander verbunden. Wem diese Tour dann noch nicht genug ist, der kann von Airolo, das am Ende des Passes liegt, gleich weiter über den Gotthard fahren.

Wer nicht nur auf kürzere Streckenabschnitte aus ist, der kann sich auf die Deutsche Alpenstraße begeben. Auf dieser Panaorama-Route, kann man mehr als 450 Kilometer mit seinem Cabrio fahren und erlebt dabei eine vielfältige Landschaft, vom Bodensee bis zum Königssee. Die Strecke führt an zahlreichen Schlössern vorbei, unter denen Neuschwanstein vermutlich zu den bekanntesten gehört. Und da 450 Kilometer am Stück auch für Hartgesottene einiges ist, darf ruhig auch der eine oder andere Biergarten unterwegs besucht werden.

Cabrio fahren bedeutet auch südliches Flair genießen. Und was eignet sich da nicht besser, als einen kleinen Abstecher nach Frankreich zu machen? Auf den Spuren der Rallye-Monte-Carlo, kann man sein Cabrio die schmale Passstraße Col de Turini hochjagen. Aber auch verschiedenen andere durchaus reizvolle Cabrio-Routen führen auf die Passhöhe von gut 1600 Metern und wer nicht genug hat, kann ja verschiedene Routen hintereinander ausprobieren.

Ein weiterer Klasiker unter den Cabrio Routen, ist die Silvretta-Hochalpenstraße. Sie führt vom Montafon bis ins Paznauntal und bietet ein fantastisches Panorama. Doch ähnlich wie bei der Großglockner-Hochalpenstraße, wird man auch hier nicht alleine unterwegs sein. Dennoch lohnt dieser Ausflug aufgrund der wilden Hochgebirgslandschaft und des Streckenverlaufs. Gut 25 Kilometer lang windet sich die Panorama-Route bei einer maximalen Steigung von 14 Prozent. Auch hier ist das vergnügliche Cabrio fahren nicht kostenlos, aber immerhin günstiger als am Großglockner – die Fahrt kostet derzeit knapp 8,– Euro.

Die oberitalienischen Seen sind vor allem auch bei jungen Urlaubern seit vielen Jahren sehr beliebt. Auch wem es nur um das Cabrio fahren geht, findet hier Erholung pur. Wunderschöne Routen auf oft schmalen Straßen durch kleine Bergdörfer lassen das Herz des Cabrio Fans höher schlagen. Eine der schönsten Routen verläuft von Lugano nach Menággio, entlang des Luganer Sees.

Ein Erlebnis für Cabriofahrer der ganz besonderen Art bieten das Hochengadin und der kurvenreiche Malojapass. Neben dem Genuss der Kurven hat man vom Gipfel des Muottas da Schlarigna eine großartige Aussicht. Auf der Strecke zwischen der Schweiz und Italien kommt man an klaren Bergseen Hochtälern und herrlichen Panoramablicken vorbei.

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