Facebook als Gigant unter den Social Media

Wir zeigen Ihnen anhand eines fiktiven Beispiels, welch immense Auswirkungen Facebook hat: Selbst, wenn nur jeder Fünfte der registrierten Nutzer auch regelmäßig aktiv ist und einmal wöchentlich auf der Plattform hinein klickt und dabei nur zwei gepostete (kleine) Bilder (mit je 200 kB) von Freunden aufruft, selber ein solches kleines Bild postet und 3 andere Beiträge von Usern "liked", ergibt das weltweit pro Tag (!) einen Download von über 20 Terabyte, einen Upload von 10 Terabyte und mehr als 150 Millionen "Likes". Wie gesagt – bei nur einem Fünftel der Nutzer, wenn dieser nur einmal wöchentlich 2 Bilder aufrufen und ein weiteres posten und 3 Beiträge "liken".

Diese Zahlen finden Sie krass? Dann setzen wir unsere gedankliche Reise durch die unendlichen Facebook-Welten fort. Einer Studie zufolge kennt jeder jeden über 3,5 Ecken – runden wir das großzügig auf 5, damit uns die folgenden Zahlen nicht ganz so erschrecken. Das heißt, dass jeder von uns – theoretisch zumindest über zumindest einen Freund eines Freundes eines Freundes eines Freundes eines Freundes jeden Menschen der Welt kennen sollte. Sehe ich also einen Kriegsflüchtling aus dem Kongo in den Abendnachrichten, so könnte ich, wenn ich den "richtigen Weg" kenne, diesen mit nur 5 Mausklicks – von Freunden zu Freundesfreunden usw. bei Facebook erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass er einen Facebook-Account hat. Und das ist nicht ganz unwahrscheinlich. Immerhin hat zumindest jeder vierte Mensch weltweit (da sind auch Säuglinge und die Ältesten unter uns mit eingerechnet) ein Benutzerkonto.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Unternehmen haben hier eine riesige Plattform, auf der sie mit einer eigenen Seite, einer einfachen Anleitung und einigen Empfehlungen durch Sympathisanten mittels Lawineneffekt ein irrsinnig großes Publikum erreichen können. Beispiel gefällig? Sie leiten ein Unternehmen mit nur 10 Angestellten. Weil Sie ein grenzgeniales Produkt haben und unbedingt darauf aufmerksam machen wollen, erstellen Sie eine Firmen-Seite bei Facebook und glänzen durch einen außergewöhnlichen Webauftritt, der seinesgleichen sucht (wie immer Sie das anstellen). Sie bitten Ihre Mitarbeiter, die natürlich alle ein Benutzerkonto haben, die Seite weiterzuempfehlen. Jeder der zehn "teilt" also die Webseite und zeigt sie damit deren Freunden. Nehmen wir an, dass jeder Mitarbeiter 50 Freunde hat (das ist sicherlich untertrieben) und nur jeder Zehnte davon der Empfehlung folgt und die Seite aus Begeisterung am Ende weiter empfiehlt, so haben wir nach der ersten Runde schon 50 weitere Personen, die zwar nicht bei Ihnen arbeiten, aber die Seite empfehlen. Nach der zweiten Runde sind es schon 250 Personen, dann 1250 usw. Sie müssen also nicht mit einer immensen Zahl von Anhängern starten oder alle Freundesfreunde begeistern können, um am Ende riesige Bekanntheit zu erlangen. Ihr Produkt wird also zunehmend bekannter, ohne dass Sie in Illustrierten teure Anzeigen mit Hochglanzfotos publizieren und ohne, dass Sie für noch mehr Geld Sendezeit im Fernsehen kaufen.

Der Profit fürs Unternehmen

Der Profit ist klar. Der Lawineneffekt verhilft zu teils ungeahnten Zahlen von Anhängern und zu entsprechend großer Popularität. Ihre Verkaufserlöse werden in die Höhe schnellen. Dadurch bekommen Sie noch mehr Empfehlungen und noch mehr Kundenpotenzial.

Das Risiko für Unternehmen

Nichts ist einfacher als Rufmord im Internet. Im Internet kann jede Behauptung, jede Schlagzeile, jede Händlerbewertung genauso richtig wie auch falsch sein. Es gibt diejenigen, die alles, was sie lesen, als wahr hinnehmen und es gibt jene, die vorrangig an Verschwörungen glauben. Weil Sie selbst nur schwer und mit Verzögerung reagieren können, wenn Ihre Website unter Beschuss gerät, weil jemand aus Neid Ihr Produkt in den Dreck zieht, ernten Sie manchmal schneller einen "Shitstorm" als Ihnen lieb ist. Das vergrault natürlich Kunden. Rufmord via Internet ist kaum zu ahnden. Sollte Ihre Seite sehr viel Ansturm haben, werden Sie alleine es kaum schaffen, schnell zu reagieren, wenn es zu einzelnen Falschmeldungen auf Ihrer Seite kommt. Sie müssten also unbedingt einen Angestellten rekrutieren, Ihre Seiten bei diversen Social Media zu administrieren. Zu bedenken ist: Facebook ist nur eine der Plattformen. Um wirklich präsent sein zu wollen, reicht es nicht, nur bei Facebook aktiv zu sein. Werbevideos bei Youtube, damit ein eigener Youtube-Channel sind ebenso Pflicht wie Kurznachrichten auf Twitter, eine Seite bei Linkedin und viele mehr.

Mit Social Media sind Sie up to date und drehen aktiv mit am Rad der Zeit. Aber Achtung: Sie müssen dran und vor allem innovativ bleiben. Ansonsten riskieren Sie Ihren Ruf und den Ihrer Webseite. Sind Sie gewappnet im Kampf um die Gunst der möglichen Kunden?

Autor seit 3 Jahren
12 Seiten
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